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Wernher Freiherr von Braun

Fürstenfeldbruck

Bündnis „Bruck ist bunt“ spricht sich für neue Straßennamen aus

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 Vor der entscheidenden Sitzung des Stadtrates am kommenden Mittwoch hat sich das Bündnis „Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun“ für eine Umbenennung von Straßen ausgesprochen, die Namen von Personen tragen, bei denen eine Nähe zum Nazi-Regime oder dessen Ideologie gesehen wird. 

Fürstenfeldbruck –In einem offenen Brief an die Stadträte schreibt Margit Simoneit „im Namen aller Mitglieder im Bündnis“, die Namen der Täter, Wegbereiter und Fürsprecher des Nationalsozialismus und deutschen Faschismus seien „keine harmlosen Erinnerungsstücke“. Mit der Ehrung von Monarchisten oder antiken Feldherren sei das nicht zu vergleichen. Entscheidend für Benennungen und Umbenennungen sei die Bedeutung der Namensgeber für die Gegenwart. Es sei „ein wichtiges Zeichen zu einer Zeit, in der Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und neonazistische Gewalt immer dreister, gewaltbereiter und brutaler um sich greifen“.

Zur Diskussion stehen seit mehreren Jahren die Namen der Eschenauer-, Von-Gravenreuth-, Zenetti-, Ederer-, Priller-, Langbehn-, Hindenburg- und Wernher-von-Braun-Straße. In der öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 24. April, 19.15 Uhr, entscheidet der Stadtrat, ob sie neue Namen erhalten oder zumindest Schilder mit Informationen zu den Namensgebern angebracht werden.  sr

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