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Ein früherer Entwurf für die Viehmarkt-Bebauung.

Fraktionschef spricht von „Millionengrab“

CSU fordert Neubewertung der Viehmarkt-Pläne

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Nach dem verheerenden Gutachten zu den Viehmarkt-Plänen fordert die Brucker CSU eine Neubewertung der Lage. Der Ortsvorstand und die Stadtrats-Fraktion der Christsozialen wollen sich Anfang Dezember mit Experten beraten, wie man den nördlichen Teil des Areals bebauen soll. 

Fürstenfeldbruck – „Ein ’Weiter so!’ kann es jetzt nicht geben“, so Fraktions-Vize Georg Jakobs in einer Pressemitteilung.

Die CSU erteilt den Architekten-Entwürfen „Loop“ und „Marktscheune“, auf die sich Politiker und Bürger zuletzt verständigt hatten, eine deutliche Absage. Die Konzepte seien ohne Mehrwert für Bruck. Fraktionschef Andreas Lohde spricht von einem „Millionengrab“. Wer jetzt nicht die Notbremse ziehe, schade der Stadt auf Jahrzehnte. Gutachter hatten die Wirtschaftlichkeit der beiden Pläne infrage gestellt. Demnach müsste die Stadt selbst tief in die Tasche greifen, um die modernen Gebäude zu errichten.

Vor diesem Hintergrund werfen die Christsozialen der BBV, der SPD und den Grünen vor, finanzielle Aspekte von Anfang an vernachlässigt zu haben. Beim Stadtratsbeschluss zum Planungswettbewerb hätten sie keine Notwendigkeit gesehen, die Wirtschaftlichkeit in den Ausschreibungstext aufzunehmen. „Unsere Warnungen, dass mit dem verabschiedeten Ausschreibungstext kaum Interessenten für eine dauerhafte und tragfähige Nutzung gefunden werden können und dass der Mehrwert für Fürstenfeldbruck auszubleiben droht, wollte man nicht hören“, so Lohde.

Er will sich von den Planungen aber nicht gänzlich verabschieden. Der südliche Viehmarktplatz solle mit Anregungen der Bürger neugestaltet werden. Im nördlichen Teil sei eine Tiefgarage eine Voraussetzung für die Bebauung. Allerdings würden die negativen Analyseergebnisse und die neuesten Entwicklungen beim Fitnessstudio zwingend eine Neubewertung der bisherigen Planungen verlangen.

Reinhard Klinke, der Geschäftsführer des am Viehmarktplatz ansässigen Fitnessstudios Hardy’s, möchte an der Augsburger Straße neben dem Autohaus ein neues Gebäude für sein Unternehmen auf städtischem Grund errichten. Das Haus, in dem sich das Fitnessstudio derzeit befindet, will er abreißen. Bei einem Neubau würde er Wünsche der Stadt berücksichtigen, hieß es in der Presseerklärung der BBV. Vor diesem Hintergrund hält die Bürgervereinigung anders als die CSU an den bisherigen Plänen fest.  (rat)

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