Noah I. und Lea I. sind das Kinderprinzenpaar der Heimatgilde für die Corona-Faschingssaison.
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Noah I. und Lea I. sind das Kinderprinzenpaar der Heimatgilde für die Corona-Faschingssaison.

Kinderprinzenpaar der Heimatgilde geht in Corona-Saison

Die närrischen Hoheiten von Bruck

  • vonHans Kürzl
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Ein Prinzenpaar gibt es in dieser Faschingssaison nicht. Aber Noah I. und Lea I. von der Heimatgilde „Die Brucker“ werden die Stadt als Kinder-Prinzenpaar vertreten.

Fürstenfeldbruck – Die Proklamation fand coronabedingt vor der Videokamera statt. „Klar macht das schon einen Unterschied, ob man zu Publikum oder zu einer Kamera spricht“, sagt Gildemeister Daniel Brando. Der Szenenapplaus fehle und der Jubel, der jedes Lampenfieber beim Prinzenpaar wegwischt. Auch mit der Stimmung im Saal könne man als Moderator nicht spielen.

So bleibt ein gut gemachtes Video, in dem sich das neue Kinder-Prinzenpaar präsentiert. Regentropfen perlen im Scheinwerferlicht an einer schwarzen Limousine ab, in der die Prinzessin im roten Kleid chauffiert wird. Der Prinz hält ihr, ganz Kavalier, die Autotür auf, um dann mit ihr als Paar über den roten Teppich zu schreiten.

Der zwölf Jahre alte Prinz Noah Max Saatze erzählt, dass er gerne Fußball spielt und nach zwei Jahren wieder bei der Heimatgilde eingestiegen ist. Geboren wurde der in Emmering wohnende Saatze in der Faschings-Hochburg Olching. Er besucht die sechste Klasse des Graf-Rasso-Gymnasiums. Nur ein paar Schritte weiter geht die ebenfalls zwölfjährige Prinzessin Lea Bissinger in die Realschule. „Am Tanzen gefällt mir, dass ich meine Freunde treffen kann“, sagt sie. Ihre zweite große Leidenschaft sei das Voltigeren.

Als Prinzenpaar wollen die Beiden den Menschen etwas Abwechslung und Freude in den Alltag bringen. „Wir wollen es versuchen.“ Dem schließt sich Gildemeister Brando an. „Gerne treten wir auch im Freien auf“, sagt er. Das sei die einzige Möglichkeit, zumindest etwas Publikum zu bekommen.

Derzeit muss sich die Heimatgilde auf Auftritte per Video beschränken. „Wir wollen schon auch die einzelnen Gruppen präsentieren“, kündigt Brando an. Man bastle da gerade an einem coronakonformen Format. Denn in den Vereinsräumen dürfen sich die Mitglieder nicht treffen. „Da ist derzeit wirklich alles dicht.“ Und man achte in jeder Beziehung auf die Einhaltung der Regeln. Das galt auch für das Video von der Proklamation.

„Gedreht vor dem 2. November“ hieß es im Abspann. Man habe damit jeder Kritik vorbauen wollen, erklärt Brando. HANS KÜRZL

Kontakt zur Heimatgilde

gibt es per E-Mail an: brando@heimatgilde.de

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