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Glückwünsche zur Diamantenen Hochzeit überbrachte Stadtrat Franz Höfelsauer (r.) im Namen der Stadt. 

In Fürstenfeldbruck

Diamantene Hochzeit: Auf dem Faschingsball hat es gefunkt

  • Andreas Daschner
    VonAndreas Daschner
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Seit 60 Jahren sind Ingrid und Ottmar Böck verheiratet. Dass das ein Grund zum Feiern ist, realisierte das Paar zunächst gar nicht.

Fürstenfeldbruck –  Erst ein Schreiben der Stadt klärte sie darüber auf, dass sie ihre Diamantene Hochzeit begehen. Der Brief war nicht das einzige Schreiben, das das Paar zu seinem Jubeltag erreichte. Der Gratulationsbrief von Ministerpräsident Markus Söder „wird eingerahmt“, sagt Ottmar Böck (84) und strahlt.

Für ihn und seine Frau Ingrid (80) hielt der Diamantene Hochzeitstag auch noch ein Déjà-vu bereit: Als sich die beiden genau gestern vor sechs Jahrzehnten das Ja-Wort gaben, war es auch kalt und schneite. „Sogar der Pfarrer hat damals gesagt: Heute haben wir aber ein Wetter“, erinnert sich Ottmar Böck. Auch an ein zweites Zitat des Gottesmannes erinnert er sich: „Ich mach’s heute schnell, mich friert’s nämlich auch.“

Geheiratet haben Ingrid und Ottmar Böck vor 60 Jahren.

Kennengelernt hatte sich das Paar beim Faschingsball in Benediktbeuern, der Heimatgemeinde von Ottmar Böck. „Ich habe damals noch in Seeshaupt gewohnt“, erinnert sich Ingrid Böck. Eine Freundin hatte sie mit zu dem Ball genommen. Ottmar Böck und seinem damaligen Begleiter stachen die Frauen sofort ins Auge. Böck sollte sie ansprechen. „Weil ich besser tanzen kann“, erzählt er und lacht. Dabei funkte es.

Nach ihrer Heirat reisten die beiden viel mit ihrem Wohnmobil. Auch Teneriffa besuchten sie mehrmals. In Erinnerung blieb dem Paar zudem eine Schiffsreise zu den Kanaren. „Wir waren oft im Urlaub, wir können heute noch davon zehren“, sagt Ingrid Böck – zumal ihr Mann die Reisen alle auf Film festgehalten hat.

Den Lebensunterhalt verdiente Ottmar Böck als Maler. Seine Frau arbeitete als Kassenkraft bei einem Optiker. Daheim stand bald die Familie im Mittelpunkt. Zwei Töchter haben Ingrid und Ottmar Böck. Die beschenkten ihre Eltern mit zwei Enkeltöchtern und einem Enkelsohn. „Einen Urenkel haben wir auch schon“, sagt Ottmar Böck stolz.

Vor 33 Jahren kam das Paar nach Bruck. „Wir haben in Pasing direkt am Marienplatz gewohnt“, sagt Ottmar Böck. „Da war es uns zu laut.“ Weil eine Tochter aus beruflichen Gründen bereits dort wohnte, fiel die Wahl des neuen Wohnorts auf Fürstenfeldbruck. „Wir haben hier unsere Wohnung gekauft“, sagt Ottmar Böck. Dass das Paar nun seit sechs Jahrzehnten glücklich ist, kommentiert der Brucker so: „Sie war meine erste und einzige große Liebe.“ Und nach kurzer Pause schiebt er mit einem Augenzwinkern hinterher: „Es kommt nichts Besseres mehr nach.“ 

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