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Bei der JU-Landesversammlung: Kreisvorsitzende Thuy Tran und ihr Stellvertreter Kai Görgen. 

Nachgefragt

Causa Seehofer: Brucker JU einig in der Uneinigkeit

Die Junge Union hat unlängst relativ unverhohlen den Rücktritt des  Ministerpräsidenten gefordert. Wie aber steht eigentlich der Brucker Kreisverband dazu? Ein Gespräch mit der Vorsitzenden Thuy Tran aus Germering.

-Waren Sie bei der Versammlung, in der Söder das Anti-Seehofer-Bestreben der JU lobte? Wie haben Sie es empfunden?

Ja, mein stellvertretender Kreisvorsitzender Kai Görgen und ich haben als Delegierte den JU-Kreisverband Fürstenfeldbruck auf der Landesversammlung vertreten. Eine solche Landesversammlung haben wir noch nie erlebt, noch nie war die Stimmung so angespannt und unruhig wie am letzten Wochenende.

-Stehen Sie hinter der Forderung an Seehofer, den Weg freizumachen?

Nein, der CSU-Parteivorstand hat kurz nach der Wahl einstimmig beschlossen, dass nach den Sondierungsgesprächen Personaldebatten geführt werden. Daran halten wir uns auch. Für Personaldebatten gibt es auch einen geeigneten Rahmen: der Parteitag mit Neuwahlen Mitte Dezember in Nürnberg.

- Glauben Sie, dass die Debatte zum richtigen Zeitpunkt losgetreten wurde?

Ich halte den Zeitpunkt für ungünstig, den Verhandlungsführer der CSU während den schwierigen Sondierungsgesprächen in Berlin anzugreifen.

-Wie, denken Sie, ist die Haltung im JU-Kreisverband? Wird das Thema hier diskutiert?

Wir haben darüber diskutiert, und wir sind uns einig, dass wir uns uneinig sind. Es gibt viele Möglichkeiten: Status quo, Doppelspitze/Ämtertrennung Parteivorsitzender und Ministerpräsident, personeller Neuanfang. Klar ist für uns: Die Grabenkämpfe müssen beendet werden, und die Führungsspitze der Partei muss sich nach den Jamaika-Sondierungen zusammensetzen und an einer Lösung arbeiten. Momentan schaden wir mit der öffentlichen Personaldiskussionen nur einem: nämlich uns selber.

Interview: Thomas Steinhardt

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