Links ein parkendes Auto, rechts die Garage: Eine Bruckerin sagt, sie komme in der Ringstraße oft nicht aus der Einfahrt und fordert Halteverbot. 

Probleme mit parkenden Autos

Bruckerin sauer: „Ich fordere Halteverbot“

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Fürstenfeldbruck – Wenn Autos zu nah vor Einfahrten parken, können sie zum Problem werden. Vor allem für Personen, die auf ihren eigenen Pkw angewiesen sind. Eine Brucker Bürgerin mit Handicap beschwert sich. 

Als Lydia Brehm vor einigen Tagen mit dem Auto zum Einkaufen fahren wollte, hatte sie ein Problem. „Ich konnte nicht aus der Einfahrt, weil ich eingeparkt war“, erzählt die Bruckerin, die ihren richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Sie habe ein Handicap. Dadurch sei sie auf ihren Pkw angewiesen. „Ich muss rückwärts aus der Einfahrt. Wenn ein Auto gegenüber auf der Straße parkt, geht das nicht“, erzählt sie. Die Fahrbahn sei einfach zu schmal.

Seit elf Jahren lebt Brehm im Brucker Norden. Früher hätten viele Verkehrsteilnehmer auf ihrem Grundstück gewendet, erzählt sie. „Wenn sie merken, dass sie hier falsch sind, dann fahren sie bis an das Garagentor.“ Das ging so lange, bis sie eine Kette vor ihre Einfahrt gespannt hat. Einen der Pfosten habe allerdings ein Lastwagen ramponiert. Schon vor einigen Jahren sei ein solcher bei Bauarbeiten absichtlich rausgerissen worden.

Seit Jahren immer wieder Baustellen

Das ist der nächste Punkt, der Lydia Brehm nervt. „Seit Jahren sind hier immer wieder Baustellen.“ Doch nicht nur der Lärm ärgert sie. In den neuen Häusern sieht Brehm auch den Grund für das Parkproblem. „Die kleinen Häuser wurden abgerissen, stattdessen entstehen große Gebäude für mehrere Parteien.“ Eine Familie besitze oft mehrere Fahrzeuge. „Und die parken dann auf der Straße. Die Alteingesessenen, die ihre Autos in die Garage stellen, werden dadurch abgestraft“, schimpft Brehm.

Auch die Polizei habe sie schon gerufen, wenn sie wieder einmal eingeparkt wurde. In ihren Augen müsse die Stadt an einigen Stellen Halteverbot einrichten. Doch das lässt sich nicht so einfach machen. Denn vor einem solchen Eingriff in den Straßenverkehr müssen die Verantwortlichen aus dem Rathaus die Ordnungshüter anhören, erklärt Martin Bosch, Verkehrsexperte der Brucker Polizei. Ausschlaggebend sei, ob die Sicherheit und die Flüssigkeit des Verkehrs gegeben seien. „Die Breite der Straße ist nicht maßgeblich.“ Und: Bei der Ringstraße handelt es sich nicht um eine Durchgangsstraße – sprich dort ist nicht viel externer Verkehr.

Kein Bebauungsplan

Aus dem Rathaus heißt es, bei der Stadt seien bisher keine Beschwerden bekannt. Weil es für das Areal keinen eigenen Bebauungsplan gebe, könne man Neubauten nicht verhindern. Außerdem könne man nur so viele Stellplätze pro Wohneinheit fordern, wie in der allgemeinen Satzung (je nach Bauart des Hauses und Quadratmeterzahl) festgehalten sind. In Bebauungsplänen ist dagegen manchmal eine höhere Anzahl festgelegt. Außerdem seien bei älteren Gebäuden früher oft nicht so viele Parkplätze verlangt worden, wie es heute der Fall ist. Im Nachhinein könne man dies nicht ändern, heißt es von Seiten der Stadt. Zudem könne der etwaige Parkdruck auch damit zusammenhängen, dass die Bewohner ihre Garagen nicht nutzten. Außerdem komme es heutzutage oft vor, dass Familien mehrere Fahrzeuge hätten.

Verrückte Park-Unfälle 

Lydia Brehm kann angesichts dieser Erklärung nur müde lächeln. Sie sieht darin eine Unverschämtheit und kann nicht verstehen, warum die Stadt nicht auf ihre Forderungen – die sie im Rathaus schon gestellt hätte – eingeht. „Immerhin konnte die Stadt für den Dreh von Aktenzeichen XY ja auch ein Halteverbot einrichten.“

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