1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck
  4. Fürstenfeldbruck

Coronavirus in Fürstenfeldbruck: 71 neue Fälle - Viele Patienten in Kreisklinik

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Thomas Benedikt, Thomas Steinhardt

Kommentare

Coronavirus - Intensivstation
Ein Arzt behandelt einen Covid-Patienten auf einer Intensivstation. © Beispielfoto: Matthias Balk

Experten sprechen von der vierten Welle der Pandemie. Der Ticker gibt Auskunft über aktuelle Entwicklungen im Landkreis Fürstenfeldbruck.

Update 3. Dezember: Das Gesundheitsamt meldet 71 neue Infektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis beträgt nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts 407,73 pro 100 000 Einwohner. Es liegen bei vier der neu gemeldeten Fälle Hinweise auf einen Impfdurchbruch vor. Davon ist eine Person coronabedingt stationär behandlungsbedürftig. Je ein Corona-Fall aufgetreten ist in vier Schulen und in einem Kindergarten. In der Kreisklinik werden 32 Personen mit Covid-Befund behandelt, sechs davon müssen beatmet werden. Als im Landkreis vollständig geimpft gelten 61,30 Prozent der Gesamtbevölkerung. Insgesamt wurden 32 136 Auffrischungsimpfungen vorgenommen. Das entspricht 14,67 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Inzidenz der Ungeimpften liegt im Landkreis nach privater Berechnung bei 1036,35, die der Geimpften bei 23,66. Ministerpräsident Söder hat sich zur Lage geäußert. Außerdem bietet das Landratsamt wieder verschiedene Impfaktionen direkt vor Ort an.

Update 2. Dezember: Ein Mann (64) ist mit Covid-Befund gestorben. Das Gesundheitsamt meldet 135 neue Corona-Fälle. Die sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis FFB beträgt nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts 445,91 pro 100 000 Einwohner. Unter den Neu-Infizierten ist ein Rückkehrer aus der Türkei. Sieben Schulen, zwei Kindergärten und ein Hort sind jeweils von einem neuen Corona-Fall betroffen (bei einer Schule davon jeweils ein Fall in drei verschiedenen Klassen). Es liegen bei vier der heute neu gemeldeten Fälle mit Symptomen Hinweise auf einen Impfdurchbruch vor. Die betroffenen Personen sind nicht coronabedingt stationär behandlungsbedürftig. In der Kreisklinik werden 32 Personen mit Covid-Befund behandelt, davon müssen fünf beatmet werden. Als im Landkreis vollständig geimpft gelten 61,22 Prozent der Gesamtbevölkerung. Insgesamt wurden bislang  30 523 Auffrischungsimpfungen verabreicht. Das entspricht 13,93 Prozent der Gesamtbevölkerung. Ins Impfzentrum dürfen jetzt nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete. Derzeit sind im Landkreis bekanntermaßen 1989 Personen mit dem Virus infiziert (Die Zahlen in den Orten findet man hier). Auf Bundes- und Länderebene wird über neue Regeln diskutiert. Die Inzidenz der Ungeimpften liegt nach privater Berechnung im Landkreis bei 1131,49, die der Geimpften bei 25,18.

Soldaten helfen im Impfzentrum

Statt weißen Kitteln tragen diese Helfer Tarnanzug: 20 Soldaten aus der Offiziersschule am Fliegerhorst unterstützen seit Kurzem das Team des Corona-Impfzentrums in Fürstenfeldbruck. Wie Stabsfeldwebel Wolfgang Ritter erklärt, helfen die Militärangehörigen vor allem bei der Dokumentation, beim Check-Out, an der Hotline und bei Verwaltungstätigkeiten. Die Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaftssoldaten bleiben mindestens bis Mitte Dezember – wahrscheinlich aber länger.

Update 1. Dezember: Eine Frau (75) ist mit Covid-Befund gestorben. Gegenüber dem Vortag sind 188 neue Fälle bekannt geworden. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis FFB beträgt nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts 458,18 pro 100 000 Einwohner.  Es liegen bei vier der heute neu gemeldeten Fälle Hinweise auf einen Impfdurchbruch mit Symptomen vor. Davon ist eine Person coronabedingt stationär behandlungsbedürftig. Es sind neun Schulen von einem neuen Corona-Fall betroffen (bei einer Schule davon jeweils ein Fall in zwei verschiedenen Klassen). In einer Kita wurden außerdem drei Mitarbeiter positiv getestet. In der Kreisklinik werden 29 Patienten mit Covid-Befund behandelt, fünf davon müssen beatmet werden. Als doppelt geimpft gelten im Landkreis 61,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. Insgesamt wurden bislang  27 659 Auffrischungsimpfungen vorgenommen. Das entspricht 12,63 Prozent der Gesamtbevölkerung. Bei der mobilen Impfaktion in Olching am Anfang der Woche wurden 604 Dosen verabreicht. 104 davon waren Erstimpfungen Die Inzidenz der Ungeimpften liegt im Landkreis nach privater Berechnung bei 1161,06, die der Geimpften bei 25,21.

3G-Regel im Impfzentrum

Das Impfzentrum Fürstenfeldbruck ist in der jetzigen Situation mehr denn je als besonders kritische Infrastruktur zu betrachten, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts. Infektionen des Personals sowie der Impflinge im Impfzentrum würden einen herben Rückschlag in der Impfkampagne bedeuten und müssen unter allen Umständen vermieden werden. Neben den ohnehin hohen Hygienestandards wird ab sofort auch die in allen Einrichtungen des Landratsamtes geltende 3G-Regel umgesetzt.

Dies bedeutet, dass alle Personen, die zur Erst- oder Zweitimpfung kommen und demnach noch keinen vollständigen Impfschutz haben, einen aktuellen Testnachweis über einen negativen Coronatest vorlegen müssen.

Vor Ort werden Schnelltests angeboten. „Wir bitten zu beachten, dass die Regelungen auch für begleitende Kinder gelten. Dies gilt dem Schutz der Impflinge, des Personals, aber auch den Kindern selbst“, so das Landratsamt.

Das Impfzentrum sei derzeit wieder hoch frequentiert. Bis zu 1000 Personen werden pro Tag, an sieben Tagen in der Woche geimpft.

