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E-Motorräder sind auch bei Kindern ein Hit: Daniel Vogel demonstriert dies mit Tochter Eleanor.

Messe im Veranstaltungsforum

E-Mobilität wird noch skeptisch beäugt

Fürstenfeldbruck – Gesprochen wird über E-Automobile in Zeiten der Energiewende viel. Auf den Straßen sind die elektrisch betriebenen Gefährte aber noch eine Seltenheit. Das Tagblatt hat bei Besuchern der Messe Emobil nachgefragt, warum das so ist.

Ob’s nur am schönen Wetter und der Wiesn lag? Die Besucherzahl bei der Emobil im Veranstaltungsforum blieb jedenfalls weitgehend überschaubar. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die E-Mobilität zum einen noch mit einigen Vorurteilen, zum anderen aber auch mit echten Einschränkungen zu kämpfen hat.

Christoph Jacken schreckt vor allem der hohe Preis der elektrisch angetriebenen Fahrzeuge ab.

„Mich hat bislang vor allem der Preis davon abgeschreckt, ein E-Auto zu kaufen“, sagte Christoph Jacken aus Gilching. Dabei nehmen sich elektrische Autos und Autos mit Verbrennungsmotor vom Preis her nicht mehr viel, wie man unter den insgesamt 28 Ausstellern der Messe erfahren konnte. „Der Unterschied ist wohl wirklich nicht mehr so schlimm“, sagte auch Jacken.

Die geringe Reichweite ist für manche noch problematisch

Auf der Emobil wagte der Gilchinger dann auch eine Probefahrt mit einem elektrischen Auto - mit positivem Fazit: „Es ist schon beeindruckend.“ Vor allem die leisen Elektromotoren haben es dem 51-jährigen angetan, wenngleich das für Fußgänger problematisch werden könne. „Man hört wirklich nur das Abrollgeräusch der Reifen.“ Ein anderes Problem schreckt den Gilchinger aber ebenfalls noch ab: Die fehlende Reichweite. „Für meine Frau würde es wohl reichen“, sagt er. Eine Alternative zum Ottomotor ist ein E-Auto für ihn aber erst, wenn die Reichweite steigt.

Elfriede und Gerhard Dauch stören sich noch an der geringen Reichweite der E-Autos.

In ein ähnliches Horn stieß auch der Brucker Gerhard Dauch (59), der die Messe gemeinsam mit seiner Frau Elfriede (55) besuchte. „Bei 170 Kilometern bei optimalen Bedingungen sind halt nur Kurzstrecken möglich“, sagt er. Wenn es kalt sei, würde die Reichweite zudem noch weiter sinken. „Selbst wenn es unterwegs eine Ladestation gibt, muss sie auch erst mal frei sein.“

Elektrische Motorräder haben leistungsfähige Akkus

Hinzu käme die Wartezeit, bis die Akkus wieder aufgeladen sind. Trotz dieser Einschränkungen interessiert Dauch die Technik sehr. Allerdings denkt er eher über ein zwei- als ein vierrädriges E-Mobil nach. „Bei den E-Bikes hat sich die Technik sehr zum Positiven verändert.“ In ein paar Jahren könne er sich durchaus vorstellen, sich ein elektrisch betriebenes Rad zu kaufen.

Auch für Daniel Vogel sind elektrische Räder und Motorräder die „deutlich nutzbarere Variante der E-Mobilität“. Der 37-jährige vom TuS Fürstenfeldbruck, der in Donauwörth wohnt, stört sich bei den Autos ebenfalls an der Reichweite. Sein Problem: Bei seiner Arbeit habe er keine Möglichkeit, die Akkus zu laden. „Für mich wäre ein E-Auto deshalb erst interessant, wenn ich mindestens 250 Kilometer zwischen den Ladevorgängen fahren kann“, sagt er. Elektrische Motorräder kommen Vogel da schon eher entgegen. „Mit ihnen kann man bis zu drei Stunden fahren, ohne dass die Batterie an Leistung verliert.“ Außerdem habe man geringere Kosten beim Akkuaustausch.

Für E-Motorräder bekomme man Akkus oft schon für 100 Euro, so dass man mit zwei Akkus einen ganzen Nachmittag fahren könne. Die Vorzüge der elektrischen Motorräder zeigte Vogel den Besuchern dann auch am Stand des TuS, der die Gefährte präsentierte. Und Tochter Eleanor (6) probierte sie auch gleich begeistert aus.

von Andreas Daschner

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