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Fällen einer Fichte

Forderung bei Gespräch in Fürstenfeldbruck

Bund Naturschutz will Verordnungen für Baumschutz in allen Kommunen

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Die Menschen im Landkreis brauchen mehr Bäume: Das erklärt der Bund Naturschutz (BN) und fordert die Kommunen auf, Baumschutzverordnungen zu erlassen.

FürstenfeldbruckVerordnungen dieser Art seien das beste Mittel, um Temperaturen zu senken, die Luft zu säubern und die Artenvielfalt zu fördern. „Wir sind überzeugt, dass eine Baumschutzverordnung Mensch und Natur hilft“, sagte die Kreisvorsitzende Eugenie Scherb bei der Vorstellung einer bayernweiten Studie in Fürstenfeldbruck.

95 Kommunen in Bayern haben eine Baumschutzverordnung

Der Bund Naturschutz hatte untersucht, wie viele der 2056 bayerischen Kommunen bereits eine Baumschutzverordnung haben. Das Ergebnis bezeichnete der BN-Landesbeauftragte Martin Geilhufe als ernüchternd. Lediglich 94 Städte und Gemeinden haben bereits ein entsprechendes Regelwerk. Vertreter der Kommunen mit Verordnung hätten aber fast durch die Bank die Wirksamkeit bestätigt. Das sieht auch Geilhufe so. „Bäume haben eine entscheidende Rolle für das Stadtklima.“

Im Landkreis gibt es im Maisacher Ortsteil Gernlinden, in Gröbenzell, Eichenau und Emmering eine Baumschutzverordnung. Im Falle Maisachs hat der Bürgermeister erst unlängst eine Debatte über eine Einführung für den ganzen Ort angestoßen – und stieß prompt auf Widerstand. Einen Antrag gibt es auch in Bruck, vorgelegt von den Grünen.

Mehr Rechtssicherheit durch die Baumschutzverordnung

Die Regeln zeigten Wirkung, sagt Scherb. „Diese Orte sind signifikant grüner.“ Eine Verordnung habe gegenüber der Festlegung schützenswerter Bäume in einem Bebauungsplan zudem einen entscheidenden Vorteil: So könnten Bäume für die Zukunft geschützt werden auch wenn sie noch kleiner und jünger sind. „Außerdem führen Baumschutzverordnungen zu mehr Rechtssicherheit unter den Bewohnern und machen die Bedeutung von Bäumen für jedermann besser erfassbar“, so Scherb.

In der Studie des BN wurden auch weit verbreitete Vorbehalte gegen eine Baumschutzverordnung untersucht. Die Kritikpunkte: Bäume werden noch schnell gefällt, bevor die Verordnung in Kraft tritt – oder bevor sie durch ihren wachsenden Umfang in die Verordnung rutschen. Befragungen der Kommunen mit Verordnung hätten aber ergeben, dass dies nur selten geschehe, erklärt Projektkoordinator Christopher Busch vom BN.

Ideal Baumschutzverordnung soll erarbeitet werden

Der Fachagrarwirt für Baumpflege weist auch darauf hin, dass eine Baumschutzverordnung nicht bedeute, dass kein Stamm mehr der Säge zum Opfer fällt. Allerdings fordert Busch, den Wert eines gefällten Baumes zu bestimmen – und dann eine entsprechende Anzahl an Neupflanzungen festzulegen.

Wie genau eine ideale Baumschutzverordnung aussieht, will der BN noch erarbeiten. Christopher Busch spricht sich etwa dafür aus, Bäume ab einem Umfang von 60 Zentimetern in das Regelwerk zu übernehmen. Eugenie Scherb will zudem Exemplare ab einem Alter von sieben Jahren in der Verordnung sehen. So bekämen auch langsam wachsende Bäume die Chance, groß und alt zu werden.

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