Update 30. November: Zwei Männer (73, 81) sind mit Covid-Befund gestorben. Gegenüber dem Vortag sind 131 neue Corona-Fälle bekannt geworden. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis beträgt nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts 455,91 pro 100 000 Einwohner. Es liegen bei acht der neu gemeldeten Fälle Hinweise auf einen Impfdurchbruch vor. Davon sind zwei Personen coronabedingt stationär behandlungsbedürftig. In sieben Schulen ist jeweils ein Corona-Fall aufgetreten (bei zwei Schulen jeweils ein Fall in zwei verschiedenen Klassen). In der Kreisklinik werden 28 Personen mit Covid-Befund behandelt, sechs davon müssen beatmet werden. Die Inzidenz der Ungeimpften im Landkreis liegt nach privater Berechnung bei 1154,98, die der Geimpften bei 23,76. Als vollständig geimpft gelten im Landkreis 61,04 Prozent der Gesamtbevölkerung. Bislang wurden  25 960 Auffrischungsimpfungen vorgenommen. Das entspricht 11,85 Prozent. An diesem Dienstag wird über mögliche neue Regelverschärfungen diskutiert. Bei Fragen zum Thema Impfen kann man sich an das Landratsamt wenden.

Neue Test-Stationen

In Fürstenfeldbruck sind drei neue Teststationen entstanden - und zwar an der Bahnhofstr. 22, an der Viehmarktstr. 3 und an der Maisacherstr. 112. Weitere Informationen unter coronateststelle-bayern.com; Eine (nicht abschließende) Übersicht über Teststellen in der Region findet sich auf der Seite des Landratsamts.

Update 29. November: Gegenüber Freitag meldet das Gesundheitsamt 372 neue Corona-Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis beträgt nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts 452,73 pro 100 000 Einwohner. Es liegen bei zwölf der heute neu gemeldeten Fälle, die Symptome aufweisen, Hinweise auf einen Impfdurchbruch vor. Die betroffenen Personen sind nicht coronabedingt stationär behandlungsbedürftig. Am Gymnasium Gröbenzell und am Graf-Rasso-Gymnasium in Bruck wurde je ein Schüler positiv getestet. Weil beide Male in der selben Klasse bereits ein Fall aufgetreten war, müssen alle Schüler aus den beiden Klassen in Quarantäne. In vier Kindertagestätten sind Mitarbeiter beziehungsweise Kinder infiziert. Es folgt Quarantäne. Aktuell sind neun weitere Schulen und fünf Kitas von je einem Corona-Fall betroffen. Außerdem ist es in zwei Seniorenheimen zu einem größeren Ausbruch gekommen. Aktuell gelten 26 Bewohner sowie 15 Mitarbeiter in insgesamt sechs Senioren-Einrichtungen als positiv getestet. Zuletzt mit Covid-Befund gestorben ist eine 83-Jährige. In der Kreisklinik werden 27 Personen mit Covid-Befund behandelt, fünf davon müssen beatmet werden. Als im Landkreis vollständig geimpft gelten 60,99 Prozent der Gesamt-Bevölkerung. Insgesamt haben bislang 24 274 Personen eine Auffrischungsimpfung erhalten. Das entspricht 11,08 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Inzidenz der Ungeimpften liegt im Landkreis nach privater Berechnung bei 1151,50, die der Geimpften bei 20,06. Zuletzt war der Andrang auf eine Sonder-Impfaktion in Germering groß. Am Dienstag soll es zu einem Corona-Gipfel kommen. Ein Youtube-Video beschäftigt sich mit Fragen rund ums Impfen.

Update 26. November: Das Gesundheitsamt meldet 155 neue Corona-Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis FFB beträgt nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts 453,64 pro 100.000 Einwohner. Es liegen bei sechs der heute neu gemeldeten Fälle Hinweise auf einen Impfdurchbruch mit Symptomen vor. Davon ist eine Personen coronabedingt stationär behandlungsbedürftig.  Acht Schulen und sechs Kitas sind neu von einem neuen Corona-Fall betroffen. Mit Covid-Befund gestorben sind vier Frauen (81, 77, 98, 86). In der Kreisklinik werden 30 Personen mit Covid-Befund behandelt, sechs davon müssen beatmet werden. Als im Landkreis vollständig geimpft gelten 60,83 Prozent der Gesamtbevölkerung. Im Impfzentrum wurden bislang 6522 Auffrischungsimpfungen vorgenommen, in Arztpraxen 13 437. Die Inzidenz der Ungeimpften liegt im Landkreis nach privater Berechnung bei 1152,59, die der Geimpften bei 17,88. Unterdessen sorgt eine neue Virus-Variante für Aufsehen.

Impfen für Kinder unter zwölf Jahren

Beim Landratsamt und beim Impfzentrum rufen sehr viele Menschen an, um sich nach den Impfmöglichkeiten für Kinder unter zwölf Jahren zu erkundigen. Das Landratsamt weist deshalb auf folgendes hin:

Die ärztliche Leitung des Impfzentrums begrüßt alle Schritte, die unternommen werden, damit ein Impfstoff für Kinder ab fünf Jahren zugelassen und durch die STIKO empfohlen werden kann.

Aktuell hat sich an der rechtlichen Situation aber noch nichts geändert.

Es ist noch kein zugelassener Impfstoff für diese Altersgruppen vorhanden und es gibt keine generelle Impfempfehlung für diese Zielgruppe.

Dies bedeutet: die Impfung von Personen unter zwölf Jahren ist derzeit nur dann möglich, wenn für ein Kind ein besonderes Risiko besteht. Dies kann beispielsweise in Vorerkrankungen, speziellen Kontaktsituationen oder anderen, individuellen Faktoren liegen.

Die Entscheidung über die Durchführung wird im Impfzentrum getroffen. Den formalen Anforderungen und der strengen Nutzen-Risiko-Bewertung im Rahmen eines vorgeschriebenen Arzt-Patienten- beziehungsweise Arzt-Eltern-Gespräch kommen dabei eine große Bedeutung zu.

Zur Terminvereinbarung wenden sich die Bürger bitte nach vorheriger Registrierung unter www.impfzentren.bayern an die Telefonhotline des Impfzentrums unter 08141/519 7100. Die Telefone sind aufgestockt, derzeit jedoch trotzdem sehr stark ausgelastet.

