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Eduard Stannecker war Flugzeugmechaniker und Tankstellenbetreiber.

„Er hat immer Gas gegeben“

Brucker Autofahrer kannten ihn alle: Bewegender Abschied von „Eddy“ Stannecker

Brucker Autofahrern war er über Jahrzehnte ein Begriff: Eduard „Eddy“ Stannecker betrieb Tankstellen in seiner Heimatstadt. Nun ist er verstorben.

Fürstenfeldbruck – Als passionierter Radsportler liebte er auch die Zweiräder. Nun ist Eddy Stannecker mit 81 Jahren gestorben. Sein Leben begann 1937 in einem Milchgeschäft in der Kapellenstraße. In der Familie mit sechs Kindern packte jeder mit an, schon als Bub fuhr Eddy mit dem Fahrrad Milchkannen aus. Nach der Schule lernte er Kfz-Mechaniker und setzte auf dem Fliegerhorst eine Ausbildung zum Flugzeugmechaniker drauf.

Harte Schicksalsschläge: Zwei Söhne starben

Die 1970er Jahre läuteten einen beruflichen Wechsel ein. Zehn Jahre betrieb Eddy Stannecker mit seiner Frau Rosa eine Tankstelle in der Maisacher Straße. Ihre vier Kinder waren da längst auf der Welt und besserten mit Scheibenputzen ihr Taschengeld auf. 1982 übernahmen die Stanneckers einen Betrieb in der Dachauer Straße, bevor es 1989 in eine nach neustem Standard umgebaute Tankstelle wiederum in der Maisacher Straße ging.

„Es war ganz schön stressig“, beschreibt Thomas Stannecker das Berufsleben seiner Eltern. Denn neben dem Tankbetrieb arbeiteten die beiden in der Fahrzeugaufbereitung für diverse Brucker Autohäuser. Sein Vater habe eigentlich nur gearbeitet, sagt der 56-Jährige rückblickend. „Er hat immer Gas gegeben. Und alles, was passiert ist, war ihm zu langsam.“

Das Leben meinte es nicht nur gut mit Eddy Stannecker. Seinen jüngsten Sohn verlor er durch einen Verkehrsunfall, der älteste starb plötzlich im Alter von 46 Jahren. Er selbst zog sich bei einem Fahrradunfall eine schwere Schädelverletzung zu, die seiner aktiven Zeit als Radsportler ein Ende setzte.

Ein Flieger-Modell stand neben seiner Urne

Damals zeigten sich seine wahren Freundschaften. Nachdem er aus einem Klinikum in Freiburg ins Brucker Krankenhaus verlegt worden war, ließ ein befreundeter Bauunternehmer Stanneckers geliebten Riesenschnauzer Xandra per Baukran auf die Höhe des Krankenzimmers fahren. „So konnte mein Vater vom Balkon aus den Hund streicheln“, erzählt Thomas Stannecker.

Eine besondere Beziehung verband den vierfachen Großvater mit dem FC Bayern. Und mit dem Trainingsflugzeug Lockheed T33, das er in seiner Zeit auf dem Fliegerhorst in- und auswändig kennenlernte. Ein Modell des Fliegers stand bei der Trauerfeier neben Blumen an seiner Urne. 

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(os)

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