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Die wichtigsten Fakten zur neuen Biotonne

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Von: Thomas Steinhardt

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Biomüll in der Tonne. Wie oft soll diese gereinigt werden. Die Stadt Ebersberg sartet eine PR-Kampagne.
Der Landkreis bekommt eine neue Biotonne. © Arno Burgi

Zum 1. Januar 2025 wird im Landkreis eine Biotonne eingeführt. Ziel ist es, mehr Küchenabfälle in die Vergärung und damit in die Energieerzeugung schicken zu können.

Landkreis – Die Biotonne wird verpflichtend sein. Jeder Haushalt bekommt damit eine Tonne vom Landkreis gestellt. Abgerechnet wird sie über die Müllgebühren. Diese werden, so eine Schätzung, um etwa zwölf Prozent steigen. Von der Anschlusspflicht kann man sich per Antrag befreien lassen. Voraussetzung: Man kompostiert selbst. Die Biotonne wird 14-tägig abgeholt werden. Die Behälter haben Filterdeckel, um Gerüche zu minimieren.

Wie groß sind die Tonnen?

Dies beschloss nun der zuständige Werkausschuss des Kreistags. Das Gesamtgremium folgte dem Votum wenig später ebenfalls einstimmig.

Wer eine Tonne welcher Größe bekommt, orientiert sich an der Restmülltonne. Beispiel: Wer jetzt eine Restmülltonne mit einer Größe zwischen 40 und 120 Liter hat, bekommt eine 60-Liter-Biotonne. Wer eine 240-Liter-Restmülltonne besitzt, bekommt eine 120-Liter-Biotonne. Wer abweichende Tonnengrößen haben möchte, kann dies gebührenpflichtig dazu buchen.

Was soll in die Biotonne?

In der Biotonne entsorgt werden können etwa Obst- und Gemüseabfälle (auch Schalen von Zitrusfrüchten), Speisereste aus Haushalten, Fisch-, Wurst- und Fleischreste aus Haushalten, Brot- und Gebäckreste, Eierschalen, Kaffee- und Teefilter sowie Topf- und Balkonpflanzen.

Was kommt besser auf den Wertstoffhof?

Rasenschnitt kann ebenfalls in der Tonne entsorgt werden. Allerdings: Rasenschnitt bringt bei der Vergärung weniger Ertrag als die Küchenabfälle, wie Stefan Mayer vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises erklärt. Gänzlich uninteressant bei der Vergärung sei Strauchschnitt. Dieser solle am besten weiterhin an den Wertstoffhöfen abgegeben werden.

Wie verlief die politische Debatte?

In der jüngsten Sitzung des Werkausschusses, in dem das Thema schon mehrfach diskutiert worden war, stießen die Pläne des kreiseigenen Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) nun auf einhellige Zustimmung des Gremiums. Abfallreferent und Biotonnen-Befürworter Jakob Drexler (UBV) kommentierte: „Damit ist ein jahrelanges Thema erledigt.“ Im Kreistag erinnerte dann Sandra Meissner (Freie Wähler) daran, dass ihre Gruppierung dereinst einen entsprechenden Antrag gestellt habe. Nach zehn Jahren sei das Thema nun gut geworden.

Wird der Kompost kontrolliert

Christian Stangl (Grüne) indes fand es seltsam, dass Kontrolleure des Abfallwirtschaftsbetriebs auf Privatgrundstücke gehen dürfen sollen, um etwa zu überprüfen, ob jemand wirklich selbst kompostiert. Niemand werde über den Zaun klettern, meinte Landrat Thomas Karmasin (CSU) und AWB-Chef Stefan Mayer ergänzte, dass natürlich niemand ungefragt besucht werde.

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