Das Impfzentrum hat den geplanten „Kinderimpfstoff“ bereits jetzt in ausreichender Menge bestellt und alle Vorkehrungen organisatorischer und personeller Art getroffen, um ab dem Moment der Zulassung auch Kindern ab fünf Jahren in großer Zahl zeitnah ein entsprechendes Impfangebot machen zu können.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen eine problemlose Anwendung und äußerst gute Verträglichkeit des Impfstoffes auch bei kleineren Kindern. Das Impfzentrum erwartet eine hohe Wirksamkeit und Schutz der Kinder vor Covid-19.

Bereits jetzt ist die Nachfrage sehr hoch; das Impfzentrum ist dankbar, wenn die Ärzte dort hoffentlich demnächst auch dieser Zielgruppe den Schutz bieten können, auf den sie schon lange wartet.

Update 25 November: Es gibt wieder einen Todesfall mit Covid-Befund. Ein 70-jähriger Mann ist verstorben, wie das Landratsamt mitteilt. Im Vergleich zum Vortag sind 162 neue Corona-Fälle im Landkreis hinzugekommen, 158 davon sind ungeimpft. Von den vier Impfdurchbrüchen mit Symptomen ist eine Person coronabedingt stationär behandlungsbedürftig. Nach privaten Berechnungen beträgt die Inzidenz für Geimpfte 20,88, die für Ungeimpfte 1179,15. Neue Fälle sind an drei Schulen aufgetreten, es sind allerdings keine Quarantänemaßnahmen für ganze Klassen nötig. Auch an vier Kitas gibt es neue Corona-Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts 466,36. Im Klinikum werden 24 Menschen wegen Covid-19 behandelt werden. Sechs von ihnen werden beatmet. Als vollständig geimpft gelten im Landkreis 133.152 Menschen (60,78 Prozent). Ihre Auffrischungsimpfung haben bislang 6.377 Personen im Impfzentrum und 12.190 Personen in Arztpraxen erhalten. Das Landratsamt hat zudem eine Videoaktion ins Leben gerufen, bei der Ärzte Fragen rund ums Thema Impfen beantworten. Unterdessen wird auf den wachsenden Bedarf an Schnelltests reagiert. Während beim Schnelltestzentrum am Kloster in Fürstenfeldbruck ein Riesenandrang herrscht, wird in Olching ein neues Drive-In-Testzentrum eröffnet. Die Zahlen in den Orten gestalten sich wie folgt:

Der Stand am 25. November.
Der Stand am 25. November. © lra/mm

Update 24. November: Die Zahl der mit Covid-Befund verstorbenen Personen steigt weiter an. Zuletzt starben ein Mann und eine Frau (85 und 75). Das Gesundheitsamt meldet 183 neue Corona-Infektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis FFB beträgt nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts 461,36 pro 100.000 Einwohner. Es liegen bei zwei der neu gemeldeten Fälle Hinweise auf einen Impfdurchbruch vor. Die betroffenen Personen sind nicht coronabedingt stationär behandlungsbedürftig. Bei den am Vortag gemeldeten zwei Fällen an der Grundschule Maisach handelt es sich um zwei Schüler, nicht wie fälschlicherweise gemeldet um zwei Mitarbeiter. An der Quarantäne für die gesamte Klasse ändert das aber nichts, so das Landratsamt. In Eichenau an der Josef-Dering-Grundschule wurden zwei Schüler wurden positiv getestet. Es folgt Quarantäne für gesamte Klasse. Bislang hat das Landratsamt nur Fälle aus Schulen oder Kitas gemeldet, die Quarantäne für ganze Klassen oder Gruppen nach sich zogen. Um einen Gesamteindruck über das Infektionsgeschehen in den Einrichtungen zu geben, wird künftig auch die Summe der Schulen und Kitas genannt, die aktuell von einem Corona-Fall betroffenen sind. Aktuell betrifft dies elf weitere Schulen und fünf Kitas. In der Kreisklinik werden 28 Patienten mit Covid-Befund behandelt, davon müssen sechs beatmet werden. Als im Landkreis vollständig geimpft gelten 60,67 Prozent der Gesamtbevölkerung. Im Impfzentrum wurden bislang 5464 Auffrischungsimpfungen vorgenommen. In Arztpraxen sind es 10 806. Es gibt wieder Sonder-Impftermine in verschiedenen Orten. Die Inzidenz der Ungeimpften liegt nach privater Berechnung im Landkreis bei 1162,94, die der Geimpften bei 20,92.

Update 23. November: Das Landratsamt meldet fünf neue Todesfälle. Mit Covid-Befund verstorben sind drei Männer und zwei Frauen (81, 83, 90, 92 und 97). Als gegenüber dem Vortag neu infiziert gelten 124 Personen. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis FFB beträgt heute nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts 493,64 pro 100.000 Einwohner. Es liegen bei drei der heute neu gemeldeten Fälle Hinweise auf einen Impfdurchbruch vor. Die betroffenen Personen sind nicht coronabedingt stationär behandlungsbedürftig. In Maisach an der Grundschule muss eine gesamte Klasse in Quarantäne. In der Kreisklinik werden 27 Personen mit Covid-Befund behandelt, davon müssen sieben beatmet werden. Zehn Soldaten der Bundeswehr werden ab Mittwoch das Impfzentrum unterstützen. Die Kreisklinik hat wegen der angespannten Lage ein Besuchsverbot verhängt. In den Testzentren werden auch Personen mit Symptomen getestet. Der Chef des ärztlichen Kreisverbands spricht sich in einem Interview fürs Impfen aus. Die Inzidenz der Ungeimpften liegt im Landkreis nach privater Berechnung bei 1245,28, die der Geimpften bei 20,93. Als im Landkreis vollständig geimpft gelten 60,63 Prozent der Gesamtbevölkerung. Ministerpräsident Söder hat die neuen Regeln im Landtag erklärt.

