Auch bei der Übergabe des Blumenstrauß von Benjamin Miskowitsch an Katrin Staffler wurde auf Abstand geachtet.
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Auch bei der Übergabe des Blumenstrauß von Benjamin Miskowitsch an Katrin Staffler wurde auf Abstand geachtet.

Bundestagswahl 2021

CSU nominiert bewährte Abgeordnete: Große Mehrheit für Katrin Staffler

  • vonDieter Metzler
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Katrin Staffler geht im Herbst 2021 zum zweiten Mal für den Wahlkreis Fürstenfeldbruck/Dachau als Direktkandidatin der CSU bei der Wahl für den Deutschen Bundestag an den Start.

Fürstenfeldbruck – Als einzige Bewerberin erhielt die Bundestagsabgeordnete und CSU-Kreisvorsitzende von den 151 anwesenden Delegierten mit 144 (96 Prozent) von 150 abgegebenen Stimmen einen überwältigenden Vertrauensbeweis. Sechs Delegierte stimmten mit nein, eine Stimme war ungültig.

Die rechtlichen Hürden bei der Nominierung von Bundestagskandidaten sind aufgrund wahlgesetzlicher Regelungen sehr hoch. Deshalb hatte sich die CSU dazu entschlossen, ihre Bewerberin trotz Pandemie in einer Präsenzveranstaltung zu küren. Und so avancierte die Versammlung zu einer denkwürdigen Veranstaltung. Essen und Trinken sowie Small-Talk waren diesmal nicht angesagt – und so war nach einer guten Stunde auch schon alles vorbei.

Strenges Hygiene-Konzept

Wo sonst 600 Menschen Platz finden, versammelten sich am Donnerstag die 151 CSU-Delegierten.

Dabei stand alles im Zeichen strenger Hygiene-Vorgaben: vom Schnelltest vor der Veranstaltung, Maskenpflicht während der gesamten Versammlung bis hin zu den Abstandsregeln. Zudem gewährleistete der Stadtsaal, der normalerweise Platz für 600 Menschen bietet, für die 151 Delegierten ausreichenden Abstand.

Und nicht nur das war anders als noch bei ihrer ersten Nominierungsversammlung. Vor fünf Jahren lautete ihr Name noch Katrin Mair, und sie musste sich gegen vier Bewerber durchsetzen. Das schaffte sie schließlich in der Stichwahl gegen den CSU-Fraktionsvorsitzenden im Dachauer Stadtrat Florian Schiller. Inzwischen hat Staffler den Türkenfelder Bürgermeister Emanuel Staffler geheiratet und diesmal war sie die einzige Kandidatin, über die die Delegierten abzustimmen hatten.

Katrin Stafflers erste Amtszeit

In ihrer Wahlrede ließ Staffler die knapp vier Jahre ihrer ersten Amtszeit im Bundestag Revue passieren. Sie berichtete über turbulente Jahre, in denen man gefühlt von einer Krise in die nächste geschlittert sei. Sie erinnerte an die langwierige Regierungsbildung, den fraktionsinternen Streit über die Asylpolitik bis hin zur größten Krise, die die Welt seit langem erlebt hat: die Corona-Pandemie.

Staffler rief aber auch Positives in Erinnerung, wie beispielsweise das Baukindergeld, die Erhöhung der Mütterrente, die Wiedereinführung der Meisterpflicht für viele Gewerke, oder auch die teilweise Abschaffung des Soli. Auch habe sie die Kandidatur von Markus Söder als Kanzlerkandidat unterstützt. Dabei ging ihr es nicht um die Person, sondern um die Themen, die Inhalte und Überzeugungen, mit denen die CSU in den Wahlkampf ziehen will.

Staffler will sich für ihre Heimat stark machen

Staffler hofft nach der Bundestagswahl auf eine Zukunft, die nicht mehr von der Corona-Pandemie bestimmt wird. So wie früher wird es aber nicht mehr werden, sondern viel mehr eine „neue Normalität“ – auch in Stafflers Heimat. „Ich trage meine Heimat, die Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck, im Herzen und werde in Berlin mit allem, was ich habe, dafür kämpfen, dass wir stark aus dieser Krise in eine positive Zukunft gehen“, versprach Staffler am Ende ihrer Rede.

Dafür erhielt die 39-Jährige viel Applaus und dazu noch einen Blumenstrauß aus den Händen von Versammlungsleiter Benjamin Miskowitsch. Allerdings in der coronakonformen Variante: über zwei Meter zugeworfen. „Wie bei einer Hochzeit“, sagte Miskowitsch.

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