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Das nächste Vorhaben der Bahn: Der ungenutzte Bahnsteig am Bahnhof Fürstenfeldbruck wird reaktiviert.

Bahnhöfe in Bruck 

Unmut über Umbau-Zeitplan der Bahn

  • vonStefan Reich
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In der Buchenau wird der Umbau des Bahnhofes demnächst abgeschlossen sein, wenn auch nicht so schnell und so umfänglich wie von manchen erwünscht. Derweil zeichnet sich ein Zeitplan für das nächste große Bahnprojekt in Bruck ab.

Fürstenfeldbruck – Seit rund einem halben Jahr sei der Umbau am Bahnhof in der Buchenau nun „gefühlt abgeschlossen“, sagt Mirko Pötzsch, SPD-Stadtrat und Brucks Verkehrsreferent. Was ihn grundsätzlich freut, lässt ihn aber in einem, aus seiner Sicht ganz wesentlichen Punkt, unzufrieden zurück. Der Umbau diente im Wesentlichen dazu, den S-Bahnhof barrierefrei zu machen. Und noch immer, kritisiert Pötzsch, sei der Mittelbahnsteig nur über Treppen zu erreichen. Die neuen Aufzüge, die dieses Problem lösen sollen, sind immer noch nicht in Betrieb.

Dennoch spreche die Bahn davon, dass die Lifte planmäßig in Betrieb genommen würden, beklagt der Verkehrsreferent. Auf Nachfrage habe man ihm mitgeteilt, dass dies im Juli der Fall sein solle. „Dass dies völlig unbefriedigend ist und viel zu lange dauert, liegt auf der Hand“, sagt Pötzsch.

Die Bahn dagegen sieht sich weiterhin voll im Zeitplan. Es sei nunmal so, dass die Aufzüge überhaupt erst nach Fertigstellung der übrigen Maßnahmen installiert werden könnten. „Ein Aufzug ist kein Standard-Bauteil, sondern immer ein passgenau angefertigtes Einzelstück“, teilt ein Sprecher der Bahn auf Anfrage unserer Zeitung mit. „Im Verlauf des Bahnsteigumbaus werden zunächst nur der Schacht für den Aufzug gebaut und die technischen Leitungen verlegt. Erst dann kann der Schacht als Grundlage für die Werksplanung des Schachtgerüstes vermessen werden.“

Auf dieser Basis werde das Schachtgerüst produziert und am Standort aufgestellt. Erst danach beginne der Aufzugbauer mit seinem Teil der Arbeit.

Das Zeitfenster zur Umsetzung in der Buchenau entspreche dem Regelzeitplan. Man sei zuversichtlich, die Aufzüge noch im Juni in Betrieb nehmen zu können. Pötzsch beklagt aber weitere Punkte, die er gerne nachgebessert hätte, etwa dass der Bahnsteig 1 kein Dach erhalte und dort auch ein Stempelautomat mitten im Weg der Fahrgäste stehe.

Während sich die Arbeiten in der Buchenau ihrem Ende zuneigen, zeichnet sich für den Bahnhof Fürstenfeldbruck erst langsam ab, wann es mit dem dort geplanten Umbau losgehen könnte. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass das Eisenbahnbundesamt den Planfeststellungsbeschluss – er entspricht einer Baugenehmigung – für die Reaktivierung des Bahnsteiges am Gleis 1 erlassen hat. Nun teilte die Bahn auf Anfrage unserer Zeitung mit, dass der Baubeginn für 2020 geplant ist. Damit auch am Gleis wieder Züge halten können, soll der alte, für heutige Verhältnisse viel zu niedrige Bahnsteig abgerissen und auf 250 Metern Länge neu errichtet werden. Die Kosten von drei Millionen Euro trage der Freistaat Bayern. Mit diesem stimme man derzeit den Realisierungs- und Finanzierungsvertrag ab. Der barrierefreie Zugang zum dann deutlich höheren Bahnsteig soll über zwei Rampen und einen neuen Aufzug ermöglicht werden.

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