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Die moderne Ausrüstung erfordert immer mehr Arbeit und Fachwissen. In Fürstenfeldbruck kümmern sich Florian Rusche und Bastian Kreutzkamp hauptamtlich um Fuhrpark, Maschinen und andere Geräte.

Gerätewarte in den Wehren

Deshalb braucht die freiwillige Feuerwehr hauptamtliche Mitarbeiter

Sie löschen Flammen oder retten Unfallopfer. Doch die Arbeit abseits der Einsätze wird für die Feuerwehr immer umfangreicher. Deswegen haben einige neben den ehrenamtlichen Aktiven bereits hauptamtliche Gerätewarte bekommen. Das weckt natürlich auch bei anderen Wehren Begehrlichkeiten.

Fürstenfeldbruck– Florian Rusche und Bastian Kreutzkamp haben ihr Hobby zum Beruf gemacht. Jahrelang dienten der Kfz-Mechatroniker und der Kfz-Mechaniker in der Freiwilligen Feuerwehr. Jetzt verdienen sie dort ihre Brötchen. Die zwei sind hauptamtliche Gerätewarte bei den Rettern in Fürstenfeldbruck. Das Duo ist dafür verantwortlich, dass die 16 Einsatzfahrzeuge, ein Radlader, ein Gabelstapler, ein Dutzend Anhänger und die Fahrzeuge der Feuerwehren in Aich und Puch rund um die Uhr einsatzbereit sind. Hinzu kommen mehrere tausend Geräte – vom Spreizer bis zur Pumpe.

„Es ist ein Wahnsinnsaufwand, das alles in Schuss zu halten“, sagt Kommandant Michael Ott. Dazu kommt, dass alles, was die Feuerwehrleute tun, genau dokumentiert werden muss – streng nach Richtlinie. Die freiwilligen Helfer könnten diesen Aufwand schon lange nicht mehr alleine schultern. Deshalb hat die Stadt Fürstenfeldbruck zwei neue Stellen geschaffen.

Auch andere Kommunen im Landkreis haben bereits auf den stetig wachsenden Aufwand reagiert. In Germering etwa gibt es ebenfalls zwei Berufsfeuerwehrleute, in Eichenau einen. „Die Einsatzzahlen steigen“, sagt Kreisbrandrat Hubert Stefan. Das liege auch daran, dass die Bürger immer öfter die Feuerwehr rufen. Habe man sich früher etwa bei ein wenig Wasser im Keller oder herabgestürzten Ästen im Garten selbst geholfen, würde heute zum Telefon gegriffen und die 112 gewählt. „Das Anspruchsdenken hat sich verändert“, sagt Stefan.

Mehr Einsätze führen aber auch zwangsläufig zu mehr Aufwand bei der Pflege der Gerätschaften. Früher haben das die freiwilligen Helfer selbst erledigt. Und in vielen Wehren ist das noch immer so – etwa in Olching. Kommandant Josef Gigl wünscht sich daher auch für seine Helfer eine hauptamtliche Stelle. „Das wäre eine große Erleichterung für uns.“

Laut Gigl fallen in Olching rund 2000 Stunden Arbeit pro Jahr an. Leitern prüfen, Schläuche waschen, Fahrzeuge instandhalten und die immer weiter steigende Bürokratie: All das erledigen die Helfer in ihrer Freizeit. Für die Motivation der Frauen und Männer sei das alles andere als gut. Die Zeit, findet Gigl, könne viel besser in Aus- und Fortbildung investiert werden.

Josef Gigl, selbst Mitglied des Olchinger Stadtrats, will das Thema bei den Haushaltsberatungen im Herbst auf die Tagesordnung bringen. Aus Erfahrung weiß der Kommandant, dass das kostspielige Thema nicht bei allen Räten auf offene Ohren stößt. Ein Kollege habe einmal gefragt, wozu man denn etwa all die teuren Ausrüstungsgegenstände für die Feuerwehr brauche – bis seine Tochter von den freiwilligen Helfern gerettet worden sei. (Tobias Gehre)

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