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Darum veranstaltet ein Gartenbauverein ein Neujahrskonzert

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Ingrid Eichinervom Gartenbauverein

Wenn man an einen Gartenbauverein denkt, fallen einem zuerst Blumen und Sträucher ein oder andere Gewächse, allerdings nicht unbedingt musikalische Höhepunkte wie ein Neujahrskonzert.

Gröbenzell – Dafür sorgt die Mannschaft um Vize-Vorsitzende Ingrid Eichiner allerdings regelmäßig. Wie es dazu kam, erklärt sie im Interview mit dem Tagblatt.

Der Gartenbauverein lädt jährlich zum Neujahrskonzert ein. Warum veranstaltet ein Gartenbauverein ein Konzert?

Gemeinsame Veranstaltungen stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl. Früher gab es den viel besuchten Gartlerball im Fasching. Als die Besucherzahlen abnahmen und die Vorbereitung schwieriger wurde, hat der Verein beschlossen, stattdessen probeweise ein Konzert zu veranstalten. Mit großem Erfolg: Seit 2007 ist das Salonorchester-Konzert ein Publikumsmagnet.

Der Gartenbauverein wurde 1922 gegründet. Was sind heute die Ziele ?

Wir tauschen mit Gleichgesinnten Wissen und Ideen aus. Wir informieren mithilfe von Vorträgen, beispielsweise zu Hochbeeten, Wildpflanzen oder Düngung. Der Verein bietet auch praktische Kurse an, wie etwa zum Obstbaumschnitt. Zudem werden immer wieder Ausflüge unternommen, etwa zu Gartenschauen. Aber auch das Feiern kommt nicht zu kurz.

Ist das Interesse an dem Verein groß?

Mit über 400 Mitgliedern ist der Verein relativ groß. Allerdings sind nur eine Handvoll unter 40 Jahre alt und Neueintritte selten.  sus

Das Konzert

findet am 6. Januar ab 15 Uhr im Bürgerhaus statt. Karten gibt es für 15 Euro in der Buchhandlung Litera, Puchheimer Straße 15c.

Früher ging es um das Moor

1922, 30 Jahre bevor Gröbenzell 1952 zur Gemeinde wurde, wurde der Gartenbauverein von Siedlern aus der Taufe gehoben. Inmitten einer Moorlandschaft standen im damaligen Gröbenzell nur wenige Häuser und primitive Hütten. Damals, als die Not nach dem Ersten Weltkrieg bei den Menschen am größten war, ging aus der Initiative der so genannte Gartenbau- und Kleintierzuchtverein hervor. Mit dessen Hilfe sollte das Moor kultiviert und Kleintierzucht betrieben werden.

 Es begann außerdem ein eifriger Wettstreit um den größten Radi, das beste Obst und Gemüse, die schönsten Hasen, Hennen und Ziegen. Für die Zucht der Frankenwaldziegen wurde Gröbenzell sogar überregional bekannt. Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Kleintierzucht zurückging, wurde aus dem Verein der Gröbenzeller Gartenbauverein. Und dieser ist bis heute in der Gemeinde äußerst aktiv

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