OB-Wahl

CSU einig, Parteifreier braucht 215 Unterschriften

Fürstenfeldbruck – Das Kandidatenkarussell in Bruck dreht sich weiter. Offenbar hat der amtierende Bürgermeister Erich Raff (CSU) – er will als OB-Kandidat antreten – parteiintern keine Konkurrenz.

Denn nach Fraktions- und Ortsvorsitzendem Andreas Lohde hat nun auch Markus Droth (CSU) sich entschieden, nicht anzutreten. „Ich stehe nicht zur Verfügung“, sagt er auf Tagblatt-Nachfrage. Die CSU wolle geschlossen in den Wahlkampf eintreten. „Ich stehe hinter Erich Raff.“

Erich Raff (CSU) will für die CSU als OB-Kandidat antreten.

Andreas Lohde hat angekündigt, den amtierenden Bürgermeister Raff dem Ortsvorstand als Kandidaten vorzuschlagen. Raff befindet sich momentan auf einer Schulung in Landshut. Er zeigt sich optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass der Ortsvorstand dem Vorschlag zustimmen wird.“ Die Nominierungsversammlung ist für 17. Februar angesetzt. Schon jetzt sagt Raff, er trete wenn dann für ganze sechs Jahre an. Der Stadtrat wird wegen der außerturnusmäßigen Wahl allerdings bereits 2020 neu gewählt. „Wenn ich nur bis dahin im Amt wäre, bliebe mir nicht genügend Zeit, die Ziele umzusetzen.“

Über den Wahlkampf hat sich Raff noch nicht viele Gedanken gemacht. „Der nächste Schritt ist die Stadtratssitzung am Montag.“ In dieser wird das Gremium den im Krankenstand befindlichen OB Klaus Pleil (BBV) aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Amt entlassen und den Wahltermin (voraussichtlich 7. Mai) festlegen. Auf Basis dieser Empfehlung entscheidet das Landratsamt über den Tag der Neuwahl. Nachdem Pleil der Bescheid zugestellt wurde, hat er außerdem noch einmal eine Einspruchsfrist von einem Monat.

Thomas Lutzeier (parteifrei) muss erst einmal Unterschriften sammeln.

Unterdessen muss Thomas Lutzeier, der unlängst angekündigt hat, als Parteifreier zu kandidieren, erst einmal Unterschriften sammeln. Damit er überhaupt antreten darf, braucht er laut Kommunalaufsicht eine Gruppe oder Partei, die ihn nominiert. Schon drei Personen können eine nicht organisierte Gruppe gründen. Anschließend lädt deren Sprecher öffentlich alle Wahlberechtigten der Stadt zu einer Versammlung. Bei der kann Lutzeier als Kandidat durch mindestens zehn Unterschriften nominiert werden. Am Tag nachdem die Liste mit den zehn Namen im Rathaus eingeht, legt der Wahlleiter im Rathaus Listen aus. 215 Unterstützer müssen unterschreiben. Die Listen bleiben im Rathaus. Ihre Unterstützung aussprechen können die Brucker bis 41 Tage vor der Wahl. Falls diese am 7. Mai stattfindet, wäre das der 27. März.

Lutzeier zeigt sich optimistisch: „Ich habe ja einige Unterstützer, das kriege ich schon hin.“ Werben will er vor allem über das soziale Netzwerk Facebook und per Mundpropaganda.

vu

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