Markus Bauer, Hans Schmölz, Viktor Fischer (Bildrecht: Anne Kaiser Photography)
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Geschäftsführer der Mahavi-Gruppe: Markus Bauer, Hans Schmölz, Viktor Fischer (v.l.)

„Wir kommen wieder“

Corona-Auflagen zu aufwändig: Großes Gastro-Unternehmen schließt vorübergehend fast alle Betriebe

  • Tobias Gehre
    vonTobias Gehre
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Wegen aktueller Corona-Regeln lohnt sich der Betrieb nicht: Die Mahavi-Group mit sechs Lokalen im Landkreis Fürstenfeldbruck schließt vorerst. Betroffen sind 200 Mitarbeiter.

  • Die Mahavi-Group ist eines der größten Gastro-Unternehmen im Landkreis FFB.
  • Sechs Betriebe zählen dazu - sie alle schließen nun vorerst.
  • Aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen lohnt sich der Betrieb derzeit kaum.

Fürstenfeldbruck – Zu viele Auflagen, zu wenige Gäste: Die Mahavi-Group, eines der größten Gastro-Unternehmen im Landkreis, schließt die meisten ihrer Lokale. Sechs Betriebe gehen ab Sonntag bis auf Weiteres in den Winterschlaf. Von der Schließung betroffen sind rund 200 Mitarbeiter. „Momentan ist es aus unternehmerischer Sicht nicht mehr sinnvoll, die Restaurants zu betreiben“, erklärt Geschäftsführer Markus Bauer.

Wegen Corona-Auflagen: Mahavi-Gastro schließt fast alle Betriebe in Fürstenfeldbruck

Die Gäste seien zu verunsichert von der allgemeinen Lage. Es gebe mehr coronabedingt Absagen als Buchungen. Die einzige Lösung sei ein zeitlich begrenzter Winterschlaf für die Lokale. Schließen werden die Martha Pizzarei, das Parkcafé, die Gastro am Pucher Meer, die Alte Druckerei sowie der Pavillon Beach in Fürstenfeldbruck. Einzig das Bottles’n’Burgers bleibt auf. Dort würden sich viele Leute Mahlzeiten zum Mitnehmen holen.

Trotz coronabedingter Schließung: Mahavi-Chef verspricht eine Rückkehr

Wirtschaftlich könne die Firma diesen Schritt durchstehen, sagt Bauer. „Wir haben es durchgerechnet. Mit staatlicher Überbrückungshilfe und dem Kurzarbeitergeld funktioniert es für unser Unternehmen.“ Man gerate auf diese Weise auch nicht in eine wirtschaftliche Schieflage. Betroffen von der vorübergehenden Schließung sind laut Bauer rund 200 Mitarbeiter. Etwa die Hälfte seien Festangestellte, die jetzt in Kurzarbeit gingen.

Wie lange der Winterschlaf dauert, kann Bauer noch nicht sagen. Mann könne ihn aber so lange durchhalten, wie es nötig ist. Bauer: „Wir kommen wieder. Das ist ein Versprechen.“    

Auch für Wirt Ludwig Dinzinger kommt die Sperrstunde um 21 Uhr einem Quasi-Lockdown für die Gastro- und Kneipenszene gleich. Der Freisinger Gastronom ist verzweifelt. Und er ist nicht der einzige. Angela Merkel will am heutigen Mittwoch auf der Ministerpräsidenten-Konferenz einen teilweisen Lockdown beschließen. Dabei steht auch eine erneute Schließung aller Gastro-Betriebe zur Debatte.

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