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Corona-Pandemie: Absagen über Absagen

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Von: Helga Zagermann

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Alle zwei Jahre findet im Klosterhof Spielberg ein Christkindlmarkt statt – aber nicht 2021. Die Veranstalter haben den Termin pandemiebedingt gestrichen. So wie die Mehrzahl der Veranstalter im Landkreis.	Foto: Hartl
Alle zwei Jahre findet im Klosterhof Spielberg ein Christkindlmarkt statt – aber nicht 2021. Die Veranstalter haben den Termin pandemiebedingt gestrichen. So wie die Mehrzahl der Veranstalter im Landkreis. © Hartl

Nach dem Appell von Landrat Thomas Karmasin, wegen steigender Infektionszahlen auf Christkindlmärkte zu verzichten, reiht sich eine Absage an die nächste. Gestrichen sind der Weihnachtszauber in Maisach sowie die Christkindlmärkte in Grafrath, Emmering, Spielberg und Hattenhofen.

Fürstenfeldbruck – Im Stundentakt sind am Donnerstag die Absagen eingegangen. Den Anfang macht Helga Backus, die am Maisacher Volksfestplatz acht Tage lang, von 9. bis 12. und 16. bis 19. Dezember, Weihnachtszauber bieten wollte. „Wir hätten alles als Open-Air gemacht und alle Vorgaben einhalten können“, berichtet die Organisatorin. Sie hatte vom Zirkuszelt auf offenen Pagodenzelte umgestellt und sogar noch einen Kurs gemacht, um die Mitarbeiter, Standbetreiber, Anbieter von Kunsthandwerk und Künstler (alle geimpft) jeden Tag zusätzlich testen zu können. Doch dann sagte sie nach dem Appell des Landrats alles ab. Das gebe die Vernunft vor, so Backus.

Eine Katastrophe

Nichtsdestotrotz hätte sich die Maisacherin mehr Weitsicht von Bundes- und Landespolitikern gewünscht. Viele Veranstalter hätten geplant, dann umgeplant – und schließlich absagen müssen. Das sei für die Branche und für die Aussteller, die davon leben müssen, „eine Katastrophe“. Aber die Pandemie finde nur so ein Ende.

Ebenfalls zur Eindämmung des Virus will man in Grafrath beitragen. Von dort melden sich Bürgermeister Markus Kennerknecht und Kulturreferentin Sybilla Rathmann mit der Absage des gemeindlichen Christkindlmarkts. Man habe zuletzt zwar intensiv nach Möglichkeiten gesucht, den Markt durchführen zu können. Aber müsse nun auch schweren Herzens absagen. Die beiden betonen: „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht.“

Emmeringer Weihnacht

Ein weiterer größerer Christkindlmarkt wurde ebenfalls am Donnerstag aus dem Veranstaltungskalender genommen: die Emmeringer Weihnacht. Bürgermeister Stefan Floerecke hält die Entscheidung für absolut richtig, sagt aber. „Ich hatte bis zuletzt die Hoffnung, dass die Emmeringer Weihnacht stattfinden kann, und bedauere die Absage sehr.“ Die Lage in der Kreisklinik und steigende lnfektionszahlen ließen keine andere Wahl. Zudem wolle man die mitwirkenden Vereine und Verbände vor größerem finanziellen Schaden bewahren.

Spielberg

Alle zwei Jahre findet im Klosterhof Spielberg in der Remise der Christkindlmarkt statt – aber nicht 2021. Denn die Veranstalter, Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat, haben den Termin (geplant war der erste Advent) gestrichen. Ebenfalls abgesagt wurde der Christkindlmarkt in Hattenhofen, der für den 5. Dezember auf dem Gelände der Grundschule vorgesehen war.

In Maisach stand am Donnerstagabend die Absage des Maisacher Advent im Gemeinderat auf der Tagesordnung, in Mammendorf wurde am Donnerstagabend über den dortigen Christkindlmarkt entschieden (beides nach Redaktionsschluss). Auch zum Markt im Veranstaltungsforum Fürstenfeld soll am Freitag eine Entscheidung feststehen.

Der Veranstaltungskalender im Dezember ist damit durch die Pandemie so gut wie leer. Noch nicht abgesagt waren bis Redaktionsschluss die Bergweihnacht in Türkenfeld und der Weihnachtsmarkt auf Schloss Kaltenberg.

Schon abgesagt wurde der Markt in Olching und in Germering.

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