Dieter Pimiskern, Birgitta Klemenz und Andreas Lohde (v.l.)
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Beim Pressegespräch: Dieter Pimiskern, Birgitta Klemenz und Andreas Lohde (v.l.)

Mehr Geld für die Digitalisierung der Schulen gefordert

CSU will trotz Krise weiter investieren

Tempo bei der Digitalisierung und greifbare Resultate bei der Verkehrsentwicklungsplanung – das sind die beiden Hauptforderungen, mit denen die Brucker CSU aus ihrer Sommerklausur kommt.

Fürstenfeldbruck – Auch ums Geld hat man sich in Zeiten coronabedingter Steuereinbrüche Gedanken gemacht. Dass CSU-Ortsvorstand und Stadtratsfraktion sich in den Sommerferien für einen Tag zurückziehen, um die Stadtpolitik zu diskutieren, hat Tradition.

Digitalisierung

Hauptthema in diesem Jahr sei die Digitalisierung der Schulen gewesen, berichteten Ortsvorsitzender Andreas Lohde, sein Stellvertreter Dieter Pimiskern und Dritte Bürgermeisterin Birgitta Klemenz im Pressegespräch. Dass Deutschland im internationalen Vergleich hinter Ungarn und Kasachstan auf Platz 13 rangiere, könne nicht sein. Und zumindest für die städtischen Schulen fordert die CSU, dass Gas gegeben und mehr Geld investiert wird. Von daher sieht Lohde die 500 000 Euro, die im Haushalt 2021für die digitale Ausstattung der Schulen vorgesehen seien, als Minimum und würde gerne noch 200 000 Euro drauflegen.

Ebenso wichtig wie die Rahmenbedingungen sei, dass alle Kinder Zugang zu digitalen Endgeräten haben – was bis dato nicht der Fall ist. Von Bund und Freistaat zur Verfügung gestellte Leihgeräte im Wert von 85 000 Euro hat die Stadt bereits bestellt. Die CSU kann sich vorstellen, weitere Tablets mit Hilfe von Sponsoren oder Spendenaktionen zu beschaffen.

Finanzen

Was die Finanzen angeht, überraschten die CSU-Vertreter trotz des sich abzeichnenden Zehn-Millionen-Euro-Einnahmelochs mit der Aussage: „Wir wollen nicht sparen.“ Vielmehr sollten Ausgaben sinnvoll kanalisiert und Investitionen „ausgelagert“ werden, wenn sich auf diesem Wege das gleiche Resultat erzielen lasse. Bestes Beispiel sei der Bau geförderter Wohnungen am Sulzbogen, den die Stadt nicht selbst realisieren wird. Durch die Vergabe an eine Baugesellschaft werde der Haushalt entlastet und dennoch günstiger Wohnraum „möglichst schnell“ geschaffen.

Verkehr

In Sachen Verkehrsentwicklungsplanung sieht die CSU im Herbst eine heiße Phase anbrechen. Aus den Bürgerworkshops habe man die Rückmeldung erhalten, dass wichtige Fragen - allen voran die nach der Zukunft der B2 - nicht gestellt würden. Hier würde die CSU gern „einer Tunnellösung nähertreten“, wie Lohde sagte. Auf jeden Fall dürfe man nach Auswertung sämtlicher Untersuchungen, Erhebungen und Gespräche nicht bei allgemein formulierten Zielen stehen bleiben, sondern müsse zu umsetzbaren Maßnahmen kommen. Lohde: „Es muss jetzt mal konkret werden.“

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