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Die Seiten aus ihrem Buch mit dem Titel „Rote Beeren“ sind Teil der Ausstellung von Nue Amman und Katrin Kratzenberger. 

Vernissage

Buch und Bilder inspiriert von Natur und Boden

2015 riefen die Vereinten Nationen das „Jahr des Bodens“ aus. Es sollte auf die Bedeutung des Bodens für das Ökosystem und seine Rolle für Landwirtschaft und Ernährung aufmerksam machen. Zwei Künstlerinnen hat es zu einer Ausstellung inspiriert, die an diesem Wochenende im Haus 10 auf dem Klostergelände zu sehen ist.

Fürstenfeldbruck –  „Natur, Umwelt und also auch der Boden: Das waren genau unsere Themen“, erklärt Nue Ammann, eine der beiden Künstlerinnen. Gemeinsam mit Katrin Kratzenberg arbeitet sie seit drei Jahren an dem Projekt, das nun unter dem Titel „Der Fleck. Der Strich. Die Type“ ins Veranstaltungsforum kommt. Am Donnerstag waren die Beiden mit dem Aufbau beschäftigt, einige Bilder hingen schon. Um diese geht es aber nur indirekt.

Zentrum der Ausstellung ist eigentlich ein Buch. In ihm haben die Texte Ammans und die Illustrationen und Holzschnitte Kratzenbergs zusammengefunden. Die Gedichte und die Prosa handeln von der Natur und dem ewigen Prozess, in dem sie sich befindet. Die Bilder der gelernten Architektin wiederum zeigen pflanzliche Motive, man kann Wurzeln und Blüten erahnen. Das Buch trägt den Titel „Rote Beeren“, die in einem von Ammanns Gedichten vorkommen.

Ihr sei es darum gegangen, den „Evolutionsprozess der Natur darzustellen“ und den ständigen Austausch des Bodens mit seiner Umwelt einzufangen, bekundet Ammann. Doch warum das ungewöhnliche Buchformat?

„Ich wollte einfach unbedingt einmal ein Buch machen“, antwortet Kratzenberg. Für dieses Projekt habe sie dann mit der Texterin Ammann die richtige Partnerin gefunden. Man habe sich mehrfach getroffen und ausgetauscht. „Das war wirklich ein gemeinsamer Entstehungsprozess“, berichtet die 47-Jährige. In München ließen sie dann die Schrift im alten Verfahren setzen und das Buch als Leporello binden. In der Ausstellung hängen die Seiten als Bilder an der Wand. Beide Künstlerinnen sind überzeugt, dass sich ihre Faszination für das Buchprojekt auch auf das Publikum übertragen wird.  gfk

Die Vernissage

beginnt am heutigen Freitag im Haus 10 um 19.30 Uhr. Am Samstag ist die Ausstellung im Rahmen der „Brucker Kulturnacht“ von 10 bis 1 Uhr morgens geöffnet. Abends wird dort auch eine Lesung mit musikalischer Begleitung stattfinden. Am Sonntag ist bis 18 Uhr geöffnet.

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