Update 22. November: Vier Männer (72, 82, 82 und 93 Jahre alt) mit Covid-19-Befund im Landkreis Fürstenfeldbruck sind über das Wochenende gestorben. Das teilt das Landratsamt mit. Seit Freitag sind 374 neue Corona-Fälle im Landkreis hinzugekommen. 365 von ihnen sind ungeimpft. Zwei der neun Impfdurchbrüche müssen coronabedingt stationär im Krankenhaus behandelt werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis FFB beträgt heute nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts 505,45 pro 100.000 Einwohner. Nach privaten Berechnungen beträgt die Inzidenz der Ungeimpften 1270,02 und die der Geimpften 23,93. Auch an Schulen sind wieder einige Fälle aufgetreten: Jeweils einer am Viscardi-Gymnaisum in Fürstenfeldbruck, an der Rudolf-Steiner-Schule in Gröbenzell und an der Grundschule an der Martinstraße in Olching. In allen drei Fällen war es bereits der zweite positive Corona-Befund innerhalb einer Klasse, weshalb die betroffenen Schulklassen in Quarantäne müssen. An der Grundschule Graßlfing sind in zwei Klassen jeweils zwei Schüler positiv getestet. Auch diese Klassen müssen in Quarantäne. Neue Fälle gibt es auch in Asyl-Unterkünften im Landkreis. So wurden in der bereits betroffenen Einrichtung in Maisach zwei weitere Bewohner positiv getestet. Im Ankerzentrum in Fürstenfeldbruck wurde bei einem Kind Corona nachgewiesen. Im Klinikum werden derzeit 28 Menschen mit Covid 19 behandelt, vier von ihnen müssen beatmet werden. Im Landkreis sind mittlerweile 60,59 Prozent der Bevölkerung doppelt geimpft. Ihre Auffrischungsimpfung haben bislang 4911 Menschen in den Arztpraxen und 9449 Menschen im Impfzentrum erhalten. Die Inzidenz der Ungeimpften liegt im Landkreis nach privater Berechnung bei 1270,02, die der Geimpften bei 23,93.

Update 19. November: Gegenüber dem Vortag sind 183 neue Corona-Fälle bekannt geworden. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis FFB beträgt nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts 491,36 pro 100.000 Einwohner. 173 der neuen Infizierten sind nicht geimpft. Die Personen, die einen Impfdurchbruch mit Symptomen haben, sind nicht coronabedingt stationär behandlungsbedürftig. Am Carl-Spitzweg-Gymnasium in Germering muss eine ganze Klasse in Quarantäne. Hier wurde ein Schüler positiv getestet, nachdem es kurz zuvor schon einen Fall in der Klasse gegeben hatte. In einer Kita wurde ein Mitarbeiter positiv getestet. Für die betroffene Gruppe muss eine Quarantänemaßnahme angeordnet werden. In der Kreisklinik werden 20 Personen mit Covid-Befund behandelt, davon müssen vier beatmet werden. Im Landkreis gelten 60,46 Prozent der Gesamtbevölkerung als doppelt geimpft. In diese Zahl sind diejenigen Personen, die sich etwa bei einem Betriebsarzt außerhalb des Landkreises haben impfen lassen, nicht eingerechnet. Im Brucker Impfzentrum wurden bislang 4272 Auffrischungsimpfungen vorgenommen, in Arztpraxen 8611. Bayernweit betrachtet liegt die Impfquote auf die Gesamtbevölkerung berechnet bei 65,9 Prozent. Bei den Zwölf- bis 17-Jährigen liegt die Quote bei 42,1, bei den 18- bis 59-Jährigen bei 72,7 und bei den über 60-Jährigen bei 83,5 Prozent (Quelle: LGL).

Mobiles Impfen in Puchheim

Am Samstag, 20.11.2021, führt das Impfzentrum Fürstenfeldbruck eine mobile Impfaktion im Ikarus-Center, Dornierstraße 3, 82178 Puchheim, von 9.30 bis 15 Uhr, durch.

Es werden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen angeboten. Zur Auswahl stehen der mRNA Impfstoff von Biontech/Pfizer sowie der Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson.

Eine Terminvereinbarung ist nicht erforderlich, jedoch werden Bürger gebeten, sich vorab unter www.impfzentren.bayern zu registrieren, damit die persönlichen Daten schon im System gespeichert sind. Es muss mit Wartezeiten gerechnet werden.

Derzeit sind im Landkreis FFB 2415 Personen bekanntermaßen mit dem Coronavirus infiziert (Zahlen in den Orten siehe Tabelle). Angesichts der hohen Zahlen in ganz Bayern hat Ministerpräsident Markus Söder schärfere Regeln angekündigt. Die Inzidenz der Ungeimpften liegt bayernweit laut LGL bei 1468,9, die der Geimpften bei 109,7. Im Landkreis liegt das Verhältnis nach privater Berechnung bei 1222,43 (ungeimpft) zu 28,48 (geimpft). Die bayerische Krankenhausampel steht auf rot.

Der Stand am 18. November 2021.
Der Stand am 18. November 2021 (zum Vergrößern rechts oben klicken, am Freitag für Donnerstag nachgereicht). © mm/lra

Update 18. November: Das Gesundheitsamt meldet 151 neue Corona-Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis FFB beträgt nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts 493,64 pro 100 000 Einwohner. 147 der neuen Infizierten sind nicht geimpft. Die Personen, bei denen ein Impfdurchbruch mit Symptomen vorliegt, sind nicht stationär behandlungsbedürftig. In zwei Kitas wurde jeweils ein Kind positiv getestet. In beiden Fällen mussten für die betroffenen Gruppen Quarantänemaßnahmen angeordnet werden. Ein Senioren- beziehungsweise Pflegeheim ist von einem größeren Ausbruch betroffen. Dort gelten aktuell 28 Bewohner sowie 13 Mitarbeiter als positiv getestet. Ein Kind aus einer Maisacher Asylunterkunft wurde ebenfalls positiv getestet. Die Kontaktpersonen werden ermittelt. Drei Menschen sind mit Covid-Befund gestorben: Eine 92-Jährige, ein 80-Jähriger und eine 72-Jährige. In der Kreisklinik werden 20 Personen mit Covid-Befund behandelt, davon müssen fünf beatmet werden. Ein Arzt aus der Klinik spricht angesichts der Entwicklung von einer beängstigenden Perspektive. Außerdem sind die Ministerpräsidenten wegen der Pandemie zusammen gekommen.

