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Dieses Hotel in Dachau wird umfunktioniert.

Hilfskrankenhäuser

Corona-Krise in FFB: Hilfs-Krankenhäuser werden eingerichtet

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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In Reaktion auf die Corona-Krise hat das Landratsamt beziehungsweise die Führungsgruppe Katastrophenschutz weitere Maßnahmen ergriffen. Unter anderem werden Not-Krankenhäuser eingerichtet.

Fürstenfeldbruck - Insgesamt sind in der Brucker Klinik sechs Verstorbene mit positivem Corona-Befund registriert, davon hatte ein Patient seinen Wohnsitz im Landkreis Dachau. Zuhause verstorben sind drei Personen, wobei eine Frau davon in einem Altenheim starb, das als ihr Wohnsitz galt. Ein Mann war 65 Jahre alt, ein weiterer 79, alle weiteren Verstorbenen waren über 80, fünf Personen über 90 Jahre alt. Im Landkreis Fürstenfeldbruck sind dem Gesundheitsamt 512 Personen als positiv getestet gemeldet. Derzeit befinden sich im Klinikum 33 Patienten mit positivem Befund, fünf davon werden beatmet. 

Hilfskrankenhäuser in Höhenried und Dachau

Unterdessen soll die Reha-Klinik in Höhenried zu einem Hilfskrankenhaus für den Bereich des Rettungszweckverbandes Fürstenfeldbruck umgestaltet werden. Dieser Verband umfasst die Landkreise Starnberg, Dachau, Landsberg und eben Bruck. Weil Höhenried knapp außerhalb eines dieser Landkreise liegt, lobt Regierungspräsidentin Els die zweckverbandübergreifende Zusammenarbeit der Verantwortlichen. Für den nördlichen Teil des Zweckverbands soll in Dachau ein stillgelegtes Hotels in ein Hilfskrankenhaus umgewandelt werden. Dieses soll schon in der nächsten Woche in Betrieb gehen. Außerdem soll ein leer stehendes Hotel im Landkreis Fürstenfeldbruck als Reserve im Blick behalten werden. 

Weitere Teststelle geht in Betrieb

In Germering soll zu Beginn nächster Woche eine weitere Drive-Through-Stelle eingerichtet werden. Getestet werden dort nur Personen, die vom Hausarzt oder den Ärzten der Kassenärztlichen Vereinigung dafür vorgeschlagen wurden. Die Anmeldung für diese Stelle läuft also nicht über das Landratsamt. In der vom Landkreis seit 17. März betriebenen ersten Teststation sind bis Freitag 978 Personen getestet worden. 894 Ergebnisse liegen vor, 82 sind positiv. 

Führungsgruppe verteilt Material

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz hat coronabedingt außerdem bereits annähernd 12.000 Mundschutze, 2600 FFP-2-Masken, 1500 Liter Desinfektionsmittel, 460 Schutzanzüge und einige Handschuhpakete und Schutzbrillen verteilt. Oberste Priorität hat die Versorgung des Klinikums Fürstenfeldbruck, an zweiter Stelle stehen ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, danach kommen weitere Einrichtungen (etwa Heime und ambulante Wohngemeinschaften). 

Zelt am Klinikum geht in Betrieb

Das Zelt und der Container vor der Notaufnahme des Klinikums zur Ersteinschätzung von Patienten werden voraussichtlich ab Montag, in Betrieb genommen. Dort werden fußläufige Patienten und die, die mit Rettungswagen gebracht werden, ärztlich und pflegerisch gesichtet. Verdachtsfälle kommen in einen speziellen Bereich in der Notaufnahme, der nur für sie reserviert ist.

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