Reife Äpfel hängen auf einem Feld mit Apfelbäumen an einem Baum. Auf den Obsthöfen beginnt die diesjährige Apfel-Erntesaison.
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Reife Äpfel hängen auf einem Feld mit Apfelbäumen an einem Baum.

Landkreis FFB

Ein Obstbaum für jedes Baby? Auf Landkreis-Ebene wäre der Aufwand zu groß

  • Andreas Daschner
    VonAndreas Daschner
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Für jede Geburt einen Baum auf Landkreisgrund pflanzen: Das war die Idee von Kreisrat Jakob Drexler (UBV). Im Ausschuss für Energie, Umwelt und Planung (EUPA) kam das prinzipiell gut an. Allerdings sehen die Mitglieder die Zuständigkeit nicht beim Landkreis.

Fürstenfeldbruck - In Drexlers Antrag heißt es, dass nach einer Geburt ein hochstämmiger Obstbaum kostenlos an die Eltern abgegeben werden soll. Die Kosten für den Kauf der Setzlinge schätzt Drexler auf rund 12 000 Euro. Obstbäume seien ein wichtiger Beitrag zum Klima- und Artenschutz.

Johann Wörle (CSU) fand die Idee zwar gut, kritisierte aber den erheblichen Verwaltungsaufwand für den Landkreis. Er sieht derartige Baumpflanzungen eher in der Zuständigkeit der Städte und Gemeinden. Germerings OB Andreas Haas (CSU) verwies auf die eigene Erfahrung mit einem ähnlichen Projekt in seiner Stadt: „Das kann man auf kommunaler Ebene gut abwickeln.“

Den Vorschlag von Andreas Birzele (Grüne), den Kommunen Zuschüsse für den Kauf der Bäume zu gewähren, lehnte Wörle ab. Er sah darin keinen Sinn, „weil sich der Landkreis das Geld über die Kreisumlage ohnehin wieder zurückholen würde“. Dafür sei auch hier der Verwaltungsaufwand zu groß.

Drexler betonte, dass es ihm bei seinem Antrag nicht nur um die Pflanzungen gehe, sondern auch darum, dass die Menschen eine gute Beratung bekommen, welche Baumarten mit Blick auf Klima und Diversität gepflanzt werden sollten. Seinen Antrag lehnten die EUPA-Mitglieder dennoch gegen seine Stimme und die von Jan Halbauer (Grüne) ab.

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