Neue Öffnungszeiten des Impfzentrums

Mittlerweile herrscht wieder großer Andrang im Impfzentrum. Das Landratsamt als Betreiber hat deshalb die Kapazität drastisch ausgeweitet. Ab kommender Woche sollen dort rund 4000 Impfungen pro Woche möglich sein.

Die Kreisbehörde weist darauf hin, dass Impfwillige sich unter www.impfzentren.bayern registrieren müssen. Wer kein Internet hat, kann sich unter Telefon (0 81 41) 5 19 71 00 anmelden. Dort ist aber mit Wartezeiten zu rechnen. Wer geimpft werden will, soll seinen Ausweis und Nachweise über bisherige Corona-Impfungen mitbringen. Das Landratsamt empfiehlt, im Internet öfter nachzusehen. Es würden laufend neue Termine eingestellt.

Geöffnet ist das Impfzentrum ab kommenden Dienstag zu diesen Zeiten: Montag 12 bis 19 Uhr, Dienstag 7 bis 14 Uhr, Mittwoch 13 bis 20 Uhr, Donnerstag 8 bis 15 Uhr, Freitag 13 bis 20 Uhr, Samstag 9 bis 16 Uhr und Sonntag: 9 bis 16 Uhr.

Update 17. November: Das Zahl der Neuinfektionen bleibt hoch. Gegenüber dem Vortrag meldet das Gesundheitsamt 254 neue Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis FFB beträgt nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts 555,45 pro 100 000 Einwohner. 252 der neuen Infizierten sind ungeimpft. Zwei Personen mit Impfdurchbruch sind coronabedingt stationär behandlungsbedürftig. Drei Schulklassen müssen in Quarantäne. Eine in der Waldofschule Gröbenzell (ein neuer Fall, aber der zweite innerhalb kurzer Zeit) und zwei an der Realschule in Puchheim (mehrere Kinder positiv). Außerdem wurde ein Kind an einer Kita positiv getestet. In der Kreisklinik werden 20 Patienten mit Covid-Befund behandelt, vier davon müssen beatmet werden. Als vollständig geimpft gelten im Landkreis 132 104 Personen oder 60,30 Prozent der Gesamtbevölkerung. Landrat Thomas Karmasin hat sich mit einem Impf-Appell an die Bevölkerung gewandt. Die bayerische Krankenhaus-Ampel steht auf rot. Die Inzidenz der Ungeimpften liegt im Landkreis nach privater Berechnung bei 1392,57, die der Geimpften bei 21,79.

Strengere Besuchsregeln in der Kreisklinik

Zum 16. November 2021 wurde die Besuchsregelung im Klinikum Fürstenfeldbruck dem derzeitigen Infektionsgeschehen angepasst: Es gilt nun die 2Gplus-Regel für alle Besucher ab zwölf Jahren. Das bedeutet, dass nur noch vollständig geimpfte oder genesene Personen Zutritt haben. Beim Besuch sind entsprechende Nachweise und zusätzlich ein tagesaktueller negativer Antigen-Schnelltest vorzulegen. Die Detailregelungen sind wie gewohnt auf der Homepage der Klinik unter www.klinikum-ffb.de zu finden.

Bei der Kommunikation zum geänderten Verfahren der Kontaktermittlung war es zu einem Missverständnis gekommen (Update vom 16. November, dort bereits korrigiert). Infizierte Personen werden sehr wohl gebeten, alle Personen, mit denen sie engeren Kontakt hatten, über ihren positiven Befund zu informieren. Es müssen sich aber nur diejenigen, die weder geimpft noch genesen sind, beim Kontaktverfolgungsteam melden. Vollständig geimpften Personen, die engen Kontakt zu einer infizierten Person hatten, empfiehlt das RKI, sich selbst zu überwachen. Der Kontakt zu gefährdeten Personen sollte vermieden werden. Infizierte Personen werden grundsätzlich nicht mehr telefonisch vom Gesundheitsamt benachrichtigt. Ausnahmen werden, soweit es möglich ist, für ältere Menschen und für sehr junge Menschen, die in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen sind, gemacht. Weitere Informationen auch auf der Homepage des Landratsamtes.

Update 16. November: Wie das Landratsamt am Dienstag mitteilte, ändert sich ab sofort das Verfahren zur Kontaktermittlung bei positiv getesteten Personen. Grund sind die rasant ansteigenden Infektionszahlen, die es dem Gesundheitsamt Fürstenfeldbruck nicht mehr möglich machen würden, „jede positiv getestete Person persönlich zu kontaktieren“. Deshalb sei das Team zur Kontaktpersonennachverfolgung auf die Unterstützung der infizierten Personen angewiesen.

Die Änderungen sind wie folgt: 1. Positiv getestete Personen werden ab sofort nur noch schriftlich/elektronisch (per Brief, E-Mail oder SMS) darüber informiert, dass sie sich in häusliche Isolation begeben müssen. In der Benachrichtigung werden die Betroffenen gebeten, enge Kontaktpersonen über ihre Infektion zu informieren. 2. Die engeren Kontaktpersonen sollen sich, wenn sie weder geimpft noch genesen sind,  dann selbst beim Team zur Kontaktpersonennachverfolgung per Mail unter kontakt-CTT@lra-ffb.bayern.de  melden, um abzuklären, ob eine Quarantäne notwendig ist. Enge Kontaktpersonen, die vollständig geimpft oder genesen sind, unterliegen keiner Quarantänepflicht und müssen sich nicht beim Kontaktermittlungsteam des Gesundheitsamtes Fürstenfeldbruck melden. 3. Treten bei einer positiv getesteten Person Symptome auf, sollte sie den Hausarzt kontaktieren. 4. Pflegekräfte, Erzieher, Lehrer, Ärzte und medizinische Heilberufler werden gebeten, sich per Mail mit Kontaktdaten an ipmeldung@lra-ffb.de zu melden. Weitere Informationen zu der geänderten Kontaktermittlung stehen auf der Webseite des Landratsamtes https://www.lra-ffb.de/corona-informationen-zu-kontaktpersonen-quarantaene-und-benachrichtigung.

