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Der See ist großflächig abgesperrt.

Bei Merching

Drei Hunde tot, Badeverbot: Blaualgen-Alarm am Lech-Stausee

Rätsel um Gift im See: An der Lechstaustufe 23 bei Merching - durchaus auch beliebt bei Bürgern aus dem Brucker Landkreis  -  herrscht Badeverbot, nachdem drei Hunde am See verendet sind.

Merching -

Update: Aktueller Stand vom 22. August 11 Uhr

Im Magensaft einer der Hunde gelang der laborchemische Nachweis von Anatoxin sowie auch mikroskopisch von Cyanobakterien der Gattung Tychonema. Damit sei nun zweifelsfrei bewiesen, dass einer der Hunde an einer Anatoxinvergiftung starb, teilt Aichach-Friedbergs Landrat Klaus Metzger mit. Weitere Ergebnisse zur Anatoxinkonzentration im Wasser stünden noch aus.

Im Mandichosee in Merching wurde laut dem Landrat eine hierzulande seltene Gattung von Cyanobakterien (Blaualgen) nachgewiesen. Aufgrund der weiterhin nicht abgeschlossenen Untersuchungen mit laufend neuen Erkenntnissen zum Verhalten und zum Vorkommen von Tychonema im Mandichosee wurde durch Allgemeinverfügung ein Aufenthaltsverbot erlassen. Im gesamten Bereich der Lechstaustufe 23 / des Mandichosees ist das Baden, das Angeln, die Ausübung von Wassersport und das Betreten des Anschwemmbereiches am Ufer untersagt, so der Landrat.

Wassersportverbot

 Während im Brucker Landkreis ergebnislos über Bade-Inseln diskutiert wird, kommt es am Mandichosee knapp hinter der Landkreisgrenze bei Merching (Aichach-Friedberg) an der Lechstaustufe 23 zu einer äußerst ungewöhnlichen Entwicklung: Wegen Blaualgen gilt ein Bade - und sogar Wassersportverbot. In den vergangenen Wochen sind drei Hunde an dem See auf rätselhafte Weise ums Leben gekommen, ein viertes Tier überlebte knapp. Als mögliche Todesursache gilt nun eine seltene, aber hochgiftige Blaualgenart namens Tychonema, die nach dem letzten Vorfall im See entdeckt wurde. 

Tödliche Bakterien

Das Landratsamt in Aichach berichtet, dass Tychonema nicht nur an Wasserpflanzen und angeschwemmtem Treibholz anlagert, sondern auch in Form von rötlichen Bakterienansammlungen, sogenannten Patches, im Flachwasser am Ufer vorkommt. Inwieweit diese Patches auch fernab des Ufers auf dem See vorkommen, könne derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Ebenso stehe die Toxinbestimmung – eine laut Landratsamt laborchemisch nicht ganz einfache Analyse – noch aus. Aufgrund der weiterhin nicht abgeschlossenen Untersuchungen mit laufend neuen Erkenntnissen zum Verhalten und zum Vorkommen von Tychonema im Mandichosee wird das Badeverbot aufrecht erhalten. Eine Gesundheitsgefahr für Badende und Wassersportler könne daher beim Verschlucken von Wasser zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, so das Landratsamt. Vom Kontakt mit Wasserpflanzen, Schwemmgut und den Patches im Flachwasserbereich wird dringend abgeraten. Auch Hundebesitzer sollten den Uferbereich meiden und ihre Tiere nicht ins Wasser lassen, so das Landratsamt. Wie die Friedberger Allgemeine am Donnerstag berichtet, wurde nun sogar ein Verbot über den Verzehr von Fischen aus dem See verhängt.

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