Das Rathaus Fürstenfeldbruck
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Das Rathaus Fürstenfeldbruck

Es geht um Raumluftreiniger an Schulen

Wichtige Corona-Unterlagen vorenthalten? Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Oberbürgermeister eingereicht

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Stadträtin Alexa Zierl (ÖDP) hat bei der Kommunalaufsicht eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Fürstenfeldbrucks Oberbürgermeister Erich Raff eingereicht.

Fürstenfeldbruck – Dabei geht es um die Anschaffung von Raumluftreinigern für die städtischen Grund- und Mittelschulen, die der Stadtrat im März beschlossen hat – auf Antrag der SPD aus dem vergangenen Sommer. Zierl wirft dem Rathauschef vor, dem Stadtrat über Monate hinweg entscheidungsrelevante Unterlagen vorenthalten zu haben.

Corona-Gefährdung von Lehrern und Kindern: Oberbürgermeister leitet Mail nicht an Stadtrat weiter

Bei diesen Unterlagen handelt es sich um eine Stellungnahme des Gemeinsamen Elternbeirats. Das Gremium hatte dem OB bereits Anfang November – so Zierl – seine Einschätzung zur Corona-Gefährdung von Lehrern und Kindern durch Aerosole in den Klassenzimmern dargelegt.

Diese Mail hatte der Rathauschef jedoch nicht an die Stadträte weitergeleitet. Der Stadtrat hätte demnach bereits im Dezember den Beschluss fassen können, da das Thema auf der Tagesordnung stand, so Zierl. „Dann hätte man die Geräte bereits zur Wiedereröffnung der Grundschulen Ende Februar anschaffen können.“

Fürstenfeldbruck: Hat Oberbürgermeister Corona-Beschlüsse verzögert und nicht vollständig umgesetzt?

Weiter wirft sie Raff vor, den Beschluss verzögert und nicht vollständig umzusetzen, da nur Raumluftreiniger für die Abschlussklassen gekauft werden. Das bedeute für die übrigen Schüler bei der Rückkehr zum Wechsel- und Präsenzunterricht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Der Stadtrat habe beschlossen, eine Anschaffung nicht am Geld scheitern zu lassen. (imu)

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