Landkreis Fürstenfeldbruck: 150 neue Corona-Fälle - Kita, Seniorenheim und Schulen betroffen

Gegenüber zum Vortag wurden 150 weitere Corona-Fälle bekannt, darunter 143 Personen, die nicht geimpft sind. Der Inzidenzwert liegt damit am Dienstag bei 503,18 pro 100 000 Einwohner.

Ein Mitarbeiter der Mittelschule am Starzelbach (Eichenau) wurde positiv getestet. Ebenso ein Schüler als Folgefall in einer Klasse, weshalb für die ganze Klasse Quarantänemaßnahmen gelten. Am Viscardi-Gymnasium in Fürstenfeldbruck wurde ebenfalls ein Schüler als Folgefall positiv getestet. Die ganze Klasse muss in Quarantäne. Mehrere Tests einer Klasse an der Realschule Unterpfaffenhofen-Germering fielen positiv aus, weshalb auch hier für die ganze Klasse Quarantänemaßnahmen erforderlich wurden. In einer Kita wurde ein Kind positiv getestet - Quarantänemaßnahmen für die Kita wurden angeordnet.

In zwei Seniorenheimen sind derzeit insgesamt 15 Bewohner und 13 Mitarbeiter positiv getestet worden, in einem weiteren Heim ist ein Mitarbeiter positiv. In der Klinik Fürstenfeldbruck werden aktuell 19 Personen mit Covid-19-Befund behandelt, vier davon müssen beatmet werden.

Impfticker (Stand 15.11.): Insgesamt haben 131 995 Bürger ihre Zweitimpfung erhalten. Das entspricht einer Impfquote von 60,25 Prozent. 3 760 Personen haben ihre Booster-Impfung im Impfzentrum und 6 614 in einer Arztpraxis erhalten. Die Inzidenz der Ungeimpften im Landkreis liegt nach privater Berechnung bei 1249,29, die der Geimpften bei 26,33.

Update 15. November: Am Montag meldete das Landratsamt 343 Neu-Infektionen, die über das Wochenende bekannt geworden sind. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 522,27 (laut örtlichem Gesundheitsamt). Zwei Reiserückkehrer aus Österreich und Rumänien sind positiv. 328 der Neu-Infizierten sind nicht geimpft. Zwei der Personen mit symptomathischem Impfdurch müssen coronabedingt stationär behandelt werden.

In Fürstenfeldbruck wurden Schüler am Viscardi-Gymnasium, Graf-Rasso-Gymnasium und an der Realschule positiv getestet. An den beiden Gymnasien fielen Tests von jeweils zwei Schülern positiv aus, mit jeweils Quarantänemaßnahmen für die gesamte Klasse. An der Realschule ist ein zweiter Schüler als Folgefall positiv getestet worden, auch hier gilt Quarantäne für die gesamte Klasse. In Jesenwang wurden ebenfalls zwei Schüler positiv getestet - die gesamte Klasse muss in Quarantäne.

Sechs Kindertagesstätten im Landkreis sind von neuen Fällen betroffen. In drei Kitas wurde jeweils ein Kind, in drei weiteren jeweils ein Mitarbeiter positiv getestet.

Eine 86-jährige Covid-19-Patientin ist verstorben. Insgesamt werden aktuell 18 Patienten mit Covid-19-Befund in der Klinik behandelt. Vier von ihnen werden beatmet. Die Quote der Zweitimpfungen liegt bei 60,20 Prozent (insgesamt 131 878 Zweitimpfungen). Die Inzidenz der Ungeimpften im Landkreis liegt nach privater Berechnung bei 1 301,62, die der Geimpften bei 23,34. Zuletzt gab es einen großen Ansturm auf eine Impfaktion. Ministerpräsident Söder hat strengere Regeln verkündet.

Landkreis Fürstenfeldbruck: Polizeikontrollen in Gastronomie und Discotheken

Die Beamten des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord führten seit vergangenem Donnerstag Kontrollen zur Einhaltung des Infektionsschutzgesetzes durch. Davon war auch der Landkreis Fürstenfeldbruck betroffen. Schwerpunkte waren hier laut Präsidium Gastronomiebetriebe und Discotheken und die Maßnahmen der jeweiligen Betreiber. Einzelne Gäste seien nur in Ausnahmefällen überprüft worden. Im Landkreis Fürstenfeldbruck wurden so von insgesamt 30 Kontrollen zwei Verstöße ermittelt.

Fürstenfeldbruck: Parteiverkehr im Landratsamt nur noch schriftlich oder telefonisch möglich

Bürger aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck können ab Mittwoch, 17. November, ihre Angelegenheiten nur noch schriftlich oder telefonisch erledigen. Das gab das Landratsamt am Montag bekannt und nannte als Grund das „starke Infektionsgeschehen“. Falls es aus zwingenden Gründen nicht geht, sei ein persönlicher Termin nur nach vorheriger Vereinbarung möglich. Die Kfz-Zulassungsstelle ist von dieser Regelung ausgeschlossen.

Update 12. November: Gegenüber dem Vortag sind 188 neue Fälle bekannt geworden. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis FFB beträgt nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts 513,64 pro 100 000 Einwohner. Es liegen bei zwei der heute neu gemeldeten Fälle mit Symptomen Hinweise auf einen Impfdurchbruch vor. Beide betroffenen Personen sind coronabedingt stationär behandlungsbedürftig. Es wurde ein Reiserückkehrer positiv getestet (Serbien).

Das Gesundheitsamt verzichtet nun auf die Kontaktermittlung bei positiven Fällen in Schulen. Angesichts der hohen Fallzahlen insgesamt müsse man bei der Kontaktverfolgung Prioritäten setzen, sagte eine Sprecherin des Landratsamts auf Nachfrage. Die Schüler würden nach einem positiven Fall ja täglich getestet. Weitere Ansteckungsfälle würden so zeitnah bemerkt. Mit Maske und Lüften sei dieses Vorgehen vertretbar. Einzel-Quarantäne-Anordnungen gibt es daher nicht mehr. Wenn innerhalb von fünf Tagen ein zweiter positiver Fall auftritt, müsse weiter die ganze Klasse in Quarantäne - allerdings nicht die Geimpften.

