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Corona-Pandemie

Landkreis Fürstenfeldbruck als Corona-Hotspot: Sieben-Tage-Wert liegt fast bei 100

  • Helga Zagermann
    vonHelga Zagermann
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Landkreis – Die Zahl der mit Covid-19 Infizierten im Landkreis Fürstenfeldbruck steigt und steigt. Mittlerweile liegt die Sieben-Tage-Inzidenz fast bei 100.

Landrat Thomas Karmasin vermeldete am Samstag über die Sozialen Medien einen Sieben-Tage-Wert von 96. Der Schwellenwert für die Stufe 3 des „Rahmenhygieneplans Schulen“ liegt bei der Hälfte: Schon ab einem Wert von 50 steht die sogenannte Corona-Ampel auf Rot. Das bedeutet strenge Regeln zum Infektionsschutz und einhergehend teilweisen Distanzunterricht für die Schüler, wenn die Abstände in Klassenzimmern nicht eingehalten werden können. Auch der Betrieb von Kindertagesstätten ist eingeschränkt.

Im Hinblick auf die vom Landratsamt am Freitag erlassene Allgemeinverfügung betont Karmasin: „Es war daher richtig, dass wir weitere Maßnahmen getroffen haben, so wie es das Landesrecht vorsieht.“

Viele Bürger hätten sich am Freitag an die Kreisbehörde gewandt, so Karmasin: „Dabei halten sich die Befürworter stärkerer Maßnahmen in etwa die Waage mit den Menschen, denen unsere Verfügung zu weit geht.“ Das Landratsamt sei gezwungen, sich „an die Vorgaben zu halten, die die Bayerische Staatsregierung nach entsprechender wissenschaftlicher Beratung macht“. Er persönlich stehe auch hinter diesen Vorgaben, auch wenn einzelne Details sicher zu diskutieren seien. Der Appell des Landrats lautete: „Lassen wir uns jetzt nicht alle gegeneinander aufbringen, sondern üben wir uns in Geduld, auch wenn Corona vielen von uns viel abverlangt.“

Karmasin berichtete, dass sich viele Menschen auch deshalb an ihn und das Landratsamt wenden, „um eigene Ideen und Betroffenheiten zur Pandemiebekämpfung zu äußern“. Man würde alles aufnehmen und sammeln. Er bitte aber „um Verständnis, dass wir im Moment nicht in der Lage sind, alle Zuschriften zeitnah zu beantworten“. Besonders diejenigen Mitarbeiter, die sich im Gesundheitsamt und in anderen Abteilungen der Kreisbehörde um den Infektionsschutz kümmern, „muss ich derzeit von der Befassung mit virologischen Alternativvorschlägen frei halten“.

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