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Die Commerzbank hat neue Kunden gewonnen.

Fürstenfeldbruck

Commerzbank setzt auf Online-Angebote

  • Lisa Fischer
    vonLisa Fischer
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Rund sechs Monate war die Commerzbank-Filiale im vergangenen Jahr wegen Corona geschlossen. Trotzdem konnte die Bank über 140 neue Kunden gewinnen – dank ihrer Online-Angebote. Auch künftig setzt die Commerzbank verstärkt darauf.

Fürstenfeldbruck – Die Zahl der Commerzbank-Kunden, die eine App für ihre Bankgeschäfte nutzen, stieg im vergangenen Jahr in der Region um 26,5 Prozent. Das sagte Filialdirektorin Ramona Bosch bei einer Telefon-Pressekonferenz. Corona habe den digitalen Trend beschleunigt, ist sie sich sicher.

Knapp 100 Prozent der Firmenkunden würden Überweisungen nur noch online tätigen. Bei Privatkunden seien es mittlerweile bis zu 40 Prozent, die für eine Überweisung ihren PC anschalten oder das Smartphone zücken.

„Das Thema Digitalisierung bewegt uns schon seit Jahren“, sagte Bosch. Während der Corona-Krise habe die Nachfrage nach digitalen Angeboten stark zugenommen. „Für die Kunden ist es entscheidend, dass die Funktionen einfach zu nutzen sind“, erklärte Bosch. Selbst Kunden, die früher skeptisch gewesen seien, ihre Bankgeschäfte online zu tätigen, hätten sich während der Pandemie damit beschäftigt.

Sie hatten ja auch keine andere Option. Denn zum Schutz der Mitarbeiter war die Brucker Filiale im vergangenen Jahr rund sechs Monate lang geschlossen. „Somit bestand auch keine Möglichkeit ein Konto zu eröffnen“, sagte Bosch.

Eine weitere digitale Funktion, die die Commerzbank im vergangenen Jahr eingeführt hat, betrifft die Wertpapiere. „Diese können die Kunden jetzt ebenfalls per Smartphone kaufen und verkaufen“, erklärte Bosch. Das Angebot werde gut angenommen. Vor allem die jüngeren Kunden „wollen flexibel sein und jederzeit von unterwegs reagieren können.“ Außerdem habe man einen Trend bei den Unter-25-Jährigen bemerkt: So haben sich 39 Prozent von ihnen im vergangenen Jahr Aktien gekauft – 13 Prozent mehr als 2019.

Besonders auffällig: „Das Thema Nachhaltigkeit ist beim Aktienkauf deutlich im Fokus“, so Bosch. Kunden würden sich bei Wertpapieren und Fonds vermehrt fragen, in was sie eigentlich investieren. „Vor allem Medizintechnik, Künstliche Intelligenz (KI) oder Wasseraufbereitung haben an Bedeutung gewonnen“, berichtet die Filialdirektorin.

Ein großer Vorteil sei bei der digitalen Abwicklung der Bankgeschäfte der Zeitfaktor, so Bosch. Anstatt eines beispielsweise einstündigen Gespräches mit einem Kundenberater, müsse man nur noch zur Legitimation in der Filiale vor Ort erscheinen. Ein Vorgang von fünf bis zehn Minuten laut Bosch. Alles andere könne man online erledigen. „Das geht viel schneller.“

Für Firmenkunden hat die Commerzbank im vergangenen Jahr ein Onlineportal für KfW-Kredite in 48 Stunden auf die Beine gestellt. Unternehmen konnten so schnell Corona-Hilfen beantragen, die laut Ramona Bosch zeitnah bearbeitet wurden.

Wie seit dem Sommer bekannt, sollen deutschlandweit 300 der 750 Standorte geschlossen werden. Ob die Brucker Filiale davon betroffen ist, konnte Bosch noch nicht sagen. „Die Entscheidung wird erst im zweiten Halbjahr fallen.“

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