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Beispielfoto, stammend von der Bildungsmesse didacta

Treffen der Bürgermeister

Digitales Klassenzimmer kommt teuer

In Fürstenfeld gaben sich am Donnerstag fast 100 Bürgermeister aus ganz Oberbayern und Augsburgs OB Kurt Gribl die Ehre. Anlass war die Bezirksversammlung des Bayerischen Städtetages.

Fürstenfeldbruck – Wichtigstes Thema der Rathauschefs war das „digitale Klassenzimmer“, das die Staatsregierung schon in den nächsten Jahren flächendeckend einführen will. Sorge der Kommunen unter anderem: Es könnte bei einer Anschubfinanzierung durch den Staat bleiben. Für Systembetreuung und EDV-Erneuerung müssten dann die Sachaufwandsträger, also Gemeinden und Kreise, aufkommen. „Wir müssen noch um unsere Rechte kämpfen, sagte Gribl, der Landesvorsitzender des Städtetags ist. „Das sind wir ja gewohnt,“ sekundierte die Bezirksvorsitzende Gabriele Bauer, Oberbürgermeisterin von Rosenheim.

Hinter der Schul-Digitalisierung stehen für die Städte weitere Fragezeichen. Reichen neue Soft- und Hardware ohne einen grundlegend neuen pädagogischen Ansatz? Kann es für Fürstenfeldbruck und Wunsiedel gleiche Vorgaben geben? Und was ist mit Kommunen, die bei der Computer-Ausstattung schon in Vorleistung gegangen sind? Eine Frage, die Olchings Rathauschef Andreas Magg umtrieb. Eine nachträgliche Förderung soll aber möglich sein.

Ein Thema war auch die Schadstoffbelastung durch den Verkehr. Gastgeber Erich Raff, „als Neuling noch zum Lernen da“, sieht keinen Bedarf für eine Messstation etwa in seiner Innenstadt. Schließlich seien noch nie Probleme gemeldet worden. In Rosenheim, wo die Grenzwerte schon einmal leicht überschritten wurden, wird man dagegen eine Untersuchung durch das Landesamt für Umweltschutz beantragen, erzählte Bauer. Für Griebl ist klar, dass man nicht Symptome bekämpfen dürfe, sondern an die Quellen ran müsse: Sprich: „Bessere Motoren entwickeln.“

Der Städtetag gilt den Bürgermeistern überparteilich als wichtiges Gremium für gegenseitigen Austausch und um gemeinsame Positionen gegenüber der großen Politik zu beziehen. Kurt Gribl, der bei den Berliner Koalitionsverhandlungen mit am Tisch saß, formulierte es so: „Wir sind nicht nur eine Selbsthilfegruppe. Wir haben alle die gleichen Themen.“  op

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