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Häufig wird beim Einkaufen der Mindestabstand nicht eingehalten. (Symbolfoto)

Vorsichtsmaßnahmen wegen Corona

Kunden beklagen zu wenig Abstand – Supermarkt widerspricht

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Nicht immer kann der nötige Sicherheitsabstand in den engen Supermarktgängen eingehalten werden. Ein Trend gibt jedoch Grund zur Hoffnung, dass sich das Problem von alleine löst. 

Landkreis– Der Lebensmitteleinkauf gehört dieser Tage zu den wenigen Dingen, die im Kampf gegen Covid-19 im öffentlichen Raum noch erlaubt sind. Allerdings müssen in den Supermärkten, wo viele Menschen aufeinander treffen, strenge Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz von Personal und Kunden gewahrt werden. Dazu gehört die Einhaltung des Mindestabstands von 1,50 Meter.

Die Umsätze in den AEZ-Filialen gehen zurück

Immer wieder erreichen das Tagblatt derzeit Beschwerden, dass dies in den Lebensmittelmärkten jedoch gar nicht möglich sei. Zu volle Gänge, Distanz wahren zwischen Tiefkühlpizza und Dosenregal – noch dazu mit Einkaufswagen – sei manchmal eine Herausforderung.

AEZ-Geschäftsführer Udo Klotz nimmt auf Tagblatt-Nachfrage Stellung zu diesem Thema. „Das kann eigentlich nicht sein, weil die Umsätze zurückgehen.“ Es zeichne sich ein klarer Trend ab, der auch zur allgemeinen Lage passt: Es kommen weniger Menschen zum Einkaufen, die geben allerdings mehr Geld aus. Sprich: Die Kunden kaufen nicht nur fürs Abendessen ein, sondern auf Vorrat.

Frühzeitig auf die Lage reagiert

Außerdem würden immer mehr die frühen Morgenstunden nutzen, weil da einfach weniger los sei. Dass auch mal wieder mehr Menschen an der Kasse warten, ließe sich nicht verhindern. Auch dass es in einzelnen Abteilungen zu einem Auflauf komme, in anderen aber gähnende Leere herrsche, sei zu beobachten. „Viel größer können unsere Geschäfte aber nicht mehr sein.“ Zu Klotz’ Verantwortungsbereich gehören auch das AEZ im Ikarus-Center in Puchheim und das im Germeringer GEP.

Man habe sich frühzeitig auf die aktuelle Lage eingerichtet. Als einer der ersten Supermarkt-Betreiber habe man Schutzscheiben für die Kassierer montiert und Abstandsstreifen auf den Boden geklebt. „Wir waren da absolut vorbildlich.“

Personal wird aggressiv angegangen

Klotz hat allerdings noch etwas anderes festgestellt: „Die Nerven der Kunden liegen blank.“ Immer häufiger würde das Personal aggressiv angeredet. „Wenn Kunden zum Beispiel zum dritten Mal in den Laden kommen und wieder nicht ihr Toilettenpapier vorfinden.“ Da sei die Toleranzschwelle zunehmend gesunken.

Klotz betont aber auch: Wenn es das eine bestimmte Toilettenpapier nicht mehr gibt, ist aber zumindest eine Alternative da.

Weiter Infos zum Thema Corona im Landkreis finden Sie in unserem Ticker.

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