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Wahl zwischen zwei Linien

Buchenauer Schulbus wird abgeschafft

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Fürstenfeldbruck - Die Kinder aus der Buchenau müssen ab Dezember 2017 mit dem öffentlichen Bus fahren. Die Eltern sind weiterhin mäßig begeistert. Dabei können die Kinder sogar zwischen zwei Linien wählen.

 Was hat es nicht für eine Aufregung um den Schulbus aus der Buchenau gegeben? Mehrmals hatten Eltern und Kinder dafür protestiert, den separaten Bus, der die kleinen Bewohner des Areals rund um die Senserbergstraße zur Schule Nord bringt, zu behalten. Der Stadtrat hatte eingelenkt und im Frühjahr entschieden: Bis die neue Linie 820 (die vom Starnberger Landkreis aus nach Bruck und zurück fährt) im Dezember 2017 eingeführt wird, bleibt alles beim Alten. Nun wurde wie geplant neu beraten. Der zuständige Ausschuss legte einstimmig fest: Der separate Schulbus wird abgeschafft. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat am Dienstag, 25. Oktober.

Vor der Sitzung hatten dieses Mal diverse Gespräche stattgefunden. Alexa Zierl (Grüne) etwa dankte den Eltern und der Verwaltung „für den Kompromiss“. Auch Andrea Wittkuhn, bei der Stadt für das Thema zuständig, betonte: „Wir haben den von den Eltern geforderten Maßnahmenkatalog weitestgehend abgearbeitet.“ Ab kommenden Jahr können die Kinder entscheiden, ob sie mit dem neuen 820er oder dem bestehenden 840er Bus fahren wollen. Die Linie 820 wird an der Senserbergstraße exakt die vier Haltestellen anfahren, die auch der jetzige Schulbus bedient.

Aussteigen können die Kleinen in der Früh an der Ecke Pucher/Puchermühlstraße. Das bedeutet für die Kinder einen Fußweg von etwa 450 bis 500 Metern. Der Bus fährt alle 30 Minuten. Zu eventuellen Verspätungen wegen der langen Anfahrt konnte im Ausschuss noch nichts gesagt werden. „Wir überwachen das“, meinte Hermann Seifert, ÖPNV-Experte im Landratsamt. Er hält es aber generell für sinnvoller, dass die Kinder die Linie 840 nutzen. Es sei unabhängig von der Buchenauer Thematik ein großes Anliegen, hier den Zehn-Minuten-Takt einzuführen. „Wenn die Stadt die Kinder mit diesem Bus fahren lassen würde, wäre das ein Push-Faktor für den neuen Takt“, so Seifert. Mittags sei der 840er sowieso mit Schülern besetzt und in der Früh starte er in der Buchenau.

Deshalb sei es wahrscheinlich, dass die Kinder Sitzplätze bekämen. Wenn sich zeige, dass der Bus überfüllt sei, könne man außerdem kurzfristig in den Stoßzeiten zusätzliche Fahrzeuge einsetzen. Diese seien vorhanden. Wenn die Kinder den 840er nutzten, könnten sie in der Früh wohl außerdem direkt vor der Schule aussteigen. Weitere Neuerungen: Es wird vor Schulbeginn ein Fahrtraining mit den Kindern geben, Erwachsene sollen teilweise im Bus mitfahren und als Schulweghelfer eingesetzt werden. Einige Eltern sind mit der neuerlichen Lösung aber immer noch nicht zufrieden. Etwa 20 von ihnen waren zum Treffen des Ausschusses im Sitzungssaal erschienen und hatten im Verlauf der Sitzung immer wieder den Kopf geschüttelt. Mutter Elisabeth Striewe etwa sagt, dass eine endgültige Lösung – angesichts der steigenden Schülerzahlen – wohl nur die Änderung des Schulsprengels sei.

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