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Zur Diamantenen Hochzeit erhielten Johanna und Andreas Baumgartner auch Glückwünsche von Stadtrat Hardy Baumann (r.). 

Fürstenfeldbruck

Diamantene Hochzeit: Eine rote Nelke für jedes glückliche Ehejahr

 60 rote Nelken für 60 glückliche Ehejahre: Damit gratulierte Andreas Baumgartner (87) seiner Ehefrau Johanna Baumgartner (85) zur Diamantenen Hochzeit.

Fürstenfeldbruck– „Im Blumenladen wollten sie mir erst nur 50 Blumen geben, aber wenn schon, dann richtig“, sagt der 87-Jährige und schmunzelt.

Kennengelernt haben sich der waschechte Brucker und die Ingolstädterin – wie damals üblich – beim Tanzen in Fürstenfeldbruck. „Das war damals wirklich schön, da ist die ganze Familie zusammen Tanzen gegangen“, schwärmt Johanna Baumgartner. „So etwas gibt es heutzutage gar nicht mehr.“ Knapp zwei Jahre später gab sich das junge Paar das Ja-Wort. Standesamtliche und kirchliche Trauung feierten die Beiden mit ihren rund 30 Gästen dabei gleich an einem Tag.

Beim Tanzen

Standesamt und Kirche am gleichen Tag: Vor 60 Jahren heiratete das Paar.

Auf der Tanzveranstaltung begegneten sich Johanna und Andreas Baumgartner allerdings nicht zum ersten Mal. „Man kannte sich bereits vom Sehen“, erinnert sich Andreas Baumgartner. Seine zukünftige Ehefrau wohnte zwar in Ingolstadt, arbeitete jedoch in Bruck als Näherin. Wenn es nötig war auch samstags oder sonntags. Für Johanna Baumgartner war das allerdings überhaupt nicht schlimm: „Ich habe das wirklich gerne gemacht. Wenn es um Handarbeiten ging, war ich immer die Erste“. Auch in ihrer Rentenzeit spielt das Nähen eine große Rolle. „Sie näht immer noch, soweit es geht, für den Haushaltsgebrauch,“ ergänzt ihr Ehemann.

Auch Andreas Baumgartner entschied sich als Schreiner für einen handwerklichen Beruf. „Das habe ich allerdings schnell aufgegeben, man hat einfach zu wenig verdient“, so der 87-Jährige. Von längerer Dauer war seine anschließende Anstellung in einer Baufirma, wo er laut Johanna Baumgartner „Mädchen für alles“ war. Nebenbei kümmerte er sich um den Garten und das eigene Haus, das die Baumgartners seit 1963 bewohnten. Auch in der Zeit vor dem Eigenheim blieben die Beiden der Stadt Fürstenfeldbruck stets treu und lebten in verschiedenen Wohnungen in der Kreisstadt.

Auf Reise

Kinder gibt es im Leben der Baumgartners keine. „Das ist wirklich sehr schade, aber was nicht sein soll, soll nicht sein“, sagt die 85-Jährige. Trotzdem genießen die Eheleute auch zu zweit das Leben in vollen Zügen und haben stets alles gemeinsam gemacht. Beliebt waren Wochenendausflüge in die Berge zum Spazieren gehen, Bekannte besuchen oder gutes Essen zu genießen. Darüber hinaus ging es auch weiter weg, bis nach Amerika oder Tunesien. Streit spielte in all der gemeinsamen Zeit nie eine große Rolle, wie Johanna Baumgartner verrät: „Und wenn doch mal etwas ist, dann muss man das ausreden und dann ist auch Ruhe.“

(NATHALIE HRADECKY)

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