Von solchen Einzelfällen betroffen sind das Max-Born-Gymnasium in Germering, das Brucker Viscardi-Gymnasium, die Kleinfeldschule in Germering, die Realschule in Maisach und die Grundschule an der Martinstraße in Olching. In der Grundschule Süd in Puchheim muss eine ganze Klasse zuhause bleiben, weil ein zweiter Fall aufgetaucht ist. In der Mittagsbetreuung wurde ebenfalls ein Kind positiv getestet, genau wie in einem Kindergarten. Ein Mann (76) ist mit Covid-Befund gestorben. In der Kreisklinik werden 18 Personen mit Covid-Befund behandelt, fünf davon müssen beatmet werden.

Als vollständig geimpft gelten im Landkreis FFB 131 659  Personen, das entspricht 60,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Inzidenz der Ungeimpften im Landkreis liegt nach privater Berechnung bei 1265,90, die der Geimpften bei 30,16.

Durch die erheblich steigenden Corona-Fallzahlen und der damit einhergehenden „roten Krankenhaus-Ampel“ gelten für die Menschen in Bayern teils erheblich verstärkte Zugangsvoraussetzungen, unter anderem zu Veranstaltungen und Gastronomie. Die Beamten des auch für den Landkreis FFB zuständigen Polizeipräsidiums Oberbayern Nord haben daher bereits damit begonnen, die Einhaltung der derzeit gültigen Verhaltensregeln in Zusammenarbeit mit den jeweils zuständigen Gesundheitsämtern zu überprüfen, wie es in einer Mitteilung aus dem Präsidium heißt. Polizeipräsident Günter Gietl richtet sich insbesondere an die Verantwortlichen in der Gastronomie und bei Veranstaltungen: „Bitte nehmen Sie die Auflagen ernst und führen Sie ihre Zugangskontrollen gewissenhaft durch. Damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie. Außerdem lassen sich so empfindliche Bußgelder vermeiden.“ Auch am kommenden Wochenende wollen die Einsatzkräfte im gesamten Zuständigkeitsbereich einen Schwerpunkt auf diese Kontrollen setzen.

Sonder-Impfaktionen

Am Samstag, 20. November, führt das Impfzentrum Fürstenfeldbruck eine mobile Impfaktion im Ikarus-Center, Dornierstraße 3, Puchheim, von 9.30 bis 15 Uhr, durch. Es werden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen angeboten. Zur Auswahl steht der mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer sowie der Vektorimpfstoff von Johnson&Johnson. Eine Terminvereinbarung ist nicht erforderlich, jedoch werden Bürgerinnen und Bürger gebeten, sich vorab unter www.impfzentren.bayern zu registrieren, damit die persönlichen Daten schon im System gespeichert sind. Es muss mit Wartezeiten gerechnet werden.

Erinnerung: Am Samstag, 13. November, führt das Impfzentrum Fürstenfeldbruck eine mobile Impfaktion im Edeka-Café, Olchinger Straße 78, in Gröbenzell, von 9.30 bis 15 Uhr, durch.

Update 11. November: Das Landratsamt meldete am Donnerstag 287 Neuinfektionen gegenüber dem Vortag. Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Fürstenfeldbruck liegt damit bei 487,27 (laut örtlichem Gesundheitsamt). Bei drei der 287 gemeldeten Fälle liegen Hinweise auf einen Impfdurchbruch vor. Alle drei Personen sind stationär behandlungsbedürftig. Ein Reiserückkehrer aus Österreich wurde positiv getestet.

An fünf Schulen im Landkreis sind positive Fälle bekannt geworden. Ein Schüler in der Mittagsbetreuung der Kleinschule Germering wurde positiv getestet. Zwei Schüler aus je zwei Klassen in der Realschule Unterpfaffenhofen wurden positiv getestet, in beiden Fällen gilt Quarantäne für die gesamte Klasse. In Fürstenfeldbruck ist ein Schüler des Viscardi-Gymnasiums Corona-positiv sowie ein Schüler der Grundschule Esting. In der Puchheimer Grundschule am Gernerplatz fiel bei insgesamt sechs Schülern der Coronatest positiv aus - davon vier Schüler aus einer Klasse (hier gilt Quarantäne für die gesamte Klasse), ein Schüler einer weiteren Klasse sowie ein Schüler aus der Mittagsbetreuung.

In einem Hort und einem Kindergarten wurde jeweils ein Kind positiv getestet. In vier verschiedenen Seniorenheimen sind bis zum Donnerstag insgesamt acht Bewohner und sechs Mitarbeiter positiv getestet worden. Eine 89-Jährige ist mit Covid-19-Befund verstorben.

In der Klinik werden aktuell 18 Patienten mit Covid-19-Befund behandelt. Fünf Personen müssen beatmet werden. Die Inzidenz der Ungeimpften liegt im Landkreis nach privater Berechnung bei 1176,29, die Inzidenz der Geimpften bei 34,73. Insgesamt 129 361 Bürger aus dem Landkreis haben ihre Erstimpfung erhalten (59,05 Prozent, Stand Vortag). Vollständig geimpft sind 131 491 Personen (Stand Vortag), das entspricht einer Quote von 60,02 Prozent. Die Zahlen nach Kommune finden Sie in dem Bild unten.

Der Stand am Donnerstag, 11. November. (Zum Vergrößern rechts oben klicken)
Der Stand am Donnerstag, 11. November. (Zum Vergrößern rechts oben klicken) © mm/lra

Update 10. November: Gegenüber dem Vortag sind 139 neue Corona-Fälle bekannt geworden. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis FFB beträgt nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts 416,36 pro 100 000 Einwohner. 131 der neu Infizierten sind nicht geimpft. Die allermeisten Personen - bei einer Ausnahme - mit Impfdurchbruch müssen stationär nicht behandelt werden. Jeweils ein Schüler positiv getestet wurde an der Theresen-Grundschule in Germering, an der Grundschule Egenhofen, an der Grundschule Grafrath, an der Montessori-Schule Oberschweinbach und an der Grundschule Süd in Puchheim. Jeweils sind Quarantänemaßnahmen nötig. In Puchheim an der Grundschule am Gernerplatz muss eine ganze Klasse daheim bleiben, weil vier Schüler infiziert sind. In der Kreisklinik werden 18 Personen mit Covid-Befund behandelt, fünf müssen beatmet werden. Als vollständig geimpft gelten im Landkreis 59,95 Prozent der Gesamtbevölkerung. 7694 Personen haben eine Booster-Impfung erhalten. Die Stadt Fürstenfeldbruck hat den Christkindlmarkt abgesagt. Ebenfalls abgesagt sind der Kreisbauerntag (hier wäre Hubert Aiwanger erwartet worden) sowie der Wirtschaftsempfang des Landkreises. Landrat Thomas Karmasin begründet das mit der „außerordentlich angespannten pandemischen Situation“. Der bekannte Virologe Drosten schlägt Alarm. Betroffen von der Entwicklung sind auch die Martinsumzüge. Die Inzidenz der Ungeimpften liegt im Landkreis nach privater Berechnung bei 990,42, die der Geimpften bei 45,35. Ministerpräsident Söder hat den Katastrophenfall ausgerufen.

