Verabschiedung

Chorgemeinschaft unter neuer Leitung

Sein Name ist untrennbar mit der Chorgemeinschaft Fürstenfeldbruck und ihren Neujahrskonzerten verbunden. Jetzt hat sich Klaus Linkel als musikalischer Leiter der Laiensänger aber zurückgezogen.

Fürstenfeldbruck – Ein radikaler Abschied ist es aber nicht – die Neujahrskonzerte wird der 69-Jährige weiterhin dirigieren. Klaus Linkel war 35 Jahre lang die musikalische Spitze der Chorgemeinschaft – so lange, wie vor ihm kein anderer in der 155-jährigen Geschichte der Formation. Zwei Proben in der Woche waren an der Tagesordnung. Diese Belastung tut sich Linkel, der Ende 2015 einen Hörsturz erlitten hatte, nun nicht mehr an.

Nach wie vor wird er aber das Programm für die Neujahrskonzerte zusammenstellen, die Arrangements schreiben und gegen Ende des Jahres die Leitung der Proben übernehmen. Und natürlich bei den Konzerten, die jeweils am 1. und 2. Januar im Stadtsaal stattfinden, vor seinen Sängern, den Solisten und dem Orchester am Pult stehen.

Die Nachfolge Linkels als musikalischer Leiter der Chorgemeinschaft hat Bernhard Westermaier übernommen, der in der Vergangenheit bereits als Jugendchorleiter tätig war. „Ich bin mir sicher, dass der Betrieb gut weiterläuft“, sagt Linkel. Er kennt Westermaier schon lange und weiß, wie er arbeitet. „Ich habe ihn mit ausgesucht.“

Zum Abschied bereitete die Chorgemeinschaft ihrem langjährigen Leiter einen rauschenden Abend mit vielen Ehrengästen und extra auf ihn zugeschnittenen musikalischen Beiträgen. Von Karl Weindler, dem Präsidenten des Bayerischen Sängerbundes, erhielt Linkel die Silberne Stimmgabel für besondere Verdienste als Chorleiter. Von der Chorgemeinschaft wurde er zum Ehrenchorleiter ernannt.

Hat der 69-Jährige denn nun mehr Ruhe und Zeit fürs Privatleben? „Im Augenblick noch nicht“, sagt Linkel und klingt dabei sehr fröhlich. Er hat noch immer genug zu tun – Projekte in der Region und in ganz Deutschland. Gut, 20 bis 30 Konzerte im Jahr will er nicht mehr leiten und auch nicht mehr auf Tournee gehen. „Aber fünf, sechs große Konzerte im Jahr mache ich schon noch.“

Das nächste ist ein Open Air im Schlosspark Haimhausen am 15. Juli – eine venezianische Nacht mit Werken von Rossini und Donizetti. Wie gewohnt, wird Linkel ein großes Orchester, Chor und Solisten dirigieren. (os)

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