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Stefan Reimers war seit 2010 evangelischer Dekan in Fürstenfeldbruck.

Stefan Reimers verlässt Fürstenfeldbruck

Dekan wechselt zur Landeskirche

Der evangelische Dekan Stefan Reimers verlässt Bruck. Er wird Leiter der Personalabteilung im Landeskirchenamt. Nach dem gesundheitsbedingten Rückzug seines katholischen Kollegen Albert Bauernfeind werden beide Dekanate neu besetzt.

Fürstenfeldbruck– In der stressigen Vorweihnachtszeit gibt es für die Pfarrer viel Arbeit. Dienstpläne, Gottesdienst-Vorbereitung. Stefan Reimers hat heuer noch mehr zu tun. Denn er bereitet auch den Wechsel in der Leitung des Dekanats vor. Ab April wird er im evangelischen Landeskirchenamt in München arbeiten.

Dort wartet eine neue Herausforderung. Reimers ist zuständig für alle Pfarrer und Diakone der Landeskirche Bayern. Und auch dort herrscht Nachwuchsmangel. „Wir brauchen Veränderungen, um junge Leute zu motivieren“, sagt der 51-Jährige. In Fürstenfeldbruck sei man stets offen für Prozesse gewesen, das habe sicher bei der Wahl seiner Person eine Rolle gespielt, glaubt er.

Reimers kümmert sich um die Aus- und Fortbildung, das theologische Studium, aber auch um die Verteilung der Pfarrer auf die Stellen. Dienst- und Arbeitsrecht gehören ebenfalls zu seinem Aufgabenbereich. Klingt nach einem klassischen Schreibtischjob – keineswegs, sagt Reimers. „Es ist wichtig, im Gespräch zu sein.“ Daher werde er viel unterwegs sein. In den bayerischen Dekanaten, an Universitäten und theologischen Fakultäten.

Am Altar wird er dagegen wohl seltener stehen. „Die Gottesdienste und die Nähe zu den Gläubigen, das werde ich schon vermissen.“ Doch es gebe Amtseinführungen oder andere große Anlässe. Oder mal eine Vertretung. „Ich werde versuchen, weiter Gottesdienste zu feiern.“

Im April beginnt die Einarbeitung in München, im Mai folgt die Verabschiedung, zum 1. Juli tritt Reimers seine Stelle an. „Es ist eine spannende Aufgabe, ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“

Wer im Dekanat in Reimers Fußstapfen tritt, ist noch offen. Erste Gespräche laufen bereits. Da auch Albert Bauernfeind sein Amt als Pfarrverbandsleiter und katholischer Dekan niederlegen musste (siehe Kasten), werden nächstes Jahr zwei neue Gesichter an den höchsten Kirchenposten im Landkreis stehen. „Ich hoffe, dass das neue Team die gute Arbeit im Landkreis fortsetzt“, sagt Reimers, der 2010 von Germering nach Fürstenfeldbruck gewechselt war – kurz nach Bauernfeind. Beide hatten in der Ökumene vieles auf die Beine gestellt. Reimers ist zuversichtlich, dass dieses Pflänzchen weiter wachsen kann. „Ich habe das Gefühl, dass in der Zeit viel ökumenische Offenheit entstanden ist.“

von Ingrid Zeilinger

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