Corinna Schinle Ehrenamtsbörse Fürstenfeldbruck
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Corinna Schinle Ehrenamtsbörse Fürstenfeldbruck

Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck

Mensch der Tat: „Jede Bewerbung wäre prämierungswert“

Seit Mai vergangenen Jahres verleiht die Bürgerstiftung Fürstenfeldbruck monatlich den Ehrenamtspreis „Mensch der Tat“. Dadurch will sie all diejenigen würdigen, die mit ihrem Engagement zu einem besseren Zusammenleben beitragen.

Mittlerweile wurde bereits der zehnte „Mensch der Tat“ gekürt. Tagblatt-Redakteurin Eva Strauß sprach mit Corinna Schinle von der Ehrenamtsbörse über den Preis – und besonders beeindruckende Bewerbungen.

Wie läuft die Aktion bis jetzt ?

Es läuft ganz gut. In letzter Zeit kommen leider wenig Bewerbungen. Das ist höchstwahrscheinlich coronabedingt. Bei den Bewerbungen, die uns erreichen, sind wirklich tolle Sachen dabei. Eigentlich wäre jede prämierungswert.

Gab es eine Bewerbung, die Sie besonders beeindruckt hat?

Mir imponieren besonders Leute, die sich in ihrer Nachbarschaft engagieren. Die etwas tun aus Nächstenliebe. So wie der eine Mann, der hilft, wenn man ihn anruft.

Der Mensch der Tat.

Nach welchen Kriterien wird der Mensch der Tat denn ausgewählt?

Es muss sich um ein reines Ehrenamt handeln. Und der Vorgeschlagene sollte es schon länger ausüben. Man sollte eine gewisse Stetigkeit sehen und dass derjenige es mit Herzblut macht.

Wer kann sich überhaupt bewerben?

Jeder kann mitmachen – ganz egal wie lange er sich schon engagiert und was er macht. Man kann jemanden, aber auch sich selbst vorschlagen. Voraussetzung ist allerdings, dass das Engagement im Landkreis erfolgt. Die Volksbank Fürstenfeldbruck, die Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck, das Landratsamt sowie das Tagblatt verleihen jeden Monat den Preis. Er ist mit 500 Euro dotiert. Der Preisträger wird in der Heimatzeitung vorgestellt.

Wie lange soll der Ehrenamtspreis noch vergeben werden? Ist ein Ende geplant?

Eigentlich nicht. So lange wir den Sponsor haben und genug Bewerbungen bekommen geht es erst mal weiter.

Sich ehrenamtlich zu engagieren ist derzeit sehr schwierig, ja eigentlich fast unmöglich. Was raten Sie Personen, die es trotzdem gerne tun würden?

Im Moment können sie nur abwarten. Eigentlich gibt es nur die ganzen Telefon-Seelsorge-Sachen, zum Beispiel für Senioren. Auch in den Bereichen Büro-Hilfe und Webseite bauen gibt es immer wieder mal was. Aber eigentlich ist es gerade trostlos.

Und wie wird’s nach der Corona-Pandemie sein?

Ich denke, dass es dann in den Schulen und den Seniorenheimen mehr Bedarf als jemals zuvor geben wird. In den Schulen werden wohl vor allem Personen gebraucht, die Nachhilfe geben können. In den Heimen Leute fürs Zwischenmenschliche, die wieder etwas Farbe in den Heim-Alltag bringen.

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