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Bundeswehr verlässt den Fliegerhorst Fürstenfeldbruck später als erwartet

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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Die Bundeswehr wird den Fliegerhorst Fürstenfeldbruck drei Jahre später verlassen als zuletzt gedacht. Das hat mehrere Gründe.

Fürstenfeldbruck/Berlin - War zuletzt die Rede von Komplett-Abzug der Bundeswehr vom Gelände des Fliegerhorsts in Fürstenfeldbruck Ende des Jahres 2023, so spricht das Bundesministerium der Verteidigung jetzt davon, das Gelände voraussichtlich im Jahr 2026 verlassen zu wollen. Das bestätigt die Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler (CSU).

Die Verzögerungen lägen auch am Baufortschritt an den Standorten in Kropp (Abbildende Luftaufklärung) und Untermeitingen (IT). Insgesamt seien Standortentscheidungen zuletzt überprüft worden. An der geplanten Gesamtschließung des Fliegerhorsts werde das aber nichts ändern. Teilnutzungen seien zuletzt immer wieder abgelehnt worden, sagte Staffler.

Dass Roth als geplanter neuer Standort der Offizierschule der Luftwaffe in der Verzögerungsliste nicht genannt wird, deutet darauf hin, dass die Schule früher als 2026 abziehen könnte.

Die Verzögerung gebe den Kommunen im Kreis Gelegenheit, über die Nachnutzung weiter nach zu denken, sagte Staffler. Sie wünscht sich größtmögliche Einigkeit bei den betroffenen Kommunen. Im Grundsatz gelte ja, dass das Miteinander zwischen Luftwaffe und Nachbarn immer gut gewesen sei.

In den zurück liegenden Wochen und Monaten war es in der Stadt Fürstenfeldbruck und in den Anlieger-Kommunen Maisach, Emmering und Olching bereits zu Verhandlungen über eine mögliche Zusammenarbeit bei der Nachnutzung des Fursty-Areals gekommen. Dabei wurde die Gründung eines Zweckverbands aber abgelehnt. Die von der Stadt favorisierte Kooperation in Form einer Arbeitsgemeinschaft war wiederum den Anlieger-Gemeinden nicht verbindlich genug.

Auch interessant: Zehn Transportflugzeuge des Typs A400M sollen bis zum Jahr 2028 auf dem Fliegerhorst Lechfeld bei Augsburg stationiert werden.

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