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Komfortable Sonnenstühle in modernem Design auf großzügigen Holzdecks – der Geschwister-Scholl-Platz soll zum Treffpunkt werden.

Gründe für die Verzögerungen

Darum hat's am Geschwister-Scholl-Platz so lange gedauert

Fürstenfeldbruck - Bei der Umgestaltung des tristen Platzes ging so ziemlich alles schief, was schiefgehen konnte.

Ein Brunnen, Holzdecks und durchgestylte Liegestühle – modern und gemütlich kommt der Geschwister-Scholl-Platz künftig daher. Bald ist alles fertig. Doch darauf mussten die Bürger ziemlich lange warten.

Die Umgestaltung des Geschwister-Scholl-Platzes hat wesentlich länger gedauert als geplant. Doch ab kommender Woche wird der große Brunnen endlich plätschern und eine Woche später können es sich die Brucker auf den Holzdecks bequem machen, während ihre Kinder sich auf den vielen Spielelementen austoben. Das teilte die Stadt nun mit, nachdem die Bürger wegen eines erneuten Baustopps bereits unruhig geworden waren. Der bisher triste Platz am S-Bahnhof Buchenau soll dann also zum Verweilen einladen und Treffpunkt werden.

Die Stadt hatte die Maßnahmen als großen Rundumschlag nach einem Realisierungs- und Ideenwettbewerb beschlossen. Doch schon der Baustart verzögerte sich massiv: Ursprünglich war geplant, dass die Arbeiten im März anlaufen und der Platz bereits Ende Mai fertiggestellt wird. Stattdessen startete die Umgestaltung erst im Mai. Und selbst als es endlich losging, zwickte es weiter: Benötigte Betonteile für den Brunnen konnten nicht geliefert werden. Nach einer Unterbrechung konnte erst Anfang Juni weitergearbeitet werden.

Doch damit nicht genug: Kurze Zeit später mussten die Bauarbeiten wieder gestoppt werden. Das entging den Bürgern freilich nicht. In sozialen Netzwerken wie Facebook wurde bereits rege diskutiert, einige fragten sogar beim Tagblatt an, was los sei, und strapazierten den neuen Online-Schadensmelder der Stadt.

Die Stadt erklärt nun, dass es für die Verzögerung noch weitere Gründe gab. Beispielsweise gab es beim Brunnen, der teilweise in die Decke der darunter liegenden Tiefgarage eingelassen wurde, eine böse Entdeckung: Nachdem die Decke geöffnet wurde, mussten die Bauleiter feststellen, dass die Leitungs-Pläne mit der Realität nicht übereinstimmten. „Einige Leitungen wurden durch den Brunnenbauer zu hoch verlegt“, teilt die Stadt mit. So verzögerte sich die Montage des Brunnenrandes und das Wiederverschließen des Plattenbelages.

Bei den Holzdecks gab es Verzögerungen in der Vorfertigung: Deswegen kann sich die Montage der seitlichen Abschlussbleche auch einige Zeit hinziehen. Am längsten aber wird die Bepflanzung des Platzes noch andauern, denn zunächst waren die falschen Bäume geliefert worden. Die richtigen Pflanzen können deswegen erst im Herbst eingepflanzt werden.

Der Brunnen mit neun Metern Durchmesser und vielen, kleinen Bodendüsen, der am Abend beleuchtet werden soll, wird voraussichtlich am Dienstag, 2. August, in Betrieb genommen. Die Holzdecks werden am Freitag, 12. August, offiziell freigegeben.

von Fabian Dilger

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