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Baumstriezel und andere Leckereien verkauft Ludwig Trollmann jun. derzeit am Geschwister-Scholl-Platz.

Fürstenfeldbruck

Ein kleines Volksfest - verteilt auf viele Plätze in der Stadt?

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Zumindest ein Hauch von Volksfestflair kommt am Geschwister-Scholl-Platz auf - und im Stadtrat denkt man über einen Volksfest-Ersatz nach.

Fürstenfeldbruck - In der Buchenau steht derzeit Ludwig Trollmann jun. und verkauft Baumstriezl, Crepes, gebrannte Mandeln und Süßwaren. „Von allem ein bisschen, damit ein bisschen Volksfest-Feeling in dieser Zeit entsteht.“
Der 34-Jährige, der in fünfter Generation aus einer Münchner Schaustellerfamilie stammt, ist an die Stadt herangetreten, als alle Feste abgesagt wurden. Die genehmigte ihm den Stand am Center Buchenau. „Es sind bei weitem keine Volksfestumsätze, aber es reicht für die laufenden Kosten und den Lebensunterhalt.“ Die Leute seien solidarisch und würden sich freuen.
Noch bis 3. Juni steht Trollmann vor Ort, dann macht er Platz für einen Schokofrüchte-Stand. Die Wechsel erfolgen alle zwei Wochen. Trollmann ist derzeit noch auf der Suche nach einem zweiten Standort. 

Überlegungen für Volksfest-Ersatz

Volksfest und Marktsonntage fallen aufgrund der Corona-Pandemie bis zum Sommer ins Wasser. Als Ersatz denkt man in der Stadt darüber nach, ein dezentrales Herbstfest oder einen Marktsonntag an mehreren Plätzen auszurichten. Nun wird geprüft, was möglich ist. 

Bis zum 31. August sind Großveranstaltungen untersagt. Volksfest, Altstadtfest, Sommernachtsfest, Modenacht und Autoschau – auf all das müssen die Bürger samt drei verkaufsoffenen Sonntagen verzichten. Den vierten Termin am 25. Oktober hofft man noch halten zu können. Auch darüber, die Modenacht und Autoschau in den Herbst zu verschieben, denkt man nach, wie Mittelstandsreferent Franz Höfelsauer (CSU) im Stadtrat berichtete. 

Dezentrales Herbstfest 

Philipp Heimerl (SPD) brachte statt einem Altstadtfest ein Herbstfest ins Spiel. Wie in München könnten Fieranten und Schausteller an mehreren Plätzen stehen. Mit der Idee war er nicht alleine. Andreas Rothenberger (BBV) sprach von einem dezentralen Marktsonntag an Orten wie dem Geschwister-Scholl-Platz, dem Viehmarktplatz, dem Niederbronnerplatz oder der Ochsenwiese. „Wir müssen neue Konzepte finden, um voranzukommen.“ Als Termin biete sich die Ferienzeit an, um den Bürgern, die nicht wie sonst in den Urlaub fahren könnten, etwas zu bieten, ergänzte Christian Götz (BBV). Ihm schweben kleine Fahrgeschäfte wie Schiffschaukel oder Kettenkarussell plus Gastronomie vor. „So könnte das Volksfest abgeschwächt kompensiert werden.“ 

Bürger und auch Schausteller hätten etwas davon. 

Ein Stand steht derzeit auch am Geschwister-Scholl-Platz (siehe Kasten). OB Erich Raff war offen für all diese Ideen. Er könnte sich ein mehrtägiges Fest rund um die Leonhardifahrt im Oktober vorstellen. Denn noch ist die Stadt zuversichtlich, dass die nicht Corona zum Opfer fällt. Planungszeit bis Juli Gewerbereferent Heimerl schlug vor, dass sich Gewerbe- und Wirtschaftsförderung samt Referenten Gedanken machen, wie man das zweite Halbjahr mit Aktionen gestalten kann. „Da könnte man mehr machen, als nur einen zusätzlichen Marktsonntag unterzubringen. Dem schloss sich der Stadtrat einstimmig an. Trotz aller Euphorie: Man müsse erst mit dem Landratsamt klären, ob durch Corona eine Ausnahme von den üblichen Regelungen für den Marktsonntag, der Markt und Geschäftsöffnungen kombiniere, möglich ist, warf Fest-Referent Markus Droth (FW) ein. 

Positives Erlebnis

Er könnte sich vorstellen, während des Christkindlmarktes einmal sonntags die Läden aufzusperren. All diese Ideen sollen bis Juli konkreter werden. Denn die Verwaltung braucht sechs bis acht Wochen Vorlaufzeit für einen Marktsonntag. Und dann ist vielleicht auch absehbar, wie sich die Corona-Vorgaben hinsichtlich Veranstaltungsgrößen und Hygienebedingungen entwickeln. Mirko Pötzsch (SPD) bat darum, die Vereine einzubinden. Viele finanzieren mit ihren Ständen bei Märkten oder dem Altstadtfest ihre Jugendarbeit. Klaus Wollenberg (FDP) wies auf den psychologischen Effekt dieser Aktionen hin. „Wir müssen dieses und nächstes Jahr jede Möglichkeit nutzen, um den Menschen ein positives Einkaufserlebnis zu bieten.

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