In Teilen Fürstenfeldbrucks herrscht Maskenpflicht.
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In Teilen Fürstenfeldbrucks herrscht Maskenpflicht.

Corona-Pandemie

Maskenpflicht in Fürstenfeldbruck - Nicht alle halten sich daran

  • Lisa Fischer
    vonLisa Fischer
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Seit Monaten gilt für zwei stark frequentierte Gebiete in Fürstenfeldbruck eine Maskenpflicht. Die meisten Menschen halten sich an die Regeln.

Fürstenfeldbruck – Maske vors Gesicht heißt es in der Brucker Innenstadt auf der Hauptstraße und auf dem Stockmeierweg bis zum Bahnhof. Das Gleiche gilt für den Geschwister-Scholl-Platz im Brucker Westen. Doch immer weniger Passanten tragen tatsächlich einen Mund-Nasen-Schutz. Spricht man die Personen auf die fehlende Maske an, reagieren sie zum Teil aggressiv. Vor allem in den Seitenstraßen fällt es vermehrt auf, dass Fußgänger wie selbstverständlich ohne Maske unterwegs sind.

Menschen sind genervt von den Maksenmuffeln

Viele Passanten sind von diesem Verhalten genervt, wenn sie beispielsweise an der Ampel mit Maske neben einem Mitmenschen ohne Mundschutz stehen. „Ich würde manchmal gerne etwas sagen“, sagt Georg Kölbl aus Biburg. Doch so eine Situation könne schnell eskalieren. Von seinem Arbeitsplatz aus hat der 29-Jährige die Hauptstraße in Bruck täglich im Blick und wundert sich, dass dort vermehrt Leute ohne Maske auf und ab gehen. „Klar kann man über den Sinn der Maskenpflicht diskutieren, aber ich für meinen Teil habe mich mittlerweile damit arrangiert.“

So mancher Fußgänger ohne Maske verweist auf die Radfahrer, die ohne Mundschutz durch die Masken-Zonen fahren. Doch Radfahrer sind von der Maskenpflicht ausgenommen. „Das ist auch gut so“, sagt eine Fahrradfahrerin, die in der Hauptstraße unterwegs ist. Vor einer Apotheke bleibt sie stehen, steigt ab und setzt pflichtbewusst sofort ihre Maske auf. „Aber Fahrradfahren mit Maske und Brille wäre schwierig, da die Gläser beschlagen.“ An das Prozedere mit Absteigen und Maske aufsetzen habe sie sich mittlerweile gewöhnt.

Seit 9. Februar wurden keine Verstöße mehr registriert

„Wir gehen dabei mit Vernunft und Fingerspitzengefühl vor“, sagt Vize-Inspektionsleiter Michael Fischer.

Drei bis fünf Mal pro Woche kontrolliert die Polizei die Einhaltung der Maskenpflicht. „Wir gehen dabei mit Vernunft und Fingerspitzengefühl vor“, sagt Vize-Inspektionsleiter Michael Fischer. Insgesamt würde sich der Großteil der Bürger an die Anordnung halten. Bei Maskenmuffeln genüge es in der Regel, dass Beamte sie ansprächen und auf die Pflicht hinwiesen. Dann würden sie meist einen Mund-Nasen-Schutz aufsetzen. Zeigt sich ein Passant uneinsichtig, und setzt keine Maske auf, begeht er eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld von 250 Euro rechnen.

Seit 9. Februar sind im Kreis-Ordnungsamt keine Meldungen über Verstöße gegen die Maskenpflicht mehr eingegangen, sagt Jana Zimmermann von der Abteilung Gesundheitswesen im Landratsamt. Das heißt, wenn jemand ohne Maske von der Polizei angetroffen wurde, ist darauf seit Anfang Februar keine Anzeige erfolgt. Das Ordnungsamt selbst führt keine Kontrollen durch.

ÖDP-Politikerin kritisiert die Maskenpflicht in Fürstenfeldbruck

Angeordnet wurde die Maskenpflicht vom Landratsamt. Anfang Januar diskutierte jedoch der Brucker Stadtrat über die Maßnahme. Parteiübergreifend hätten sich Mitglieder gegen die Maskenpflicht ausgesprochen, berichtet Alexa Zierl (ÖDP). „Es wäre besser, wenn man nach Verlassen des Geschäfts die Maske absetzen kann.“ Besonders für ältere Menschen sei eine Maskenpause gut. Möglicherweise würde der ein oder andere automatisch nach Verlassen des Ladens in der Pflicht-Zone die Maske vom Gesicht nehmen, um durchzuatmen.

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