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Zu klein und sanierungsbedürftig: Das Rathaus-Areal in der Innenstadt. Ein Architekt empfiehlt, das Gebäude, in dem sich „Die Truhe“ (links neben dem Rathaus ) befindet, in Richtung Innenhof zu erweitern.

Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie 

Brucker Rathaus-Erweiterung wird konkreter

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Fürstenfeldbruck - Das Brucker Rathaus platzt aus allen Nähten. Laut einer Machbarkeitsstudie wäre eine Erweiterung des Gebäudes, in dem sich „Die „Truhe“ befindet, die beste Option, um den Platzmangel zu beheben.

Die Neugestaltung und Sanierung des Brucker Rathaus-Areals wird konkreter. Die Idee, das Rathaus auf dem Viehmarktplatz neuzubauen, was innerhalb der CSU Anklang fand, scheint dagegen vom Tisch. Die Stadt plant, bestehende Gebäude energetisch zu sanieren und barrierefrei umzubauen. Zudem soll sich ein Workshop zur Innenstadtentwicklung mit der Erweiterung des „Truhe-Hauses“ in Richtung Innenhof beschäftigen. Die Kosten für den Neubau beliefen sich auf 6,2 Millionen Euro. Auf die Sanierung und den barrierefreien Umbau des Bauamttraktes und des Längsbaus entfielen 1,8 Millionen Euro. Das ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie, die der Architekt Wolf-Dieter Stollenwerk in der Sitzung des Bauausschusses präsentiert hat.

Die Zeit zur Umsetzung des Projekts drängt, und zwar in zweifacher Hinsicht. Die Stadträte müssen sich in der kommenden Sitzung am 31. Januar dafür entscheiden, bestehende Gebäude zu sanieren und barrierefrei auszubauen – dazu gehört etwa der Bau eines Aufzuges im hinteren Gebäude, an der Stelle, wo sich momentan die Toiletten befinden. Ansonsten verspiele die Stadt die Chance auf 450 000 Euro Fördermittel der Regierung von Oberbayern. Kämmerin Susanne Moroff sagte im Bauausschuss, wenn der Stadtrat im laufenden Monat keinen Beschluss fälle, „bekommt die Mittel irgendwer anders.“

Hinzu kommt: Das Rathaus platzt aus allen Nähten. Es fehlt an Büroflächen für die Rathausmitarbeiter. Teile der Verwaltung sind in der ehemaligen Grundschule am Niederbronner Weg untergebracht. Unter anderem wegen der Entwicklung am Fliegerhorst rechnet man bei der Stadt damit, in den kommenden Jahren mehr Personal einstellen zu müssen. Den Bedarf an zusätzlicher Nutzfläche im Rathaus schätzt man auf 1400 bis 1600 Quadratmeter. Laut Stollenwerk entspricht das einem Neubau von mindestens 2100 Quadratemeter Geschossfläche.

Bei der Stadt favorisiert man eine Variante, bei der im neuen Gebäude ein Sitzungssaal und Büroflächen entstehen. Der jetzige Sitzungssaal könnte in Büroräume umgebaut werden. Statt einer Tiefgarage soll der Neubau nur einen Keller haben. Beides wäre möglich. Ulrich Schmetz (SPD) sagte, man solle so wenig Parkraum wie möglich entstehen zu lassen, „um den Verkehr aus der Innenstadt zu halten“. Die Bediensteten könnten auf dem Viehmarktplatz parken. Eine andere Variante wäre, den Sitzungssaal im jetzigen Gebäude zu lassen und stattdessen den Neubau ausschließlich für Büros zu nutzen. Ein Workshop soll sich nun mit den Überlegungen der Machbarkeitsstudie auseinandersetzen.

Johann Schilling (CSU) sagte, er habe Bauchschmerzen wegen des Zeitdrucks bei der Sanierung. Es sei zu früh, Räumlichkeiten umzuplanen, wenn noch noch nicht feststeht, in welcher Form das Rathaus erweitert werden soll. Gleichwohl stimmte er mit allen Stadträten dafür, den Bauamtstrakt und den Längsbau energetisch zu sanieren und barrierefrei auszubauen.

rat

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