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In Bruck

Das doppelte Hochzeits-Jubiläum

Fürstenfeldbruck – Ein doppeltes Hochzeitsjubiläum feierte dieser Tage Familie Fuchs aus Fürstenfeldbruck. Herta (86) und Josef (88) sind seit 65 Jahren verheiratet, Sohn Dieter (54) gab seiner Ehefrau Sabine am gleichen Tag vor 27 Jahren das Ja-Wort.

 Die beiden Fuchs-Männer Josef und Dieter sind ganz schöne Schlitzohren. Denn dass sie dasselbe Hochzeitsdatum haben, hat seinen Grund. „Wir haben uns gedacht, einer von uns wird schon an den Hochzeitstag denken“, sagt Dieter Fuchs und lacht. Sein Vater stimmt dem leise schmunzelnd zu während sich die beiden Ehefrauen wissende Blicke zuwerfen.

Neben ihrem zweiten Sohn Klaus (63), der Schlagzeuger bei der Brucker Band „Rockfreunde FFB“, ist, ist auch der amtierende Bürgermeister Erich Raff zum Gratulieren vorbeigekommen. Zum Anstoßen gibt es Sekt. „Aber bloß eins Dieter, wir müssen noch arbeiten“, warnt der Bürgermeister mit einem Augenzwinkern. Denn auch Dieter Fuchs ist im Bürgermeisterbüro beschäftigt.

Herta und Josef Fuchs lernten sich 1950 auf dem Brucker Volksfest kennen. Die damals Anfang 20-Jährigen mussten in jungen Jahren beide aus Schlesien nach Deutschland fliehen. „Ich bin damals mit meiner Mutter zu Fuß bis nach Tschechien, von da aus sind wir dann mit dem Flugzeug weiter. Eigentlich hätten wir in Landshut landen sollen aber wir wurden beschossen und mussten in Fürstenfeldbruck notlanden“, erzählt Herta Fuchs.

Zunächst lebten die beiden in der Augsburger Straße. Doch 1959 zogen sie in die Parchwitzerstraße und bauten dort ein Haus. Josef war sein Leben lang Maurer und schon immer handwerklich begabt. „Den Innenausbau habe ich selbst gemacht, an dem Haus hier hängen sehr viele Erinnerungen.“

Beruflich war er immer viel auf Montage, damals für Siemens Bauunion. „Sogar in Afghanistan war ich, da haben wir Wasserkraftwerke gebaut“, erzählt er während seine Frau die alten Fotografien von Bauarbeiten und Schreiben des Afghanischen Königs zeigt. Die Bruckerin war als Haushälterin tätig. „Damals in der Drexlerei Trotter in der Schöngeisingerstraße. Das kennt heute bestimmt niemand mehr.“

Später hatten die beiden zwei Hunde – Fiffi und Susi. „Das waren beide Mischlinge. Ich glaube der Vater war ein Dackel und die Mutter ein Pudel. Wir haben immer Dackel auf Stelzen zu ihnen gesagt“, erzählt Sohn Dieter und lacht. Tierlieb ist Familie Fuchs bis heute. Regelmäßig werden sie von einem freundlichen Raben besucht. „Wir haben ihn Jakob getauft. Er kommt seit Jahren und sitzt dann immer im Garten und schaut uns bei der Arbeit zu. Manchmal bekommt er auch ein Stück Brot.“ (mag)

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