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Klingt wie ein schlechter Witz, ist es aber nicht. Steine und Totholz in der Nähe des Brucker Bahnhofs sind tatsächlich ein Biotop für Eidechsen. Die Tiere stören sich nicht an den Erschütterungen durch die Züge und fühlen sich entlang der Schienenstränge ziemlich wohl.

An der Bahnlinie bei Bruck

Dieser Schrotthaufen hat System

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Fürstenfeldbruck – Auf einer Fläche neben den Gleisen liegt seit einiger Zeit ein ganzer Haufen Schutt, überhaupt ist der Fleck total verwildert. Doch das hat einen Grund.

Als Walter Bauer (73) aus Eichenau unlängst am Brucker Bahnhof war, sträubten sich ihm die Nackenhaare. Eine Fläche neben den Gleisen ist verwildert und mit Steinen zugeschüttet. Stimmt, das sieht nicht schön aus. Bei genauem Hinsehen macht es aber durchaus Sinn.

Einmal in der Woche läuft Walter Bauer von Eichenau nach Fürstenfeldbruck, um dort schwimmen zu gehen. Und das seit zwölf Jahren. Der 73-Jährige ist gerne draußen. Umso mehr ärgert es ihn, wenn er verschmutzte Areale sieht. „Die Natur muss sauber sein“, sagt er.

Besonders negativ ist ihm unlängst eine Ausgleichsfläche der Bahn aufgefallen, die südlich der Gleise neben der Pfaffinger Straße liegt. „Das ist eine reine Müllhalde“, meint der Rentner verärgert.

Und irgendwie stimmt ihm ein Sprecher der Bahn da sogar zu. Die Ausgleichsfläche gehört dem Unternehmen. Und: Die alten Pflaster- und Betonsteine türmen sich mit voller Absicht dort. „Es ist ein Habitat für Zauneidechsen“, erklärt der Sprecher. Die Tiere lebten gerne in den Zwischenräumen und im Schotter nahe der Gleise. Denn sie stören sich nicht an den Erschütterungen durch die fahrenden Züge.

25 Eimer voller Müll gesammelt

Als die Gleise zwischen Bruck und Aubing 2015 erneuert wurden, war auf der Fläche beim Brucker Bahnhof ein Materiallager. Das hatte den Reptilien ziemlich gut gefallen. Doch das Lager musste wieder aufgelöst werden. „Weil wir die Tiere vertrieben hatten, mussten wir ihnen wieder einen neuen Lebensraum bieten“, erklärt der Bahnsprecher. Auch Totholz liege absichtlich auf dem Areal – eben alles, was Eidechsen mögen.

Walter Bauer kann sich damit nicht anfreunden. „Wenn man irgendwo Dreck hinschüttet und dann behauptet, das gehöre so, dann finde ich das einen Hohn“, sagt er. Sein jährliches Ramadama wird er weiterhin durchziehen. Dann sammelt er den Müll auf, den unachtsame Passanten liegen gelassen haben. Letzes Mal, so Bauer, waren es am Ende insgesamt 25 Eimer. hk/vu

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