Update 9. November: Die Corona-Zahlen explodieren. Das Gesundheitsamt meldet 192 neue Infektionen gegenüber dem Vortag. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis FFB beträgt nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts 399,55 pro 100.000 Einwohner. 189 der neu Infizierten sind nicht geimpft. Die Personen mit Impfdurchbrüchen sind nicht coronabedingt stationär behandlungsbedürftig. Unter den positiv Getesteten ist ein Reiserückkehrer aus Polen. Außerdem wurde an der Theresen-Grundschule in Germering jeweils ein Schüler in verschiedenen Klassen positiv getestet. Es folgt Quarantäne. In einer heilpädagogischen Tagesstätte wurde ebenfalls ein Kind positiv getestet. Außerdem wurde in einem Kindergarten ein Mitarbeiter positiv getestet und in einem weiteren Kindergarten ein Kind (jeweils ebenfalls Quarantänemaßnahmen). In der Kreisklinik werden derzeit 20 Personen mit Covid-Befund behandelt, sechs davon müssen beatmet werden. Die Inzidenz der Ungeimpften im Landkreis liegt nach privater Berechnung nun bei 936,62, die der Geimpften bei 51,46. Ministerpräsident Söder hat unter anderem stärkere Kontrollen angekündigt. Die bayerische Krankenhausampel steht auf rot. Als vollständig im Landkreis geimpft gelten 131 185 Personen. Das entspricht einer Quote von 59,88 Prozent (Zahlen laut Landratsamt, Stand 8. November). Im Landkreis wurden bislang außerdem 7202 Booster-Impfungen vorgenommen.

Neue Besuchsregeln in der Kreisklinik

Wegen der Entwicklung gelten in der Kreisklinik ab sofort neue Besuchsregeln. Die zentralen Punkte:

1) Jeder Patient kann pro Tag nur einen Besucher empfangen.

2) Generell gilt die 2G-Regel: Besucher müssen sich am Eingang ausweisen und entweder den Status vollständig geimpft“ oder den Status „genesen“ vorweisen.

3) Kinder unter zwölf Jahren dürfen das Haus derzeit nicht betreten. Für Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren gilt ebenfalls die 2G-Regel. Sie zählen als eigenständige Besucher.

4) Im Haus müssen Besucher dauerhaft eine FFP2-Maske tragen.

Die Regelungen im Detail sind auf der Homepage zu finden: www.klinikum-ffb.de/patienten-und-angehoerige/besuchsregelungen

Übertrag aus dem vorherigen Ticker

Update 8. November: Über´s Wochenende sind 324 neue Corona-Fälle bekannt geworden. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis FFB beträgt nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts 323,64 pro 100.000 Einwohner. Von den neuen Infizierten sind 300 Personen ungeimpft. Die Menschen mit Durchbruch und Symptomen sind allesamt coronabedingt nicht stationär behandlungsbedürftig. Unter den neuen Infizierten sind drei Rückkehrer aus Österreich und ein Schüler aus der Mittelschule in Germering (mit Quarantänefolge). In drei Kindergärten, einem Kinderhaus und in einer Krippe wurden ebenfalls Kinder positiv getestet - ebenfalls jeweils mit Quarantänefolge. Eine Frau (70) ist mit Covid-Befund gestorben. In der Kreisklinik werden 18 Personen mit Covid-Befund behandelt, vier davon müssen beatmet werden. Die Klinik-Ampel für ganz Bayern steht nun auf rot
für ganz Bayern steht nun auf rot. Nach Zahlen des Landratsamtes gelten im Landkreis FFB 59,85 Prozent der Gesamtbevölkerung (Total: 131 121 Personen) als vollständig geimpft. Berücksichtigt ist hier die Zahl der wirklich vor Ort im Landkreis Geimpften zum Stand 7. November, nicht die derjenigen, die etwa bei einem Betriebsarzt in München waren. Das RKI gibt die Zahl der vollständig Geimpften im Landkreis FFB etwas höher mit 60,39 Prozent an. Im Impfzentrum Fürstenfeldbruck wurden bislang 2642 Auffrischungsimpfungen vorgenommen, in Arztpraxen 4231. Die Inzidenz der Ungeimpften liegt im Landkreis nach privater Berechnung bei 738,68, die der Geimpften bei 54,50.

Update 5. November: Das Gesundheitsamt meldet 119 neue Corona-Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis FFB steigt nach Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts auf 221,36 pro 100.000 Einwohner. 111 der Neu-Infizierten sind nicht geimpft. Die Personen, bei denen Impfdurchbrüche vorliegen, sind coronabedingt nicht stationär behandlungsbedürftig. Unter den Neu-Infizierten sind drei Reiserückkehrer aus Österreich. In einem Kindergarten und in einer Kindertagestätte wurde jeweils ein Kind positiv getestet. Es folgt Quarantäne. In der Kreisklinik werden 15 Personen mit Covid-Befund behandelt, zwei davon müssen beatmet werden. Die Inzidenz der Ungeimpften liegt laut LGL in Bayern bei 537,1, die der Geimpften bei 60,1. Anders als bislang praktiziert haben nach einem positiven Antigen-Test auch Menschen mit Symptomen einen Anspruch auf einen PCR-Test in einem der offiziellen Testzentren. Die bayerische Krankenhausampel steht auf grün. Außerdem hat sich Bundesminister Jens Spahn zur Lage geäußert.

Auch interessant

Kommentare