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Aussehen, Konsistenz, Geschmack: Das sind die Kriterien, nach denen Qualitätsprüfer Manfred Stiefel und Bäckermeister Werner Nau und Franz Höfelsauer von der Kreishandwerkerschaft die Stollen überprüfen. 

Prüfung der Bäckerinnung 

Der Christstollen macht das Weihnachtsrennen

Im Foyer der Sparkasse an der Hauptstraße duftet es nach Mandeln und Marzipan. Die Bäckerinnung Fürstenfeldbruck hat am Donnerstag zu ihrer jährlichen Stollenprüfung geladen. Butterstollen, Mandelstollen, Marzipanstollen und viele weitere Sorten testet Qualitätsprüfer Manfred Stiefel für das Deutsche Brotinstitut.

Fürstenfeldbruck –  Das Ganze hat Tradition: Schon seit 50 Jahren gibt es die freiwillige Stollenprüfung. Heuer haben sechs der 15 Bäckereien der Bäckerinnung ihre Backwaren ins Rennen geschickt, insgesamt wurden 34 Stollen getestet. Stiefel, der seit zwölf Jahren hauptberuflich Brot und andere Backwaren prüft, muss dabei strenge Kriterien beachten: „Ich blende alle meine persönlichen Vorlieben aus, um möglichst objektiv zu bewerten“, erklärt der 55-Jährige.

Zuerst werden Aussehen und Konsistenz des Stollens begutachtet. Ist der Zucker gleichmäßig verteilt? Ist der Teig trocken oder saftig? Dann folgen die beiden wichtigsten Kriterien: Geschmack und Geruch. Ein Stollen kann maximal hundert Punkte erreichen.

Mit dem Ergebnis ist Stiefel insgesamt sehr zufrieden: „Die Stollen der Brucker Innung sind immer auf sehr hohem Niveau“, sagt er. 20 der 34 geprüften Stück erhielten ein „sehr gut“, 13 wurden mit „gut“ bewertet. Nur ein Stollen war schlechter und erhielt deshalb keine Note.

In der Vorweihnachtszeit testet Stiefel rund 1000 Stollen. „Der klassische Christstollen ist aber immer noch mein Lieblingsstollen“, sagt der Konstanzer. Auch Bäckermeister Werner Nau (55), der die Prüfung organisiert, mag Christstollen am liebsten. „Die Experimentierfreudigkeit der letzten Jahre hat abgenommen, die traditionellen Stollen verkaufen sich einfach am besten“, sagt er.

Während der Stollenprüfung können Passanten eine Scheibe Stollen für 50 Cent kaufen. Der Erlös von 224 Euro stockt die Bäckerinnung auf 500 Euro auf. Das Geld geht an Brucker „Bürger in Not“. Katharina Wohlfart

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