Kommunalwahl 2020

CSU-Fraktion will Thomas Karmasin wieder ins Rennen um den Posten als Landrat schicken

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Bei einer Klausurtagung am Wochenende hat die CSU-Fraktion im Brucker Kreistag einstimmig dafür votiert, Thomas Karmasin für die Kommunalwahl 2020 erneut als Landrats-Kandidaten zu nominieren. Allerdings möchte er das Amt des Kreisvorsitzenden aufgeben.

„Ich freue mich sehr über diesen Vertrauensbeweis“, wird der Landrat zitiert. Wenn der Kreisverband ihn nominiere, wolle er gerne die für unseren Landkreis „so entscheidenden Jahre“ mitgestalten. „Der Wettbewerb um den Wählerauftrag dazu wird unseren vollen Einsatz erfordern.“ Fraktionssprecher Emanuel Staffler: „Thomas Karmasin hat bewiesen, dass er unseren Landkreis selbst in schwierigsten Situationen mit Geschick und Augenmaß führen kann. Seitens der Fraktion kann er auf uneingeschränkte Unterstützung bauen“.

Zwei Tage lang hatten sich die Mitglieder der CSU-Kreistagsfraktion am Wochenende ins Kloster Seeon zurückgezogen. Den Beginn der Klausur, an der neben Landrat Thomas Karmasin auch Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler und Landtagsabgeordneter Benjamin Miskowitsch teilnahmen, markierten drei Impulsvorträge. Behandelt wurden darin Fragen und Ideen rund um den „Bildungslandkreis Fürstenfeldbruck“ sowie Herausforderungen im Kontext Wohnraum und räumliche Entwicklung. Ebenfalls diskutiert wurde das Thema „Integration vor Ort“. Außerdem gab es eine Bestandsaufnahme über die Fraktionsarbeit der letzten Monate. In verschiedenen Anträgen zu den Themenbereichen ÖPNV, Demographie, Energie und Entsorgung habe die CSU-Fraktion Akzente gesetzt. „Wir haben unseren Gestaltungswillen klar zum Ausdruck gebracht“, so der seit einem Jahr amtierende Fraktionsvorsitzende, Emanuel Staffler.

Brief an die Mitglieder

Karmasin hat sich mittlerweile auch mit einem Brief an die CSU-Mitglieder im Landkreis gewandt. Darin bringt er seine Dankbarkeit für das Vertrauen zum Ausdruck. „Gleichzeitig ist mir bewusst, dass die kommenden Kommunalwahlen für unsere Kreistagsmannschaft und für mich eine enorme Herausforderung darstellen werden, die unseren ganzen Einsatz erfordern“, heißt es in dem Brief aber auch. Es werde gelten, Positionen prägnant auf den Punkt zu bringen, ohne sie ins Primitive zu vereinfachen, wie so viele Populisten es derzeit täten. 

„Wenn Sie mich unterstützen und die Kreisvertreterversammlung mich hierfür nominiert, werde ich unsere CSU mit Begeisterung in einen solchen Wahlkampf führen“, heißt es in dem Brief an die Mitglieder. „Hinter uns liegen ernüchternde Wahlen. Während die Bundestagswahl angesichts der politischen Gesamtsituation noch passabel verlaufen ist, haben die Wahlen zum Landtag bzw. Bezirkstag gezeigt, wie sehr unser Nimbus als Volkspartei in Gefahr ist“, so Karmasin, der seit 1996 Landrat des Kreises ist. Gründe hierfür gebe es viele und eine Analyse, gefolgt von konsequenten Entscheidungen stehe noch aus. 

Darum will Karmasin den Kreisvorsitz aufgeben - Vorschlag für die Nachfolge

„Für gute Ergebnisse in den anstehenden Wahlen brauchen wir eine – thematisch und personell – breit aufgestellte und vor allen Dingen gut sichtbare CSU im Landkreis Fürstenfeldbruck.“ Ihm selbst falle es – neben seiner starken zeitlichen Beanspruchung auch durch Verbandsämter auf Landes- und Bundesebene – schwer, dezidiert Parteipositionen sichtbar zu machen. Seine Erklärungen und Stellungnahmen würden fast immer als die Meinung des Landrats wiedergegeben, so Karmasin. Der CSU Kreisverband trete dahinter weniger in Erscheinung. „Das wird sich im Kommunalwahlkampf, in dem neben meinem klaren Bekenntnis zur CSU auch die Unabhängigkeit des Landrats in Einzelfragen zu betonen sein wird, noch verschärfen“, schreibt Karmasin.  Er habe sich aus diesem Grund entschieden, bei den parteiinternen Wahlen im Jahr 2019 nicht erneut als Kreisvorsitzender zu kandidieren. „Als Nachfolgerin im Amt des CSU-Kreisvorsitzenden schlage ich Katrin Staffler vor.“ Sie sei als Kreisrätin und Mitglied im geschäftsführenden CSU-Kreisvorstand tief im Landkreis und Kreisverband verwurzelt. Als Bundestagsabgeordnete und langjähriges Mitglied des Bezirksvorstandes Oberbayern sei sie über die Landkreisgrenzen hinaus vernetzt und von Kollegen sehr geschätzt. 

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