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Hans Traxler ist Mitbegründer des Satire-Magazins Titanic.

Mitbegründer der Satirezeitschrift „Titanic“ 

Berühmter Cartoonist Hans Traxler stellt im Kunsthaus aus

Prominenter Besuch im Kunsthaus: Der Maler, Cartoonist und Illustrator Hans Traxler (86) stellt dort 80 Werke aus. Bei der Vernissage bekommt er zudem bekannte Unterstützung.

„Ammersee“: Ein Teil von Traxlers Werken, das seinen Bezug zur Region zeigt.

Fürstenfeldbruck – Mit dem Buch „Die Wahrheit über Hänsel und Gretel“ hatte er seinen Durchbruch, später war er einer der Mitbegründer der berühmten Satire-Magazine Pardon und Titanic. Er machte den Alt-Bundeskanzler Kohl zur Birne und war ein Teil der bekannten Neuen Frankfurter Schule. Hans Traxler hat so einiges in seinem Leben gemacht und das stets mit einem Augenzwinkern.

Nun werden ungefähr 80 seiner Comics und Drucke im Brucker Kunsthaus ausgestellt. Vom morgigen Freitag an bis 14. Mai können Karikaturliebhaber die ausgeliehenen Stücke aus dem caricatura Museum in Frankfurt bewundern.

Hans Traxler, der seit 1951 in Frankfurt wohnt, verbindet mit Bayern nicht nur seine Ausbildung in Regensburg, sondern auch seine regelmäßigen Urlaube am Ammersee. Er verbringt dort häufig zwei bis drei Monate und wohnt zur Miete bei dem befreundeten und nicht nur landkreisweit bekannten Musiker Hans Well.

Traxler ist Mitbegründer der Satirezeitschrift „Titanic“ 

Der inzwischen 86-Jährige ist des Zeichnens nicht müde, weiß Dr. Roland Morell, Vize-Vorsitzender des Fördervereins Kunsthaus. „Wenn man ihn besucht, sagt seine Frau stets, der Hans ist gerade beim Zeichnen.“ Morell war es auch, der die Idee für die Karikaturenausstellung hatte.

Traxler, der freie Malerei an der Städelschule in Frankfurt studierte, war schon früh klar, dass er sein Geld mit Zeichnen verdienen will. Mit dem befreundeten Verleger Hans A. Nikel veröffentlichte er Anfang der 1960er-Jahre „Schmunzelbücher“ mit Karikaturen und gründete mit ihm und anderen Zeichnern 1962 die Satirezeitschrift Pardon.

Nach rückläufigen Verkaufszahlen entschied sich Traxler Ende der 1970er-Jahre, mit Freunden aus der Neuen Frankfurter Schule ein Magazin zu gründen. Das bis heute verlegte „Titanic – Das endgültige Satiremagazin“ war geboren. Bis 1990 veröffentlichte Traxler Beiträge darin. Zu einer der berühmtesten Schöpfungen zählt die Parodie auf Alt-Kanzler Helmut Kohl als „Birne“.

Nach der Eröffnung gibt es eine Lesung

Nach der Titanic zog sich Traxler aus der politischen Satire zurück und widmete sich allgemeineren Themen. Er veröffentlichte viele Bildbände und Bücher und wurde mit zahlreichen Preisen prämiert.

Zur Eröffnungsfeier in Bruck ist auch ein alter Wegbegleiter von Traxler eingeladen: Dieter Hanitzsch, ebenfalls Karikaturist, Journalist und Buchautor. Er wird mit Traxler im Zwiegespräch über die Ausstellung reden. Anschließend folgt eine Lesung, und danach können sich die Besucher über zwei Stockwerke verteilt die Cartoons ansehen. Es wird auch einen Bücherverkauf von Traxlers aktuellsten Veröffentlichungen geben, alte Werke können bestellt werden.

Die Vernissage

findet am Freitag, 3. März, um 19 Uhr im Kunsthaus statt. Die Einführung dauert etwa eine halbe Stunde. Das Kunsthaus hat dienstags bis samstags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. An Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr.

von Tom Eldersch

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