Bebauungsplan

Diskussion um Gehwege am Gewerbegebiet Kugelfang

Am Kugelfang soll weiteres Gewerbe angesiedelt werden. Der Stadtrat hat den Bebauungsplan für die 13 500 Quadratmeter große Fläche auf den Weg gebracht. 

Fürstenfeldbruck – Auf dem Areal soll kleinteiliges Gewerbe seine Heimat finden, wie auch auf der gegenüberliegenden Seite. Diskussionen gab es vor allem über den Gehweg.

Die Fläche am Kugelfang ist die einzige, auf der in nächster Zeit Gewerbe angesiedelt werden kann. Die Entwicklungsgesellschaft Industha soll das Areal vermarkten, Interessenten gibt es laut Geschäftsführer Peter Lackerschmid bereits. Ziel ist es, wie auf der Ostseite auch kleinteilig zu bauen. Beide Bereiche sollen sich optisch ähneln. Daher forderte Alexa Zierl (Die Partei & Frei) im Planungsausschuss, auf beiden Seiten einen Gehweg einzuplanen – ohne Erfolg.

Im Stadtrat wiederholte sie ihren Antrag. „Es arbeiten Menschen dort, wir sollten nicht darauf verzichten.“ Man könne den Grünstreifen auf der anderen Seite schmäler machen, um keine Gewerbefläche abzuzweigen. Vize-Bürgermeister Christian Götz (BBV) wies darauf hin, dass auch Betriebswohnungen geplant seien. „Dort leben auch Familien.“ Er berichtete zudem von einer E-Mail der Gewerbetreibenden auf der Ostseite des Kugelfangs, die von den Bauplänen irritiert seien. Man habe ihnen versichert, in den nächsten 20 Jahren werde die Westseite nicht bebaut. Schon aus diesem Grund müsse man schauen, dass das Gelände ansehnlich gestaltet wird.

Georg Stockinger (FW) verwies auf das Gewerbegebiet an der Zadarstraße. Dort gebe es auch nur auf einer Seite einen Gehweg. „Es funktioniert auch, sogar mit der Moschee.“ Man könne auch die Straße überqueren, fand Ulrich Schmetz (SPD). Letztlich blieb es bei einem Gehweg, Zierls Antrag wurde mit 16:21 Stimmen abgelehnt. Die Änderung könne sich aus dem Verfahren heraus ergeben, meinte Schmetz.

Karl Danke (BBV) wies noch darauf hin, auf den Radweg nach Maisach zu achten. Die Strecke über den Kugelfang sei eine Hauptachse von der Innenstadt nach Maisach. Und sie sei auch im Radwege-Konzept des Landkreises enthalten, ergänzte Zierl.

Die Frage sei auch, wie es mit der Südumgehung weitergehe, meinte Franz Neuhierl (FW).

Gegen drei Stimmen stellte der Stadtrat den Bebauungsplan auf. Jens Streifeneder (BBV) sah keine Notwendigkeit, das Areal zu bebauen, wo Teile des Gewerbegebietes Hasenheide als Parkplatz missbraucht würden. Raff wies darauf hin, dass das Gebiet seit 2016 erste Priorität genieße. Rechtsamtsleiter Christian Kieser erklärte, die Stadt und Industha könnten die freien Flächen nicht aktivieren: Mit einer Erbengemeinschaft am nördlichen Kugelfang gebe es keine Einigung, und der Freistaat wolle erst sein Eich- und Beschussamt bauen und nicht an die Industha verkaufen.  imu

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