So ein Saustall: Die Altpapiertonnen sind voll. Also stellen die Menschen am kleinen Wertstoffhof beim Waldfriedhof die Kartons einfach daneben.
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So ein Saustall: Die Altpapiertonnen sind voll. Also stellen die Menschen am kleinen Wertstoffhof beim Waldfriedhof die Kartons einfach daneben.

Fürstenfeldbruck

Der Versandhandel und seine Folgen: Saustall am kleinen Wertstoffhof

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Saustall am kleinen Wertstoffhof beim Waldfriedhof in Bruck: Übers Wochenende haben viele Bürger dort ihre Kartons, Plastikverpackungen und mehr abgeladen.

Fürstenfeldbruck - Und weil irgendwann die Tonnen überquollen, stellten sie ihren Unrat einfach daneben. „Wir sind doch wirklich ein überschaubares Städtchen, wo man meinen könnte, dass jeder noch etwas auf den anderen achtet“, meint ein Tagblatt-Leser. „Leider nein.“ Ihn ärgert das gleichgültige Verhalten seiner Mitbürger, die ihren Müll einfach abladen. „Mein Mitgefühl gilt den Arbeitern, die den Dreck unserer egoistischen Mitbürger entsorgen dürfen.“

Gerade am Waldfriedhof und auch am Volksfestplatz gibt es immer wieder Müllansammlungen, berichtet Stefan Mayer, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes. Das Problem: „Es gibt in der Umgebung zu wenig kleine Wertstoffhöfe.“ Die Tonnen werden drei Mal in der Woche geleert, zuletzt am Freitag. Doch übers Wochenende werden sie immer wieder mehr als gefüllt. „Durch die Corona-Pandemie wird viel verschickt“, erklärt Mayer. Daher falle mehr Karton und Plastik an. Am Montag haben seine Mitarbeiter an den kleinen Wertstoffhöfen wieder aufgeräumt. Und öfter als drei Mal pro Woche könne man die Wertstoffhöfe nicht anfahren.

Doch mittelfristig will Mayer hier Abhilfe schaffen: „In der nächsten Zeit werde ich mit der Stadt in Kontakt treten, ob man nicht noch ein paar kleine Wertstoffhöfe unterbringen kann.“  imu

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