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Die Stadt versucht, den CO2 -Ausstoß in Bruck zu verringern. 

Bilanz zum Thema Klimaschutz

Brucker produzieren zu viel Treibhausgas

Die Stadt hinkt bei ihren hochgesteckten Klimaschutzzielen hinterher. Das zeigt eine Zwischenbilanz. Vor allem im Bereich der privaten Gebäude passiert zu wenig.

Fürstenfeldbruck 2012 hatte der Stadtrat beschlossen, bis 2020 35 Prozent der CO2-Emissionen gegenüber 2005 einzusparen. Gerechnet wird dabei nach Ausstoß pro Einwohner. Auf EU-Ebene gilt nur ein Einsparziel von 20 Prozent. Das der Stadt ist höher. Es resultiert aus der Mitgliedschaft von Bruck im so genannten Konvent der Bürgermeister. Das ist ein Zusammenschluss von Kommunen, die noch mehr für den Klimaschutz tun wollen.

Dort wird auch regelmäßig über die Fortschritte berichtet, in Fürstenfeldbruck liegt nun eine erste Bilanz für 2015 vor. Bisher hinkt die Stadt dem selbstgesteckten Ziel aber noch ziemlich hinterher.

Zwar hat sich die CO2-Emission pro Kopf schon gesenkt. Während jeder Brucker 2005 noch durchschnittlich einen CO2-Ausstoß von 6,32 Tonnen hatte, waren es 2015 nur noch 5,25 Tonnen. Doch damit liegt die Stadt unter ihrem Ansatz, wie Experte Martin Zerta den Stadträten im Umwelt- und Verkehrsausschuss mitteile. Bis 2020 will man eigentlich auf einen Wert von 4,11 Tonnen pro Einwohner kommen. „Wir sind nicht im idealen Trend“, sagte Zerta.

Auch die Klimaschutzbeauftragte der Stadt, Anja Wendler, schlussfolgerte aus den Zahlen: „Wir dürfen nicht nachlassen. Wir müssen mindestens genauso viel wie vorher machen.“ Vor allem im Bereich Wärme, sprich Energieeffizienz bei Häusern, wurden die Ziele verfehlt. Dritte Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne) sah darin auch Schwierigkeiten für die Stadt. Denn auf die Mehrheit der Häuser in Privatbesitz habe diese wenig Einfluss.

Man müsse daran arbeiten, dass mehr Gebäude saniert werden, meinte Experte Zerta in seinem Fazit. Die Stadt müsse dafür als Vorbild für die Bürger agieren, motivieren und informieren. Alexa Zierl (Ausschussgemeinschaft) schlug vor, dass die Stadt die E-Mobilität stärker als bisher fördern soll, zum Beispiel bei der einschlägigen Messe am Kloster.

Gute Nachrichten gab es am Ende aber doch noch zu vermelden. Denn bei den erneuerbaren Energien gab es einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Jahr 2005. Die Nutzung in diesem Sektor erhöhte sich um ganze 85 Prozent. Rund neun Prozent des gesamten Verbrauchs in Bruck entfallen mittlerweile auf erneuerbare Energien. Die meisten Brucker nutzen Holz zur Wärmeerzeugung – die meisten von ihnen heizen nun beispielsweise mit Hackschnitzeln und mit Holzpellets. (fd)

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