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Auf vielen Märkten verkauft Monika Felber ihre selbst genähte Kinderkleidung. 

In Fürstenfeldbruck

Eigenes Mode-Label gegründet: Sie schneidert kunterbunte Kindermode

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Schon als kleines Mädchen war Michaela Felber fasziniert vom Nähen. Aus dem Hobby ist inzwischen mehr geworden. Die Bruckerin hat ein eigenes Modelabel gegründet.

Fürstenfeldbruck – Stundenlang konnte Michaela Felber bei ihrer Tante in der Küche am kleinen Schneidertisch sitzen und zuschauen, wie aus Stoffstücken Kleidungsstücke entstanden. „Meine Tante war Schneiderin, aber für mich hat sie gezaubert“, erinnert sich die Bruckerin. Inzwischen zaubert sie selbst Kleidung für Kinder.

Manchmal sieht sie ihre Kreationen über Spielplätze toben, in Kindergärten und Schulen herumlaufen. Dann freut sich Michaela Felber. Dass sie anfing, Kindermode zu schneidern, hatte einen praktischen Grund. „Als meine Kinder auf die Welt kamen, habe ich schnell gemerkt, wie schwer es ist, vor allem für Jungs bunte und passende Schals und Mützen zu finden, die dann im Idealfall auch noch freiwillig angezogen werden“, erzählt sie. In den Läden war die Auswahl nur für Mädchen groß. Also besorgte sie sich Stoffe mit Dinos, Fußbällen und Autos drauf und begann, Schals und Mützen selber zu nähen.

Die Sachen waren zunächst nur für den Hausgebrauch und für Freunde. Doch eines Tages bummelte Michaela Felber über den Handwerker- und Bauernmarkt in Türkenfeld und kam mit dem Organisator Robert Müller ins Gespräch. Als der von ihrer Näherei hörte, schlug er halb im Scherz vor, sie solle sich doch einen Stand auf der Bergweihnacht nehmen und ihre Sachen dort anbieten. „Ich habe mich ein bisschen ins kalte Wasser werfen lassen“, erinnert sich die 47-Jährige.

Bunte Nackenkissen als Leseknochen

Um ein ausreichend großes Sortiment präsentieren zu können, saß sie in den folgenden Wochen Tag und Nacht an der Nähmaschine. Auf die Schnelle wurden einfache Flyer entworfen, ein Logo gestaltet und ein Name für das Modelabel gesucht. Es wurde eine witzige Kombination aus dem Familien-Spitznamen („die Felbis“) und den ersten beiden Buchstaben ihres Vornamens. So entstand „Felbimi“.

Inzwischen hat sich das Schneidern zum Halbtagsjob entwickelt. Morgens, wenn ihre beiden Kinder (9 und 12) aus dem Haus sind, zieht sich Michaela Felber in ihr Reich auf dem Dachboden zurück. Dort lagern ihre Stoffe und Schnittmuster, stehen die Näh- und die Stickmaschine. Längst macht sie nicht mehr nur Schals und Mützen, sondern auch Hosen, Röcke, Windeltaschen und viele liebevoll gestaltete Kleinigkeiten wie Schnullertücher und Schlüsselanhänger.

Manchmal fragen auch ältere Kinder und Erwachsene nach den lässigen Hosen für Zuhause. Aber da winkt Michaela Felber ab. „Die Stoffe sind teuer, für größere Größen müsste ich Unsummen verlangen.“ Doch ein bisschen was hat sie für erschöpfte Mamas und Papas doch im Sortiment – bunte Nackenkissen („Leseknochen“), mit denen es sich noch bequemer auf dem Sofa lümmeln lässt.

Im Laden sind die Sachen nicht zu haben, auf Märkten und Marktsonntagen in der Region ist Michaela Felber aber eine feste Größe. Sonst läuft alles über Mundpropaganda. „Die neusten Kreationen tragen immer meine Kinder“, erzählt die 47-Jährige und lacht. „Sie sind meine besten Werbeträger.“

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