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Diesel-Abgase

Hauptversammlung

Dieselverbot schreckt Handwerk auf

Sollte es zu dem zurzeit diskutierten Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in München kommen, wäre das auch fatal für das Handwerk im Landkreis, sagte Kreishandwerksmeister Harald Volkwein bei der Hauptversammlung der Innungen in Fürstenfeldbruck.

Fürstenfeldbruck–  Auch bei der Versorgung der Millionenmetropole, die zum großen Teil von der Region rund um die Landeshauptstadt versorgt wird, dürfte es zu Engpässen kommen. „Das Handwerk kann nicht zum Sündenbock einer verfehlten Stadtverkehrspolitik gemacht werden“, meinte Volkwein dazu. Als Beispiel führte er Paris an, wo die Straßen täglich abgespritzt werden, um die Feinstaubentwicklung zu verringern.

Neben den Vorstandsmitgliedern, Geschäftsführerin Jutta Sellin sowie Franz Höfelsauer als Beauftragten der Kreishandwerkerschaft begrüßte Volkwein auch die Obermeister und Obmänner, die ihre Geschäftsstellen in München haben, sowie Vertreter von Geldinstituten und Berufsschule. „Erschreckt“ äußerte sich Volkwein über die teilweise bei vielen Eltern bestehende Unkenntnis zum dualen Ausbildungssystem. Als erfolgreich bezeichnete Volkwein die Fachmesse Vocatium, die zum einen mittelständischen Unternehmen die Chance bietet, geeignete Auszubildende und Studierende zu finden, andererseits jungen Menschen eine professionelle Gelegenheit bietet, sich auf den Berufseinstieg vorzubereiten.

Auch über das vierte Schreinerforum im Veranstaltungsforum, dem größten Fachkongress und Branchentreff in Süddeutschland, informierte Volkwein. 700 Schreiner aus ganz Bayern nutzten kürzlich die Gelegenheit. Dort sprach der ehemalige deutsche Kulturstaatsminister im Kabinett Schröder, Julian Nida-Rümelin, über die „Einbahnstraße des Akademisierungswahns“. Er hielt ein Plädoyer für die gewerbliche Ausbildung.

Berufsschulleiterin Andrea Reuß informierte bei der Handwerker-Hauptversammlung über die neue Lehrplangestaltung auch unter dem Aspekt des Unterrichts für Asylbewerber. Die Lehrerversorgung bewege sich bei 85 Prozent, was zur Folge habe, dass nicht nur Unterricht in Deutsch, Turnen und Religion ausfallen müssen, sondern teilweise auch Fachstunden.

Einen gesellschaftlichen Höhepunkt für das regionale Handwerk stellt der im Barocksaal der Polizeifachhochschule zum vierten Mal stattfindende Sommerempfang der Brucker Kreishandwerkerschaft am 20. Juli dar. Die Festrede hält der Hauptgeschäftsführer der bayerischen Handwerkskammer, Franz-Xaver Semper. Im Mittelpunkt steht die Überreichung der drei von Stadt und Landkreis ausgelobten Handwerkerpreise.

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