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Ein trauriger Rekord ist der Stadt an der Amper gelungen: Auf ihrem Gebiet sind die Mieten im vergangenen Jahr so stark gestiegen wie sonst nirgends in Deutschland.

Kreisstadt jetzt auf Rang 5 der teuersten Städte in Deutschland

Brucks Mieten explodieren

Fürstenfeldbruck – Ein trauriger Rekord ist der Stadt an der Amper gelungen: Auf ihrem Gebiet sind die Mieten im vergangenen Jahr so stark gestiegen wie sonst nirgends in Deutschland. Das haben die Untersuchungen zum neuen Wohn-Index der Marktforscher F+B ergeben.

Um 6,1 Prozent mehr als noch vor einem Jahr müssen Mieter in Fürstenfeldbruck im Durchschnitt für eine Wohnung bezahlen, wenn sie im dritten Quartal 2016 einen neuen Vertrag unterschrieben haben. Gegenüber dem zweiten Quartal 2016 beträgt die Steigerung 4,6 Prozent. Die Kreisstadt ist damit in der Liste der 50 teuersten Städte in Deutschland vom 13. auf den 5. Platz vorgerückt.

Der amtierenden Bürgermeister Erich Raff kennt das Problem: „Wir kriegen natürlich mit, dass viele Bürger über die hohen Mietpreise klagen und sagen: Das kann ich mir nicht mehr leisten.“ Menschen, die in Bruck arbeiten, ziehen inzwischen weiter aufs Land, um sich noch eine Wohnung leisten zu können. „Auch außerhalb des S-Bahn-Bereichs, wo sie halt dann aufs Auto angewiesen sind.“

Diese Problematik gibt es in vielen Städten im Speckgürtel um München in Folge des Siedlungsdruckes. Bürgermeister Raff: „Wir kommen ja auch kaum nach, die nötige Infrastruktur zu schaffen, etwa genügend Kindergärten und Schulen zu bauen.“ Kürzlich hat die Stadt einen neuen Bauleitplan beschlossen – 40 Prozent aller neu gebauten Wohnungen sollen demnach Sozialwohnungen sein.

Die Kaltmiete für einen Quadratmeter einer zehn Jahre alten 75 Quadratmeter große Norm-Wohnung liegt in Fürstenfeldbruck derzeit im Schnitt bei 10,50 Euro. Teurer ist nur noch in München (13 Euro), Unterschleißheim, Frankfurt und Germering auf Platz 4.

In der Großen Kreisstadt Germering liegt derzeit die Marktmiete bei 10,80 Euro. Doch dort ist der Trend rückläufig. Im vorherigen Wohnindex rangierte die größte Stadt im Kreis noch auf Rang 3. Die Mieten dort sind gegenüber 2015 um 2,1 Prozent gestiegen, im Vergleich zum 2. Quartal 2016 um 0,6 Prozent gefallen.

Die Stadt Olching fiel in der Liste der Top 50 von Platz sieben auf Platz 12. 10,10 Euro Miete pro Quadratmeter muss man dort im Schnitt berappen, das sind 3,5 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. (sk)

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