Am Fliegerhorst findet sich eine Übungsanlage.
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Am Fliegerhorst findet sich eine Übungsanlage.

Fürstenfeldbruck

Bundeswehr will Fursty-Schießanlage nicht aufgeben

  • vonStefan Reich
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Fürstenfeldbruck – Die Stadt sieht derzeit kaum eine Chance, zusammen mit dem Fliegerhorst auch das Areal der Schießanlage in Neu-Lindach in ihre Planungshoheit zu bekommen.

Fürstenfeldbruck - Zuletzt habe man im November mündlich mit der Bundeswehr verhandelt und zu hören bekommen, dass die Anlage auch weiterhin genutzt werden soll. Das teilte die Stadtverwaltung kürzlich im Konversionsausschuss mit. Die Freien Wähler, die das Thema per Antrag auf die Tagesordnung des Ausschusses gebracht hatten, sind der Ansicht, die Stadt solle aber nicht locker lassen und eine Übernahme weiterhin anstreben. Eine Schießanlage „mit Maschinengewehrfeuer am Badesee“ passe nicht mehr in die Zeit, sagte Markus Droth, Fraktionssprecher der Freien Wähler, unserer Zeitung.

Die Bundeswehr betreibt direkt nördlich an das Pucher Meer angrenzend die Standort-Schießanlage Neu-Lindach. Diese besteht zum einen aus dem eigentlichen Schießstand und aus einem Übungsgelände. Standortschießanlagen dienen der Ausbildung und der Übung vor allem mit Handwaffen für die Soldaten am jeweiligen Standort. Doch auch wenn der zugehörige Standort, nämlich der Fliegerhorst und die Offizierschule im Jahr 2026 vollständig geschlossen werden, will die Bundeswehr die Schießanlage weiter nutzen. Soldaten von anderen Standorten und auch Reservisten kommen zum Üben nach Fürstenfeldbruck. Ins Gespräch gebracht hatten die Freien Wähler die Schießanlage im September als Alternativfläche für den geplanten Kiesabbau im Rothschwaiger Forst.

Die Schießanlage liegt ebenfalls in einem Vorranggebiet für Kiesabbau. Auch das an die Anlage angrenzende, zum Naherholungsgebiet mit See umgestaltete Pucher Meer war einmal eine Kiesgrube. „Zwar sieht es inzwischen so aus, als würde sich eine andere Ausweichlösung anbieten“, sagt Markus Droth. Es gebe dem Vernehmen nach positive Signale, dass die Kiesgrube an der Kieswerkstraße nach Osten hin erweitert werden könne. Dann wären die Betreiber wohl bereit, auf ihre Rechte im Rothschwaiger Forst zu verzichten. Dennoch solle man weiter das Ende der Schießanlage anstreben. „Schießtourismus in einem städtischen Umfeld“ sei ein Unding, so Droth.  sr

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